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Verbitterung zum Abschied: So gingen Ritterbach und Schumacher

Der 1. FC Köln hat am Sonntag eine denkwürdige Mitgliederversammlung erlebt. Schon wieder. Das lag auch an Toni Schumacher und Markus Ritterbach, die sich dazu entschieden hatten, als Vizepräsidenten weder diplomatisch noch vereinend abtreten zu wollen. Sie holten noch einmal zum großen Rundumschlag auf und zeichneten das Bild eines Vereins, der ohne sie vor schweren Zeiten stünde. Damit bestätigten sie ihre Kritiker, dass ein Neuanfang im Vorstand dringend nötig war.

Köln – Insgesamt 109.755 Mitglieder zählt der FC inzwischen, davon hatten sich 3.456 in der Lanxess Arena eingefunden. Insgesamt also 3,1 Prozent aller FCler. Wahrlich keine Traumquote für eine so wichtige Wahl wie die des Vorstands, immerhin richtungsweisend, immerhin der Höhepunkt einer Entwicklung, die sich über die letzten zwei Jahre abgezeichnet hatte. Man war an diesem Tag in Köln-Deutz gespannt, wie die Wahl ausgehen würde, aber auch, wie sich Toni Schumacher und Markus Ritterbach verhalten würden.

Alles begann versöhnlich. Karl-Ludwig Kley leitete die Sitzung ruhig und routiniert und verlas eine Grußbotschaft von Werner Spinner (hier im Wortlaut). Der 70-jährige Ex-Präsident zeigte sich darin souverän und mit sich im Reinen, wünschte dem künftigen Vorstand ein „glückliches Händchen“ bei seinen Entscheidungen und forderte die Mitglieder auf: „Schenken Sie bitte der neuen Führung des 1. FC Köln das gleiche Vertrauen, das Sie auch mir geschenkt haben. Mit Ihnen im Rücken, das weiß ich aus meinen sieben Jahren, fällt die Arbeit viel leichter.“

Der FC muss aufpassen, seine Werte nicht zu verlieren

Solche Worte hätten in der Folge auch von Schumacher und Ritterbach kommen können. Doch beide Vizepräsidenten entschieden sich, offenbar getrieben von ihrer Verbitterung über ihre Nicht-Nominierung, für einen anderen Weg: den Weg der Konfrontation, vor allem mit Stefan Müller-Römer. „Es kann ja keine zwei Meinungen geben, wer seit 15 Jahren im Mittelpunkt der Konflikte des Vereins steht“, sagte beispielsweise Ritterbach und meinte damit seinen zwischenzeitlichen Vorstandskollegen, mit dem er schon länger nur noch die nötigsten Worte wechselt. Dass er und Schumacher gehen müssten, „war eine Idee, die sich Stefan Müller-Römer und der Mitgliederrat ausgedacht haben“. Ritterbach sei sich nur weniger Fehler bewusst, weshalb es unverständlich für ihn sei, nun nicht mehr vorgeschlagen worden zu sein. Dass er zwischenzeitlich erklärte, er werde „nicht zum Abrechnen ausholen“ und „lieber für den 1. FC Köln einen Treffer kassieren und hinnehmen“, entsprach in der Folge nicht seinem Gesagten. Ritterbach teilte aus, wann immer er konnte.

Er skizzierte für sich und Schumacher das Bild des stets sportlichen Fairplay, des stets gelebten Miteinanders. Von einem Miteinander wollte er in seinen Worten an Müller-Römer und auch an den kommenden Vorstand jedoch nichts wissen. Stattdessen skizzierte er ein Bild, dass der FC ohne das Vize-Duo abrutschen werde. „Ich mache mir Sorgen, denn der FC muss aufpassen, seine Werte nicht zu verlieren.“ Es müsse immer „den Respekt vor anderen Meinungen“ geben. Doch genau diesen ließ er selbst vermissen, indem er offen erklärte, die Entscheidung des Mitgliederrates nicht zu verstehen und am liebsten auch nicht akzeptiert zu haben, wenn eine Gegenkandidatur ernstlich möglich gewesen wäre. Bekanntermaßen wären Ritterbach und Schumacher zur Wahl angetreten, wenn Wolfgang Bosbach sich mit ihnen zusammengeschlossen hätte.

