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Extra-Training für Ehizibue: „Da geht noch viel, viel mehr“


Kingsley Ehizibue soll beim 1. FC Köln die große Lücke schließen, die in den letzten Jahren hinten rechts in der Viererkette geklafft hat. Der 24-Jährige schwankt bislang in seinen Leistungen jedoch immens. Beim FC wittert man großes Potential in dem immer gut gelaunten Niederländer und arbeitet gezielt mit ihm an dessen Schwächen.

Köln – Am Ende des Trainings am Montagnachmittag schnappte sich André Pawlak noch einmal Kingsley Ehizibue. Der Rechtsverteidiger sollte ein paar Extra-Übungen absolvieren. Zunächst wurde der Außenbahnspieler mit hohen Pässen an der Seitenauslinie versorgt. Diese musste Ehizibue mit dem ersten Kontakt annehmen und direkt nach vorne in seinen eigenen Laufweg leiten. Anschließend schlug „Easy“ Flanken auf Anthony Modeste im Strafraum. Als der Franzose eine perfekte Hereingabe des Niederländers per Seitfallzieher unter die Latte jagte, applaudierten die Zuschauer.

So wünschen sich die Fans Ehizibue und Modeste am liebsten schon am Sonntag im Heimspiel gegen den SC Paderborn. Doch bislang konnten beide keine konstanten Leistungen auf den Rasen bringen. Bei Modeste weiß man um dessen Qualitäten aus der Vergangenheit. Bei Ehizibue hofft man, dass der 24-Jährige den Sprung von PEC Zwolle zum 1. FC Köln schnell hinbekommt. Schnell auch deswegen, weil genau das die große Qualität des Rechtsverteidigers ist. Mit 35,85 km/h stellte Ehizibue im Spiel beim FC Schalke 04 einen Bundesliga-Rekord auf. Noch nie wurde ein Spieler mit einer solch hohen Sprint-Geschwindigkeit gemessen.

Der schnellste Spieler der Bundesliga

„Wir haben mit Easy den schnellsten Spieler der Bundesliga, aber wir wollen ihn natürlich dort fördern, wo wir ihn brauchen“, sagte Trainer Achim Beierlorzer am Montag. Das taktische Verhalten in der Defensive einerseits, aber auch die Waffen in der Offensive, seine Flanken und die Schnelligkeit. Dafür braucht Ehizibue einen sauberen, ersten Ballkontakt. „Wenn er den drin hat, ist er sofort weg von jedem Gegenspieler“, sagte Beierlorzer, der schon vor einer Woche den Mann mit der Nummer 19 in den höchsten Tönen gelobt hatte. „Easy ist ein toller Junge, der unheimlich viel Potential hat. Wir arbeiten fleißig mit ihm und es macht unheimlich Spaß, weil er sehr offen ist und alles annehmen möchte. Wir haben bei ihm schon einige herausragende Aktionen gesehen, aber da geht noch viel, viel mehr.“

In den kommenden Wochen soll Ehizibue mithelfen, die so wichtigen Spiele gegen Paderborn, Mainz und Düsseldorf erfolgreich zu bestreiten. Beierlorzer weiß, dass er einen stabilen Rechtsverteidiger braucht, der offensiv für Wirbel sorgt, aber defensiv absichert, ohne sich Aussetzer zu leisten. Im Testspiel am Donnerstag gegen Viktoria Köln bot sich Benno Schmitz mit einer starken Leistung als Alternative an. „Benno hat eine tolle erste Halbzeit gespielt. Das hat uns sehr gefreut“, sagte Beierlorzer und unterstrich: „Wir lassen uns den Konkurrenzkampf nicht nehmen.“ Dennoch: Ehizibue ist die Nummer eins auf rechts und soll sich auch dauerhaft gegen Schmitz und den aktuell verletzten Matthias Bader durchsetzen. Dafür muss er jedoch konstanter werden.

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