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„Wir haben heute Derby-Lehrgeld gezahlt“


Der 1. FC Köln verliert das Derby gegen Borussia Mönchengladbach wegen einer schwachen ersten Halbzeit, in der die Fohlen die Geissböcke nach Belieben dominieren konnten. Dominick Drexler gestand hinterher, dass nicht alle Spieler bereit gewesen waren für das Duell mit dem Erzrivalen. Die Stimmen zum Spiel.

Dominick Drexler: „Die Niederlage tut sehr weh. In der zweiten Halbzeit haben wir das gespielt, was wir eigentlich über 90 Minuten spielen wollten. Wir müssen schauen, dass wir über 90 Minuten die Nervosität in einem Derby ablegen. Wir haben heute Lehrgeld gezahlt. Wir haben viele Spieler, die neu in dieser Liga sind und das Derby noch nicht gespielt haben. Das soll aber keine Ausrede sein. Das frühe Tor hat Gladbach dann das Matchglück und die Souveränität gegeben. Wenn wir in der zweiten Halbzeit ein Tor gemacht hätten, hätte sich das wieder gedreht. Das haben wir aber nicht geschafft und deswegen gehen wir als Verlierer vom Platz. Wir wollten in der zweiten Halbzeit früher pressen und den Ball weiter vorne gewinnen, damit wir direkt näher am Tor sind. Bei meiner Chance hätte ich vielleicht flacher abschließen müssen. Es tut mir sehr leid, dass wir heute das Tor nicht getroffen haben. Wir freuen uns jetzt auf das Spiel in der Allianz-Arena, auch da geht es wieder bei Null los. Wir wollen uns dort nicht verstecken. Das Dümmste, was wir machen können, ist jetzt negativ zu werden.“

In der Halbzeit haben wir Tacheles geredet

Marco Rose: „Wir fahren heute natürlich sehr glücklich nach Hause, weil wir uns und die Fans im Derby mit drei Punkten belohnt haben. Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. Ich denke, dass wir zur Pause hätten höher führen können. Es war sicher klar, dass Köln im zweiten Durchgang noch mehr probieren wird. Da haben wir den Zugriff etwas verloren. Die langen Bälle haben wir aber sehr gut und fleißig verteidigt. Aber wir mussten natürlich aufpassen, dass da keiner durchrutscht. Wir sind sehr zufrieden und freuen uns jetzt auf Donnerstag und die Europa League.

Achim Beierlorzer: „Wir sind in der ersten Hälfte nicht gut ins Spiel gekommen. Gladbach hat klar die Zweikämpfe für sich entschieden. Damit wurde es für uns schwierig, wir mussten dem Ball hinterherlaufen und viele Meter gehen. Die wenigen Umschaltmomente haben wir auch nicht so konsequent zu Ende gespielt, dass Torchancen hätten rauskommen können. Beim 1:0 helfen wir natürlich tatkräftig mit und schließen erst den Raum nicht und legen Gladbach dann das Tor quasi auf. In der Halbzeit haben wir Tacheles geredet, dass wir mutiger sein müssen. Danach waren wir in den ein oder anderen Situationen auch tatsächlich torgefährlich. Wir haben gehofft, dass noch ein Ball reinrutscht und uns das 1:1 gelingt. Wir wollten es unbedingt für unsere Fans. Wir sind enttäuscht, dass wir uns und den Fans nichts Zählbares in Köln lassen konnten. Es war ein verdienter Sieg von Gladbach, das müssen wir anerkennen. Wir müssen noch mehr Mut zeigen und besser in den Zweikämpfen stehen. Dann ist mir für die Zukunft überhaupt nicht bange.“

Wir waren immer zu weit weg

Armin Veh: „Wir haben heute nicht gut gespielt. Die erste Halbzeit war schwächer als die zweite. Wir haben die zweiten Bälle nicht gewinnen können, weder defensiv noch offensiv. So hatten wir in Hälfte eins nie Zugriff. Das Gegentor hätten wir nicht bekommen müssen, das haben wir uns selbst reingemacht. Aber dass wir nicht höher zurückgelegen haben, war Glück. Wir waren in Hälfte zwei besser, es wäre aber nicht verdient gewesen, wenn wir noch den Ausgleich gemacht hätten. Wir waren nicht aggressiv genug, waren immer zu weit weg. Gladbach hat von der ersten Minute an die Zweikämpfe gewonnen, ist immer sicherer geworden, und wir haben viel zu leicht die Bälle verloren und oft die falsche Entscheidung getroffen. Dem sind wir hinterher gelaufen. Natürlich wünscht man sich immer mehr Punkte, aber ich werde nicht nervös. Ich hätte das Derby einfach gerne gewonnen.“

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