Ritterbach versuchte in seiner Rede offen, Misstrauen zu den künftigen Vorstandsmitgliedern und weiteren Gremienmitgliedern zu säen. „Liebe Mitglieder, achtet auf das, was die Funktionsträger auf dieser Bühne machen, nicht auf das, was sie sagen. Manchmal will ein Mensch nur etwas für sein eigenes Ego. Ich habe ein komisches Bauchgefühl, was hier passiert.“

Passt gut auf, es ist nicht alles so wie es scheint!

Ein Gefühl, das Toni Schumacher offenbar mit ihm teilte. Denn auch der ehemalige Weltklasse-Torhüter ließ es sich nicht nehmen, in seiner Rede offen auszuteilen und eine Verschwörung zu wittern. „Passt gut auf, es ist nicht alles so wie es scheint“, warnte der 65-Jährige. „Lasst Euch nicht blenden! Es gibt Menschen, die vertauschen gerne die Opferrolle.“ Gemeint war auch in diesem Falle Stefan Müller-Römer, den Schumacher in der Folge als Zielscheibe seiner Kritik auserkoren hatte: „Ich habe immer den Frauenfußball gefördert. So sehr, dass sich hier mittlerweile andere damit brüsten wollen.“ Zuvor hatte Müller-Römer erklärte, dass er als Vorstand mit dafür gesorgt hätte, die Bundesliga-Frauen in dieser Saison stärker zu fördern als bislang. Dies hatte er bereits auf der Saisonabschlussfeier im Mai erklärt. Schumacher wollte dies nicht stehen lassen und reklamierte die Frauenförderung für sich, vergaß dabei aber offenbar, dass in Schumachers Vorstandszeit die Frauen bereits zweimal in die Bundesliga aufgestiegen waren, um dann aber vom Vorstand und der Geschäftsführung nicht ernst genommen zu werden. Erst in diesem Sommer nach dem dritten Aufstieg wurde entschieden, deutlich mehr in diesen Bereich zu investieren.

Aber nicht nur Müller-Römer, sondern auch der später gewählte neue Vorstand bekam von Schumacher einen Schuss vor den Bug. „Fußball ist keine Anwaltskanzlei, kein Großkonzern und sicher keine Bank“, beklagte der Rekord-Bundesligaspieler des FC (422 Einsätze). Damit öffnete er das Tor zur fehlenden Fußballkompetenz im neuen Vorstand. „Natürlich braucht man Wirtschafts- und Management-Erfahrung. Aber man braucht auch Leute, die schon mal in einer Kabine voller Profis gesessen haben. Die wissen, wie es sich anfühlt, wenn man ein wichtiges Spiel verliert. Die verstehen, wie Manager, Trainer und Spieler ticken.“ Ein Kritikpunkt, den Schumacher über die letzten Monate immer wieder angebracht hatte und den der neue Vorstand in der Zukunft tatsächlich wird widerlegen müssen. Bekanntlich will man dies mit Jörg Jakobs und Erich Rutemöller als Berater erreichen.

Wolf bleibt diplomatisch und streckt die Hand aus

Schumacher und Ritterbach verpassten die Chance, mit versöhnenden Worten die Mitglieder hinter dem neuen Vorstand zu vereinen. Ihre Attacken heizten die Stimmung im Saal vielmehr weiter an und machten die Spaltung der Mitglieder, zu der das Vize-Duo in den letzten Monaten aktiv beigetragen hatte, noch einmal deutlich. Es brauchte Sportchef Armin Veh, der in seiner Rede an alle Verantwortlichen appellierte, zu einem anderen Miteinander zu finden, das später auch der neue Vorstand um Werner Wolf als eines seiner zentralen Ziele ausgab: „Mein wichtigster Wunsch für den FC lautet, dass sich alle Gremien verantwortungsvoll und im Rahmen ihrer Kompetenzen für den FC einsetzen“, sagte Veh. „Es darf nicht noch einmal passieren, dass dieser Klub durch persönliche Eitelkeiten in Schieflage gerät. Kein Einzelner ist größer als der FC.“

