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Spinner kommt nicht: FC lässt Abschiedsworte verlesen

Werner Spinner wird am Sonntag nicht zur Mitgliederversammlung des 1. FC Köln kommen. Der ehemalige Präsident der Geissböcke weilt nicht in Köln und hatte sich offenbar frühzeitig entschieden, der Veranstaltung in der Lanxess Arena fern zu bleiben. Der 70-Jährige soll daher erst im Nachgang der Versammlung vom Klub offiziell verabschiedet werden.

Köln – Die Mitglieder des 1. FC Köln werden am Sonntag darüber entscheiden, ob der noch amtierende Vorstand entlastet werden soll. Sie urteilen damit über die Arbeit von Stefan Müller-Römer, Markus Ritterbach und Toni Schumacher. Freilich gehört aber auch die Arbeit von Werner Spinner zu diesem Urteil. Der jahrelange Vorstandsvorsitzende hatte am 6. März 2019 nach zweieinhalb Jahren der aktuellen Amtszeit seinen Rücktritt erklärt und sich nach einem Machtkampf mit Armin Veh und der Posse um eine an Veh weitergereichte Sprachnachricht an Markus Ritterbach und Toni Schumacher zurückgezogen.

Eigentlich hätte Spinner am 8. September im Rahmen der Mitgliederversammlung offiziell verabschiedet werden sollen. Durch sein Fernbleiben wurde dies nun auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, das designierte neue Vorstandsteam soll diesen Schritt dann vollziehen. Allerdings werden nach GBK-Informationen am Sonntag einige Worte Spinners verlesen werden. Der 70-Jährige hat einen Brief hinterlegt, mit dem er sich noch einmal an die FC-Mitglieder wenden wird.

Man darf gespannt sein, ob Spinner in diesem Schreiben noch einmal Bezug nehmen wird zu den Abläufen hinter den Kulissen, die zu seiner Demontage geführt hatten. Bekanntlich hatte Spinner im Februar in seiner Sprachnachricht an Ritterbach und Schumacher gefordert, darüber nachzudenken, entweder Trainer Markus Anfang oder gleich die beiden Geschäftsführer Armin Veh und Alexander Wehrle zu entlassen. Veh und Wehrle sitzen heute sicher im Sattel. Anfang dagegen wurde zwei Monate nach Spinners versuchter Intervention tatsächlich von Veh entlassen. Ob sich Spinner im Nachhinein darin bestätigt sah, ist bis heute nicht bekannt. Auch nicht, welches Verhältnis er in den letzten Monaten zu Schumacher und Ritterbach pflegte. Möglicherweise werden seine verlesenen Worte am Sonntag dazu Aufschluss geben.

5 Kommentare
  1. NICK says:

    Das finde ich eigentlich schade, dass er nicht kommt. Sein Rücktritt kam am Ende auch zu spät, aber er hatte wenigstens die Courage zu sagen „An der Stelle gehts nicht sinnvoll für de Club weiter“ Die Zwei anderen legten lieber die Arbeit nieder, folgen paar Wochen nach Australien und kassierten das Salär schön weiter und treiben bis zum heutigen Tage ihre Spielchen. Ich hoffe sie kriegen dafür am Sonntag die Quittung, Applaus bekommen sie von mir jedenfalls nicht mehr.

  2. Tom51427 says:

    Ich finde es ebenfalls schade. Er hat insbesondere in den ersten Jahren viel Gutes für den Verein geleistet. Und mittlerweile kann sich jeder ansatzweise vorstellen, welchen Kraftakt es bedeutete, dass er zumindest 5 Jahre lang die beiden Vorstands Überbleibsel unfallfrei mit durchgeschleppt hat. „Markus und Tünn allein zuhause“ war danach auf jeden Fall kein Erfolgswerk…
    Alles Gute für Sie, Herr Spinner. Mein verdienter Applaus in Ihrer Abwesenheit ist Ihnen am Sonntag sicher.

    • Boom77 says:

      Am Ende war er aber ein wenig „skurril“, wenn man das so nennen möchte. Wie bei vielen in der Ära Spinner so viel auch bei ihm die Leistungskurve gegen Ende erheblich ab. Ob das mit seiner Krankheit zusammen hing weiß ich nicht, könnte durchaus sein. Jedenfalls wurde sehr viel gut und richtig gemacht. Mehr als falsch. Dafür gebührt ihm tatsächlich Dank und Applaus. Und vor allem gesundheiltich aber auch sonst alles Gute für die Zukunft, Herr Spinner.

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