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Beierlorzer erbost: „Müssen Zweikämpfe Liga-adäquat annehmen“


Nichts war es für den 1. FC Köln mit dem Ausbau der Mini-Serie. Mit 1:3 (1:1) haben die Geißböcke am Freitagabend beim 1. FSV Mainz 05 verloren. Nach früher Führung gelang den Kölnern im weiteren Spielverlauf der ersten Halbzeit nichts mehr. In der zweiten Hälfte war es ein Spiel mit offenem Visier, das in Robin Zentner den überragenden Torhüter sah und einen Schiedsrichter, der bei einem klaren Handspiel nicht auf Elfmeter entschied. Entsprechend angefressen zeigten sich hinterher auch die FC-Spieler. Die Stimmen zum Spiel. 

Aus Mainz berichtet Marc L. Merten

Louis Schaub: „Wir haben gut begonnen und sind verdient in Führung gegangen. Dann sind wir zu passiv geworden und haben den Gegner immer mehr kommen lassen. Wir haben um den Ausgleich gebettelt und ihn dann auch bekommen. Es war ganz schwierig für uns, vor der Halbzeit nochmal reinzukommen. In der zweiten Halbzeit hatten wir nochmal eine gute Phase, in der wir viel Druck erzeugt haben. Am Ende hat es nicht sollen sein. Es darf uns einfach nicht passieren, dass wir nach eigener Führung so passiv werden. Ich habe im Moment keine Erklärung dafür. Ich denke trotzdem, dass wir noch ein paar positive Dinge aus dem Spiel mitnehmen können.“

Simon Terodde: „Nach dem 1:0 haben wir ein bisschen nachgelassen und in den Offensivpositionen nicht mehr so gut die Bälle gehalten. Mainz hat uns permanent unter Druck gesetzt und ist verdient zum Ausgleich gekommen. In der Halbzeit haben wir uns gesammelt und dann war es ein anderes Spiel. Wir hatten zahlreiche Schusschancen, in denen wir aber entweder nicht richtig zum Abschluss kommen oder die falsche Entscheidung treffen. Dann kriegen wir durch einen Sonntagsschuss das 1:2 und Mainz kann immer tiefer verteidigen und das runter spielen. Das war eine extrem unnötige Niederlage. Ich weiß nicht, ob es ein Elfmeter war. Diese Situationen werden Woche für Woche anders entschieden. Darüber brauchen wir uns jetzt aber nicht ärgern, das bringt uns nichts.“

Wir hätten einen klaren Elfmeter kriegen müssen

Timo Horn: „Die Niederlage ist brutal. Wir haben gut angefangen und gehen in Führung. Dann haben die Mainzer richtig Druck gemacht und sind verdient zum Ausgleich gekommen. In der zweiten Halbzeit hatten wir viele Chancen, die wir leider nicht gemacht haben. Wir sind heute auch am Torwart gescheitert. Der Schuss zum 1:2 war Wahnsinn, kaum berechenbar. Das dritte Tor darf aber so nicht rein, deswegen rege ich mich auch so auf. Ich habe den Ball eigentlich schon sicher, hatte eine super Position und war mir sicher, dass ich ihn halte. Das sind eigentlich die Dinger, die mich auszeichnen, so wie in der Situation vorher, als ich noch parieren konnte. Dann springt er mir aber über den Fuß. Das ist Scheiße! Den kreide ich mir auf jeden Fall an. Im kurzen Eck darf ich den einfach nicht kassieren. Im Endeffekt war das Spiel dann gelaufen.“

Achim Beierlorzer: „Wir sind total enttäuscht. Die Niederlage war unnötig, und wenn ich den Videobeweis sehe, fühlt sie sich noch bescheuerter an, weil wir einen klaren Elfmeter hätten kriegen müssen. Wir müssen uns aber ankreiden, dass wir das Spiel selbst aus den Händen gegeben haben. Wir sind nach der Führung zu passiv geworden, haben eine ganze schwache Zweikampfführung gezeigt, und Mainz spielt den Ausgleich verdient und gut heraus. Wir haben uns in der Halbzeitpause neu justiert. Das ist uns gut gelungen, doch dann kommt aus dem Nichts das Tor von Quaison. Der Videobeweis, viele Klasse-Paraden von Zentner, am Ende war es eine unnötige Niederlage, die nicht hätte sein müssen. Es hat heute eigentlich Vieles ordentlich geklappt, ein ganz großes Aber ist, dass wir die Zweikämpfe Liga-adäquat annehmen müssen. Das haben wir heute in einigen Situationen nicht gemacht. Jetzt müssen wir am Dienstag im Pokal neu beginnen.“

Sandro Schwarz: „Heute war eine große Energie auf den Rängen zu spüren. Das war herausragend. Wir haben 15 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Wir sind mit dem Gegentor gut umgegangen und hätten zur Halbzeit sogar führen können. Nach der Pause war Köln besser, wir aber hatten das Momentum auf unserer Seite. Wir hatten mit Robin Zentner einen überragenden Torhüter und haben mit unserer Art und Weise das Spiel verdient gewonnen.“

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