Damit widersprach Veh auch indirekt Ritterbach, der seinem Mit-Vizepräsidenten Schumacher vom Rednerpult zugerufen  hatte: „Toni, du bist der 1. FC Köln.“ Veh drückte es weniger pathetisch aus: „Toni, du bist eines der bedeutendsten Gesichter des FC und ich hoffe, dass du dem FC in irgendeiner Form erhalten bleibst.“ Nach dem offenen Konflikt auf der Bühne am Sonntag dürfte eine Zusammenarbeit zwischen dem neuen Vorstand und Schumacher sowie Ritterbach zumindest in den ersten Monaten schwer werden. Zumindest gratulierte Ritterbach als erster dem neuen Vorstand zur Wahl, auch Schumacher kam zum Handschlag. So wählte FC-Präsident Werner Wolf dann auch jene Diplomatie, die man zuvor von den scheidenden Vizepräsidenten vermisst hatte: „Wir wünschen uns, weiter mit Euch im Gespräch zu bleiben. Unsere Hand bleibt ausgestreckt.“ Ob Schumacher sie ergreifen wird, ist offen. Zwar erklärte er: „Wenn ich gefragt werde, werde ich helfen, wo ich kann.“ Doch zumindest am Sonntag hatte er dem FC nicht helfen wollen.

48 Kommentare
  1. Franz-Josef Pesch says:

    Das diese Versammlung ruhig verlaufen würde haben wohl die Wenigsten erwartet. Es ist nur schade wie sie verlaufen ist. Auch Ritterbach sollte das Votum der Wähler akzeptieren, vielleicht sollte er sich einmal fragen, wieso es soweit kommen konnte.

  2. Paul says:

    Yes! Endlich sind die beiden weg!!!

    Entweder sie neigen schamlos dazu, die Wahrheit zu verdrehen, oder sie leben in ihrem ganz eigenen Universum. Es konnte noch nicht einmal geklärt werden, wer damals Präsident Spinner desavouriert hat! Wo bitte war die sportliche Kompetenz im Tasmania-Jahr 2017? Wer hat die Satzung betrieben, die dem Mitglieder-Rat das Vorschlagsrecht eingeräumt hat, um sich lästige Konkurrenz vom Hals zu halten?

    Nur ein Glück, dass sich Wolfgang Bosbach, immerhin schwer krank, nicht von dieser Knalltüten-Combo instrumentalisieren gelassen hat. Der neue Vorstand wird gut daran tun, mit anderen ehemaligen Weltklasse- und Weltmeister-Kickern für den Verein zu werben.

    Schumacher soll weiter Enthüllungsbücher schreiben über die vergnügliche Zeit mit Stefanie!

  3. Ulrich Treimer says:

    Diese beiden schwafelten immer vom WIR-Gefühl und meinten eigentlich nur sich selbst. Endlich hat dieser Zirkus ein Ende. Beide haben einen nicht kleinen Anteil am Abstieg in Liga 2. Nach der erreichten Europa-Liga-Teilnahme sind sie alle durchgedreht und haben sich für Fußballgötter gehalten. Danach wurden alle Kontrollen vergessen. Soviel zur Fußballkompetenz. Einfach nur peinlich.

    • Heinz Bull says:

      Hallo Treteimer, welchen kleinen Anteil hatten denn die beiden ? Es gab mal einen Stöger als Trainer und einen Sportvorstand Schmaddi die im sportlichen die Veranstaltung hatten . Nur weil man sich hier im Präsidium nicht einig war wie man die beiden wieder zusammen an einen Tisch bekommt war auf einmal alles schlecht was das Präsidium gemacht hat. 7 Jahre wurden hier mal locker vergessen und vom dem Römer in der Presse zu seinen Gunsten verkauft. Der Römer ist der Sargnagel beim FC. Sein hochnäsiger Auftritt im Trainingslager Kitzbühel hat so einigen Fans die Augen geöffnet.

