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Zwölf Verletzte durch Böller-Wurf: Täter wohl geschnappt


Kurz vor Schluss der Partie zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach ertönte ein lauter Knall im weiten Rund des RheinEnergieStadions. Fotografen vor der Südkurve ließen ihre Kameras fallen, stoben auseinander, hielten sich die Ohren. Ein Böller war in ihrer Mitte explodiert. Der mutmaßliche Werfer wurde kurz darauf abgeführt.

Aus Müngersdorf berichten Sonja Eich und Marc L. Merten

Im Gladbacher Fanblock hatte vor Spielbeginn die Pyrotechnik lichterloh gebrannt. Qualm war aufgestiegen, die Fans feierten trotzdem, danach blieb alles ruhig. Bis in die Schlussphase, als vor der Südkurve mit den Kölner Fans ein Böller explodierte. Der laute Knall ertönte inmitten einer Fotografen-Schar an der Eckfahne zur Westtribüne.

Die Folge: zwölf Verletzte, wie der FC erklärte, darunter Volunteers, Ordner und Fotografen. Mehrere von ihnen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Einer der Fotografen hatte zudem seine Kamera fallen lassen, das 13.000 Euro teure Objektiv kam dabei zu Schaden. Doch noch während der Partie griffen Ordner auf der Südkurve ein und zogen einen Mann aus dem Verkehr. Er war durch die Videoaufnahmen offenbar eindeutig als Werfer des Böllers identifiziert worden. Ihm drohen nun neben einem deutschlandweiten Stadionverbot auch Schadensersatzforderungen.

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