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Katterbach-Debüt als Hoffnungsschimmer für die FC-Jugend

Noah Katterbach wurde am Samstagabend auf Schalke der 531. Spieler, der ein Pflichtspiel für den 1. FC Köln bestritten hat. Der Youngster stand bei seinem Profi-Debüt über die vollen 90 Minuten auf dem Platz und heimste hinterher viel Lob für seine Leistung ein. Doch nicht nur für den Spieler selbst war sein erstes Bundesliga-Spiel von enormer Bedeutung. Für die gesamte FC-Jugend war sein Einsatz ein wichtiges Signal. 

Köln – Bei der diesjährigen Saisoneröffnung durfte sich Noah Katterbach erstmals vor 50.000 Fans auf den Stadionvorwiesen vorstellen. Nach seinen persönlichen Saisonzielen gefragt, erklärte der Spieler, der eigentlich noch für die U19 auflaufen könnte, hoffentlich in vielen Spielen für die U21 zum Einsatz kommen zu dürfen. Nach einem Muskelfaserriss in der Vorbereitung folgten schließlich vier Spiele über die volle Distanz in der Regionalliga. Den 5. Oktober allerdings dürfte der Linksverteidiger nicht mehr so schnell vergessen. Gegen den FC Schalke 04 kam Katterbach zu seiner Bundesliga-Premiere und durfte gleich über 90 Minuten ran.

Schmaler Grat bei der Talentförderung

Nachdem bereits Darko Churlinov am ersten Spieltag beim VfL Wolfsburg eingewechselt wurde und somit sein Profi-Debüt feierte, ist Katterbach nun schon der zweite Youngster, der von Achim Beierlorzer seine Chance bei den Profis erhielt. Nach sieben Spieltagen hat der FC mit Churlinov und Katterbach demnach bereits zwei Talente mehr als in der gesamten letzten Saison eingebunden. Die Verantwortlichen am Geißbockheim verfolgen einen klaren Plan mit ihren Talenten, den sie derzeit kompromisslos durchziehen. Insbesondere Nikolas Nartey und Darko Churlinov haben feststellen müssen, dass der aufgezeigte Weg nicht verhandelbar ist. Beide Spieler sahen ihre Zukunft sowohl im Training als auch in den Spielen bei der ersten Mannschaft und wurden kurzerhand in die U21 versetzt. Während Nartey schlussendlich die Geißböcke verließ und über den VfB Stuttgart zu Hansa Rostock wechselte, scheint sich Churlinov mit dem Plan der Verantwortlichen inzwischen angefreundet zu haben. Der mazedonische U21-Nationalspieler trainiert mittlerweile wieder mit den Profis und kommt gleichzeitig regelmäßig in der Regionalliga zum Einsatz. Dieser Umgang mit den Spielern ist als klares Zeichen des FC zu verstehen, sich von den eigenen Nachwuchsspielern nicht auf der Nase herumtanzen zu lassen. Gleichzeitig wandeln die Geißböcke damit auf einem schmalen Grat zwischen Talentförderung und eben jenem Verlust wie dem von Nikolas Nartey.

Er hat ein Statement gesetzt

Für den eigenen Nachwuchs ist die Einbindung von Churlinov und Katterbach im Vergleich zum Vorjahr zumindest ein wichtiges Signal, dass man beim 1. FC Köln seine Talente nicht aus den Augen lässt und ihnen im passenden Moment auch das Vertrauen schenkt. Auch die Tatsache, dass während der Länderspielpause erneut fünf Nachwuchsspieler bei den Profis trainieren dürfen und auch beim morgigen Testspiel gegen Viktoria Köln zum Einsatz kommen sollen, ist ein klares Zeichen für die Durchlässigkeit zwischen Nachwuchs und Profis.