        • Gerd Mrosk says:

          SMR ist ein Stinkstiefel,ja,seit 15 Jahren,aber hauptverantwortlich für sportlichen Erfolg und Misserfolg sind GF Sport,Trainer,Trainerteam und nicht zuletzt jeder einzelne Spieler.Man kann viel reindichten,aber nicht das sie sich über Massen in sportliche Belange eingemischt hätten.Es gab wenig Grund zu grosse Bedenken Bedenken zu haben.ein Modeste wurde etwa auch nicht vom Vorstand verkauft,nur so als Beispiel

      • Andreas Götze says:

        Da geb ich Dir absolut Recht Heinz.Das 2012 der FC faktisch tot und insolvent war,Toni ,Werner und Marcus und viele andere auch fast im Geißbockheim geschlafen haben um den FC für uns wieder flott zu machen wird komplett vergessen. Sehr sehr traurig

  4. Karl Heinz Lenz says:

    Wir haben doch in den letzten Wochen gebetsmühlenartig zu hören bekommen, dass der FC nun Ruhe braucht, dass alle Gruppen zusammengeführt werden sollen und das endlich die Sacharbeit im Vordergrund stehen soll. Was sticht Sie an, Herr Merten, nun noch einmal in dieser Weise nachzukarten und einseitig schlechte Noten zu verteilen?

      • major says:

        Erstmal sollte man mal bei 106000 Mitgliedern die Lebenszeichen überprüfen ;) Minus einem, seit gestern bin ich nämlich keines mehr.

        Ich komme immer noch nicht darüber hinweg, daß nur 3% der Mitglieder teilnahmen und weniger als 2,5% diesen „Vorstand“ wählten. Meiner Auffassung nach hat das mit „demokratischer Legitimation“ nichts mehr zu tun.

        Das ist auch eine Folge, daß Müller-Römer in seiner arroganten Allmacht Briefwahl und/oder Online-Abstimmung abgelehnt hat. Aber eine Satzungsänderung vorschlagen, die ja „sooo viel Geld spart“ und am Ende die Bringschuld des Vereins auf eine Holschuld der Mitglieder umkehrt. In Zukunft bekommen also 106000 Mitglieder wahrscheinlich nicht mal mehr mit, daß eine Jahreshauptversammlung stattfindet, entweder weil sie im GBE drüber wegblättern, es in der Online-Edition untergeht oder „einhornpimmel727882@aol.de“ schon seit Jahrzehnten nicht mehr abgerufen wurde.

        Und dann fällt eher so zufällig und nebenbei- niemand konnte oder wollte das erklären – auch noch der Live-Stream weg. Wegen 6-10000 Euro (wobei ich schon diese Zahl für Propaganda halte, denn siehe meinen letzten Absatz)

        Mittendrin schwafelt der Herr Wolf noch das übliche inhalts- und kenntnislose Gewäsch von Digitalisierung. Gleichzeitig zeichneten mindestens 4 sauteure Kameras die ganze Veranstaltung auf, damit sie später … nennen wir es „redaktionell aufbereitet“… in die Annalen eingeht.

        Ich kenne 10jährige, die einen Livestream in unter 10 Minuten eingerichtet haben. Offenbar hatte aber keiner davon Bock, sich mit solchen Amateuren rumzuschlagen ;)

    • Jose Mourinho says:

      Vielleicht ist einfach seine Meinung, auch wenn es wieder nicht Ihre ist? Warum wollen Sie dem in dieser Hinsicht bemitleidenswerten Herrn Merten eigentlich permanent vorschreiben, wie er berichten soll? Erst immer die abstrusen Verschwörungstheorien wonach sich die Artikel gegen Veh richten und jetzt das. Wenn es Ihnen nicht gefällt, einfach BILD lesen… :-)

      • Karl Heinz Lenz says:

        Ich bin hier schon mehrfach gefragt worden, warum ich immer wieder mal Artikel von Marc Merten kritisiere. Genau aus dem selben Grund, weshalb ich Ihre Beiträge manchmal kritisiere: Weil sie mir nicht gefallen! Warum sollte ich hier jeden User-Beitrag kritisieren dürfen, schlechte Artikel von Merten aber nicht?

        Ich bleibe dabei: Die Mitgliederversammlung ist vorbei und die Schlacht ist geschlagen. Der neue Vorstand ruft zum Zusammenhalt auf. Völlig berechtigt. Und der Geissblogg: Tritt nach!

