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„Aktivere Rolle“: Podolski will nicht nur FC-Botschafter sein


Im Januar 2020 läuft der Vertrag von Lukas Podolski bei Vissel Kobe aus. Der 34-Jährige rechnet damit, dass seine Zeit in Japan dann ein Ende nehmen wird. Nun erklärte er, er sehe sich bereits nach anderen Optionen um. Eine ist der 1. FC Köln – zumindest für den Spieler. Auch nach seiner Karriere würde er gerne beim FC arbeiten, aber nicht als Botschafter.

Köln – Für Lukas Podolski neigt sich die Zeit in Japan dem Ende entgegen. Seit zweieinhalb Jahren läuft der ehemalige Nationalspieler und Stürmerstar des 1. FC Köln für Vissel Kobe auf. Doch diese Saison fiel Podolski zumeist mit Verletzungen aus. Mit seinem Vertragsende im Januar dürfte daher ein neues Kapitel für den Linksfuß beginnen. „Bisher ist noch kein Verantwortlicher des Klubs auf mich zugekommen. Von daher wird meine Zeit in Japan am Jahresende wahrscheinlich vorbei sein“, sagte Podolski nun der BamS.

Mit dem bevorstehenden Abschied aus Japan dürften auch wieder die potentiellen Gerüchte über eine mögliche Rückkehr des Stürmers zum 1. FC Köln beginnen. Podolski erklärte: „Ich schaue mich bereits anderweitig um, sortiere gerade ein wenig den Markt und mache mir Gedanken.“ Als Fußballer und Geschäftsmann mit mehreren Unternehmen in Köln wäre der FC für Podolski der natürliche für seine Rückkehr nach Deutschland, das Geißbockheim seine Heimat, der Klub auch über die aktive Zeit hinaus der Ort, an dem Podolski wirken möchte. Das betonte Podolski nun erneut: „Ich bleibe dabei, dass es für mich eine Herzensangelegenheit wäre, noch einmal für den FC zu spielen“, sagte der Spieler, der sich aber bewusst ist, dass dies schwierig werden dürfte. „Dazu gehören aber immer zwei Seiten, die das wollen und es passt. Das war in der Vergangenheit leider anders.“

Mehr Botschafter als ich kann man nicht sein

Weder Jörg Schmadtke in der Vergangenheit noch Armin Veh heute haben ernsthafte Versuche unternommen, den Fußballer Podolski noch einmal während seiner aktiven Zeit zum FC zurückzuholen. Doch zumindest hat der neue Vorstand um Präsident Werner Wolf längst Kontakt zu Podolski aufgenommen und erste Gespräche über eine Rolle des „Prinz Poldi“ beim FC geführt. „Im Sommer saß ich mit dem neuen Vorstand zusammen, wir hatten einen lockeren Austausch. Damals ging es um eine Botschafter-Rolle für den FC“, sagte Podolski. Doch der Stürmer verriet nun auch, dass ihn eine offizielle Botschafter-Rolle nicht wirklich interessiert. „Ich brauche dafür kein offizielles Amt. Mehr Botschafter, als ich in der ganzen Welt in den letzten Jahren für den FC war, kann man nicht sein.“

Vielmehr machte Podolski deutlich, dass er sich eine Rückkehr zum FC eher in einer anderen Rolle als nur einer rein repräsentativen vorstellen könnte. „Wenn ich beim FC was mache, dann in einer aktiveren Rolle“, stellte Podolski klar. Welche dies sein könnte, ließ er offen. Doch damit machte der 34-Jährige auch deutlich, dass er am Geißbockheim irgendwann mehr sein möchte als nur ein Grüßonkel für Fans und Netzwerker für potentielle Sponsoren. Podolski will künftig beim FC mitreden – und am liebsten vorher noch einmal die Fußballschuhe für die Geissböcke schnüren. Letzteres dürfte zumindest unter Sportchef Veh schwierig werden. Die Forderung nach einer „aktiveren Rolle“ hingegen dürfte beim Vorstand klar und deutlich angekommen sein.

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