Beierlorzer zumindest zeigte sich nach dem Profi-Debüt von Katterbach mehr als angetan von seinem Youngster und erklärte nochmal, dass seine Einsätze in der U21 den richtigen Zweck erfüllt hätten. „Noah hat sich in der U21 die Fitness und das Gefühl für die Bundesliga geholt.“ Ob der Linksverteidiger auch in den kommenden Wochen eine Option für die Startelf sein könnte, ließ der Trainer aber noch offen, zumal mit Birger Verstraete ein defensiver Mittelfeldspieler nach seiner Operation zurückkehrt und Jonas Hector somit wieder auf seine angestammte Position rücken könnte. „Das würde jetzt noch zu weit gehen, wenn ich mich festlegen würde. Aber Noah hat gebracht, was wir uns gewünscht hatten. Jetzt warten wir ab, wie er von der U19-Nationalmannschaft zurückkommt. Er hat ein Statement gesetzt, das steht erst einmal.“ Prinzipiell traut der Trainer seinem Schützling aber langfristig den Durchbruch in der Bundesliga zu. Auch, weil der 18-jährige nicht nur das nötige Talent auf dem Platz mitbringt, sondern auch von seiner Persönlichkeit den Anforderungen gewachsen scheint: „Noah ist klar im Kopf, ist ein bodenständiger Junge, der unheimlich viel kann. Unsere Aufgabe ist es, ihn jetzt stabil auf dieses Niveau zu bringen. Am Samstag war das schon mal Klasse.“

11 Kommentare
  1. Ulrich Treimer says:

    Der vom FC eingeschlagene Weg ist richtig und alternativlos. Man kann auch jederzeit die jungen Talente mal reinwerfen. Man kann dabei nur gewinnen. Und viele unserer Alternativen auf der Bank haben teilweise ihren Zenit schon weit überschritten, also dann doch bitte den Nachwuchs bringen.
    Der nächste Spieler wäre m. E. Jacobs. Kann der nicht auch mal auf der rechten Seite eingesetzt werden? Zur Zeit haben wir dort wieder eine größere Baustelle.

  2. Gerd Mrosk says:

    War es auch klasse ,obwohl er manche Bälle unbedrängt vor Nervosität ins Aus gespielt hat Er wurde von Minute zu Minute sicherer,von daher ist das auch noch mal ein Unterschied in der Startelf zu stehen oder ins laufende Spielgeschehen eingreifen zu müssen

    • Gerd Mrosk says:

      Weiss ich nicht,ist aber nachdem die 4 bekannt sind ,die getestet werden nur noch zweitrangig für jetzt.Denke wenn er wieder ganz fit ist und 1-2 Spiele macht bis zur nächsten Yogi Pause,dann wird er beim nächsten Freunschaftsspiel dabei sein

  3. Hans Wurst says:

    Ist natürlich schwierig, da unter Umständen ein Hochkaräter auf der Bank Platz nehmen müsste, aber wenn Katterbach fit ist, würde ich ihn gerne ein zweites Spiel hintereinander sehen. Natürlich gab es licht und Schatten, aber Hector hat mich als LV diese Saison bisher auch nicht überzeugt. Schlechtestenfalls müssten sich dann Hector und Verstraete um den Platz neben Skhiri streiten. Wäre zwar ungewöhnlich und mutig, unverdient und ausschließlich der Jugend geschuldet wäre es mmn aber nicht.

  4. Gerd Mrosk says:

    Ganz egal wie man dazu steht,welcher Trainer nimmt einen absoluten Führungsspieler wie Hector aus der Mannschaft???? Katterbach wird seine Einsätze bekommen,aber er wird nicht Hectors Platz in der Mannschaft,den Kapitän des 1.FC Köln bekommen.Hectors Leistungskurve steht und fällt mit der Mannschaftsleistung.Das ist bei der Löw Truppe so und auch beim FC.Stimmt meine These muss man davon ausgehen das Hector,wie letztes Jahr,lediglich für die 2.Liga taugt,aber international jeder Herausforderung gerecht werden kann.Ich bin froh,das er sich nicht wieder von Löw „benutzen“ lässt,sondern seine Verletzung hier auskuriert.

  5. Jhen says:

    Katterbachs Einsatz war auf jeden Fall richtig, seine Leistung war durchaus ansprechend aber nicht überragend. Seine Zweikampfquote sogar ganz schlecht. Dass er eingesetzt wurde und Hector im defensiven Mittelfeld spielte, war ein Wink in Richtung von Höger und Koziello. Es werden sich immer wieder Einsatzmöglichkeiten ergeben. Vermutlich aber eher als Einwechslung, sollte der FC z..B. einmal eine Führung verteidigen müssen und Hector deshalb in das Mittelfeld gezogen werden.

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