        Geissblogg gegen Bild-Zeitung. Ist der Unterschied denn wirklich so groß, wie Sie anscheinend glauben? Wenn Sie mal kritisch hinschauen, dann arbeiten heute doch die meisten Medien nach dem selben Geschäftsmodell: Alles und jedes wird zum Skandal hochgespielt, in der Politik wie auch im Sport. Die Leute werden durch diese sensationslüsterne „Berichterstattung“ in Aufregung gehalten, damit die Zahl der Klicks, die Besuche auf der Homepage oder im Fernsehen oder die Auflage der Printausgaben stimmen. Das hat mit Verschwörung gar nichts zu tun. Es geht nur um einen brutalen ökonomischen Wettbewerb. In dem Sinne verstehe ich auch den Geissblog und sein heutiges Nachtreten gegen Schumacher und Rittersbach. Aber glauben Sie bitte nicht, dass ich glaube, dass der Geissblogg oder der Express oder der Kölner Stadtanzeiger dem neuen Vorstand und dem Mitgliederrat um Müller-Römer treu bleiben werden. Die Gunst der Medien verfällt schnell. Wenn es in Zukunft etwas zum Skandal zu machen gibt, was auf Kosten von Wolf und Müller-Römer und deren Teams geht, dann werden auch die genannten Medien die Gunst der Stunde nutzen. Verlassen Sie sich drauf.

        Am Beispiel von Armin Veh können Sie das gut erkennen. Als die Stimmung der Fans gegenüber Veh noch kritisch war, hat der Geissblogg einen „Veh-Problem-Bericht“ nach dem anderen gebracht. Als dann nicht mehr zu verleugnen war, dass Veh gut arbeitet, schlug die Berichterstattung urplötzlich um und es gab eine Welle von Lob. Das kann sich aber auch schnell wieder ändern, wenn die Veh-Konjunktur mal nicht so gut aussieht.

        Und Sie verlangen von mir, dass ich zu all dem Ja und Amen sage? Mache ich aber nicht!

        • Jose Mourinho says:

          Ist absolut in Ordnung. Da Sie Ihre Beiträge hier in aller Regel ordentlich begründen, kann ich auch gut mit Meinungen leben, die nicht meiner eigenen entsprechen. ;-) Den Herrn Merten scheinen Sie mir aber schon ein bisschen auf dem Kieker zu haben und ja, ich finde die Berichte hier häufig deutlich ausgeglichenen und viel weniger reißerisch als in der BLÖD. Die Wahrnehmung von Veh beispielsweise ändert sich möglicherweise einfach deswegen, weil sich auch dessen Arbeit ändert. Die aktuellen Transfers sind einfach deutlich gelungener als in der Vorsaison und schon seit einiger Zeit ist er nicht mehr mit Getöse aufgefallen.

  5. Markus Schulze says:

    In einer Wortmeldung im Rahmen der Aussprache wurden Ritterbach und Schumacher nach ihren Visionen gefragt, falls das vorgeschlagene Trio nicht gewählt wird.
    Wo sind denn die Visionen des Herrn Wolf?
    So ein emotionsloser, unsicherer Auftritt mit dem er den Saal leer geredet hat. Ich weiß jetzt, dass seine ganze Familie FC-Mitglied ist und das „Alle auch Alle bedeutet…“ mehr aber auch nicht.
    Der FC ist kein Kaninchenzüchter Verein – für solch einen hätte die Bewerbungsrede gereicht.

    Der FC hat knapp 110.000 Mitglieder, davon sind 82.000 wahlberechtigt. Der neue Vorstand wurde also von 3 % der Mitglieder gewählt.
    Da kann er nichts dafür, aber vielleicht sollte man überlegen, analog zu politischen Wahlen, eine Briefwahl einzuführen. Der FC hat schließlich Mitglieder auf der ganzen Welt und sogar in Bayern. Die können nun mal nicht alle nach Köln kommen.

    Ein Mitgliederrat aus Anwälten, Unternehmern und Politikern (zumindest mehrheitlich) stellt für 82.000 wahlberechtigte Mitglieder EINEN Vorschlag für das Präsidium zusammen. Nach dem Motto friss oder stirb. Auch hier finde ich die Satzung nicht ausreichend demokratisch. Wahl bedeutet für mich das ich wählen kann. Das ist nicht gegeben.

    Und dem Mann mit den Haaren (Zitat) traue ich nicht. Er ist sehr eloquent, kann gut reden und sich verkaufen. Fakt ist aber, dass bei allen Querelen der letzten Jahre sein Name in irgendeiner Form immer im Spiel war.

    • Gerd Mrosk says:

      Die Probleme sind ja hinlänglich bekannt und angesprochen worden,manche Sachen brauchen halt länger.Auch das wurde kurz angerissen.Allerdings bin ich der festen Überzeugung,das das Ergebnis eindeutiger ausgefallen wäre hätten 50000 oder 60000 gewählt.Zumindest die Deutschen sind doch Herdentiere

    • Heinz Bull says:

      Sehr guter Beitrag. Man sollte mal prüfen ob so eine Wahl behaupt rechtens ist. Wenn man nicht allen Mitgliedern die Möglichkeit gibt an der Wahl teilnehmen zu können dann kann es wohl keine rechtliche Wahl sein. Man stelle sich mal vor es wären mehr Mitglieder erschienen und die Halle wäre zu klein gewesen. Was hätte der FC gemacht ? Nun, Wunsch -denken. Ich bin ja kein Mitglied mehr, doch weiß ich von Freunden ,dass da auch Leute waren die keine Mitgliedschaft haben. Das alleine ist mal wieder Spürbar anders.

      • major says:

        Dank Müller-Römers Satzungsänderung dürfen die ja zukünftig die 3 Millimeter großen Kästchen auch im Regen suchen, wenn die elektronischen Wahlgeräte nicht ausreichen – ach nee…so eindeutig ist das ja auch immerr noch nicht geklärt, ob nur der geschlossene Raum der Arena als Wahlraum dient…schon wieder schön viel Rechtsunsicherheit für einen Anwalt wie Müller-Römer ;)

        • Gerd Mrosk says:

          Ich denke das geht bald konform ,wenn es auch rechtens ist ,das du über die JHV „elektonisch“eingeladen werden kannst.Dann kannst du die Lupe zu Hause zücken und treffsicher „elekronisch“ übermitteln wen du denn gar nicht wählen willst.Ansonsten ,wenns mal wieder tolle Hoodies gibt wird im RES die Versammlung abgehalten…ach im neuen überdachten natürlich

    • Max Mustermann says:

      Herr Schulze, waren die Grenzen in Bayern geschlossen, oder warum konnten dort ansässige Mitglieder nicht anreisen?

      Ansonsten zeigen Sie hier ganz unverhohlen, dass sie unsere Satzung nicht kennen, oder nicht respektieren. Der Mitgliederrat wurde von Mitgliedern gewählt, die an aktivem Vereinsleben interessiert sind. Sie gehören offensichtlich nicht dazu.

      Des Weiteren, wie liefen denn die Wahlen in der Vergangenheit ab? Wer ist für die Erhöhung der Einstiegshürde verantwortlich? Warum haben Schumacher und Ritterbach sich keinen dritten Kandidaten gesucht, wenn sie doch angeblich mehrheitsfähig waren?

      Es gibt so viele Fragen, die ich Ihnen stellen könnte, an einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Thema sind sie vermutlich jedoch sowieso nicht interessiert.

      • Markus Schulze says:

        Max Mustermann, welch ein origineller Nutzername.
        Die Grenzen zu Bayern waren vermutlich offen. Es ist allerdings ein Unterschied ob ich aus Nippes, Prüm oder Raderthal oder eben aus Bayern zur Mitgliederversammlung anreisen muss bzw. möchte.
        Ansonsten haben Sie außer Unterstellungen wenig Argumente vorzuweisen.

        • Max Mustermann says:

          Keine Ahnung, welche Rolle ein Name hier spielt.

          Es gibt nicht wenige Menschen, die extra für die MV quer durchs Land reisen. Es ist einfach eine Frage der Prioisierung.

          Sie werfen mir Unterstellungen vor, während ihr Ausgangsposting nur so von falschen Behauptungen und Allgemeinplätzen strotzt? Ganz mein Humor.

          • major says:

            Sehr geehrte Herren,
            wie die Mitglieder im Lande verteilt sind, darüber schweigt der Verein sich unterhalb der Berichtspflichten wie Stimmberechtigung usw. ja aus.
            Aber sicher kann da Herr Müller-Römer, der die Adressen aller Mitglieder eingeklagt und sicher irgendwo verwahrt hat, Rede und Auskunft stehen.

            Ein Verein, der immer mehr elektronisch abwickeln möchte, der das angeblich auch aus Umweltschutzgründen tut, der seine innere Vereinskommunikation vor allem online zugänglich macht, bietet seinen Mitgliedern auf diesen Wegen keine Mitbestimmung. Ein Wehrle, der in seiner Rede fordert, man müsse neue Wege gehen, um nicht abgehängt zu werden, hält diese vor einem Verein, dessen Vorstand kurz vorher die Mitgliederunter fadenscheinigen Gründen sogar online abgeklemmt hat.

            Das Argument, man würde die Satzung nicht respektieren kann nur von jemandem kommen, dem das unter 3%-Ergebnis dieser Satzung ins Konzept passt.
            Stattdessen durfte man schon Wochen vorher hören, daß Briefwahlen (in Deutschland 1957 eingeführt und mehrfach verfassungskonform bestätigt vor 52 Jahren) der Wahlfälschung und dubiosen Investoren Tür und Tor öffnen würde.
            Respektieren Sie etwa das Grundgesetz nicht oder haben Sie und ihr Vorstand etwa Angst vor einem solchen Votum?

            Eine Satzung ist kein Naturgesetz und DIESE Satzung hat deutliche Schwächen, aber natürlich verkauft SMR diese immer noch. Weil sie ihm nützt, vor allem IHM.

          • Markus Schulze says:

            Zunächst freut es mich, dass ich, warum auch immer, Ihren Humor getroffen habe.
            Mein Kommentar bezüglich des Auftritts des neuen Vorstand und Herrn Müller Römer spiegelt meine Meinung und meine Eindrücke der Mitgliederversammlung wieder.
            Wenn ich mich beim Vorstand irre, die Zeit wird es zeigen, bin ich der Erste der sich freut und seine Fehleinschätzung zugibt.
            Fakt ist aber, dass der Auftritt am Sonntag ganz schwach war und ich erheblich mehr von einem ehemaligen Leiter einer international tätigen Brauerei erwartet habe.

            Meine Ausführungen zur Wahl sind aber Fakt.

            Es gibt offensichtlich zu viele Mitglieder die aus familiären, beruflichen oder finanziellen Gründen nicht kommen können/wollen.
            Vielleicht wollen sie aber auch, was ich auch akzeptiere, nicht eine 6-stündige Mitgliederversammlung „erleben“ bevor es endlich zur Wahl kommt.
            Das sind aber alles keine Gründe ihnen ihr Wahlrecht zu verweigern.
            Auch der FC muss doch ein Interesse daran haben, dass so viel Mitglieder wie möglich an der Wahl teilnehmen. Da ist die Briefwahl ein legitimes, anerkanntes und probates Mittel.
            ….. mit 78 % gewählt hört sich gut an, dass dies nur 3 % der Wahlberechtigten sind ist blamabel.

            Auch zur Auswahl der Kandidaten bei einer Wahl gibt es eine schöne Definition bei Wikipedia. Ein Wahlvorschlag ist keine Auswahl.

            Die Satzung ist so wie sie von den Mitgliedern beschlossen wurde. Aber das muss ja nicht so bleiben.

            Wenn Sie mir jetzt wieder mit „falschen Behauptungen und Allgemeinplätze“ kommen, würde ich mich freuen wenn Sie etwas konkreter werden könnten.

  6. NICK says:

    Ich find den SMR gar nicht so schlimm. Es ist halt ein unangenehmer Zeitgenosse für die Führenden. Der würde mir als Präsident oder GF bestimmt auch auf den Sack gehen, wenn er immer wieder nachbohrt und was wissen will. Letztenendes ist ja zuletzt viel daran gescheitert, dad der MR meinte er sei auch Aufsichtsorgan für Fragen der GmbH und der Vorstand meinte der MR sei nur für die jüngeren Jugendmannschaften, Handball & Co, sprich den Verein, zuständig. Wenn das jetzt offener läuft, hat der SMR auch viel weniger Nerv-Potential. Unsere Satzung ist nunmal so, die GmbH ist der grösste Besitz des Verein und dann muss man den MR auch über diesen Besitz unterrichten. Ist doch lächerlich auf der JHV die GF der GmbH die Bilanzen vorstellen zu lassen, die Mannschaften der GmbH auf der Bühne zu feiern und dann zu behaupten, der „Verein“ hat damit ja überhaupt nix zu tun…

    Ich blicke da positiv in die Zukunft. Lasst die Leute mal arbeiten, auch wenn es keine grossen Redner waren. In die Rolle muss man auch erstmal rein wachsen. Du stehst da als Fan und kannst Präsident vom Effzeh werden, Dein Idol Deiner Jugend scheisst Dir auf der Bühne nochmal vor die Füsse und erklärt „Du stinkst“ und man solle sich vor Dir in Acht nehmen – Hut ab an den, der da noch ne Mega-Rede vorträgt…

      • NICK says:

        Die sind doch ungefähr gleich alt. Poldi ist ja auch irgendwie ein „Idol“ meiner späten Jugend, obwohl er jünger ist als ich. Wobei ich diesem Spielerkult nix abgewinnen kann. Aktuelle Spieler sind auch so gut wie nie, nein noch nie, auf meiner Trikots aufegdruckt gewesen…das stehen dann „Schäfer“, „Löhr“, „Flohe“…Leute die wirklich „Effzeh“ sind. Ich bin abgeschweift…Was ich sagen wollten, für Wolf & Co. war der Toni auch ein Leben lang ein Held und jetzt ist dieses Idol plötzlich Dein „Gegner“ und versucht Dir die Wahl so schwer wie möglich zu machen…das ist schon ein spezielle Situation…

        @ major. Gestern sagte ich noch zu jemand „Der Sieger ist so ein Typ, der auf dem Schulhof immer verprügelt wurde…“

    • major says:

      SMR ist jemand, der sicher auf dem Schulhof regelmäßig gruppendynamisch aufs Gleis gesetzt wurde, sogar auf der Waldorfschule.

      Seit dem ist er vor allem in seinem eigenen Auftrag unterwegs. Nicht für Sie, nicht für den FC und vor allem nicht für mich. Der hat schon vor seiner gutbezahlten Vorstandstätigkeit (ich hoffe, seine Kanzleikumpels rechnen und versteuern das spitz nach, ob die alles bekommen haben) die ganze Arbeit des MR dem Wettich überlassen.

      Die Pauschalfreisprechung der rethorischen Leistung des promovierten Psychologen Wolf, der ja so viel Wert auf seine Erfahrung legt, irgendwas zu verkaufen und sich dann nicht mal ordentlich selbst verkaufen kann, kann ich nicht nachvollziehen. Was wir da gesehen und gehört haben, war schwach. Extrem schwach. Aber das war Programm. Er wollte genug Unsicherheit zeigen, um den Menschlichkeitsfaktor zu ziehen und die Opferrolle. Damit konnte er prima davon ablenken, daß er eigentlich überhaupt keine konkrete Idee hat, wie er den Verein ordentlich aufstellt. Er mag Meinungen haben, aber lediglich reaktionäre Ideen, wie man diese umsetzt und seine Kumpels wollen in der Super League spielen, nachdem das Double 84 so geil war, daß die Frau spontan Kinder bekommen hat.

      Politikerinnen wie die Reker frühstücken solche Männlein auf dem Rücksitz des Volvo, nachdem sie sie lange vor sich her getrieben haben.

      • Gerd Mrosk says:

        Die Reker frühstückt nicht,nicht mal Männer.Ich denke die mag nicht mal Männer und sich mag sie auch nicht,nur immer den 1.Tag nach der Wahl,da findet sie sich schick und ist stolz,das die Deppen wieder mal auf ihre verdrehten Wahrheiten reingefallen sind…obwohl,Haare auf den Zähnen hat sie ja…naja wird von irgendner Perserkatze sein

  7. Düxxer Stropp says:

    Die Herren Schumacher und Ritterbach müssen sich an dem Kompetenzprofil messen lassen, für welches sie in den Vorstand geholt wurden:
    > Ritterbach: Integration zwischen FC-Fans und Verein
    > Schumacher: Fußballerischer Sachverstand

    Bei beiden Punkten sind die Probleme offensichtlich, und führten unter der Ägide von Tünn et al. zu keinem sichtbaren Fortschritt. Insofern ist der Versuch nun mit neuem Personal sinnvoll.

    Viel Erfolg!

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