,

„Wir können am Sonntag vieles für uns regeln“


Der 1. FC Köln steht vor richtungsweisenden Wochen. An den kommenden drei Spieltagen treffen die Geißböcke auf drei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Den Anfang macht am Sonntag das Heimspiel gegen den Mitaufsteiger SC Paderborn. Schon da gilt es, die ein oder andere Negativ-Statistik zu brechen. Das weiß auch Achim Beierlorzer. 

Köln –  Seine Amtszeit beim 1. FC Köln hat Achim Beierlorzer direkt mit einem Negativ-Rekord begonnen: Noch kein FC-Trainer hatte bis dato seit seinem Debüt die ersten drei Heimspiele verloren. Durch die Niederlagen gegen Borussia Dortmund, Mönchengladbach und Hertha BSC steht diese Negativ-Serie für Beierlorzer jedoch nun vorerst in den Geschichtsbüchern.

Damit diese Bilanz nicht um ein weiteres Spiel anwächst, brauchen Beierlorzer und allen voran der FC am Sonntag Punkte. Zu Gast ist das bislang noch sieglose Tabellenschlusslicht aus Paderborn. Dass diese Aufgabe für die Geißböcke jedoch nicht einfach wird, zeigt allein ein Blick auf die vergangenen Duelle. Zwar ist die Kölner Mannschaft nach Angaben von Transfermarkt.de dreieinhalb Mal so wie wert wie der Mitaufsteiger, in den vergangenen Jahren war dies jedoch kein Indikator für den Ausgang des Spiels. Gegen die Ostwestfalen wartet der FC seit sechs Spielen auf einen Sieg. Der letzte Erfolg gegen Paderborn resultiert aus dem ersten Zweitligajahr nach dem vorletzten Abstieg 2012. In der Saison unter Trainer Holger Stanislawski konnte der FC beide Spiele gegen den SCP gewinnen. In der vergangenen Spielzeit gelangen der Mannschaft von Trainer Stefan Baumgart sogar drei Siege gegen das damals noch von Markus Anfang trainierte Team: Sowohl beide Ligaspiele, als auch ein Testspiel während einer Länderspielpause, gingen an den Gegner.

Wir können Sonntag vieles für uns regeln

Daher sagte Achim Beierlorzer unter der Woche auch zu Recht: „Wir können am Sonntag vieles für uns regeln.“ Mit einem Erfolg soll nicht nur der Vorsprung auf Paderborn auf sechs Punkte anwachsen, sondern auch der erste Sieg für Beierlorzer vor heimischen Publikum fallen. Auf einen Sieg im Heimspiel warten nun auch schon die Anhänger seit März, als der FC am 27. Spieltag der Zweiten Liga mit 4:0 über Holstein Kiel erfolgreich war. Saisonübergreifend stehen für die Kölner in Müngersdorf mittlerweile sogar fünf Niederlagen in Folge.

Schenken werden die Ostwestfalen dem FC den ersten Bundesliga-Heimsieg seit dem 18. März 2018 sicher nicht. Vor allem läuferisch wird die Baumgart-Truppe den Kölnern alles abverlangen. Mit 831,2 gelaufenen Kilometern liegt der Mitaufsteiger nach sieben Spieltagen hinter Leverkusen auf Platz zwei der Laufleistung. Die Kölner stehen in dieser Statistik bekanntlich auf dem letzten Platz. Ein Umstand, den Achim Beierlorzer in den vergangenen Wochen bei seiner Mannschaft immer wieder angesprochen und die Laufbereitschaft vermehrt eingefordert hat. „Das müssen wir aus dem einen oder anderen noch rauskitzeln“, sagte der Trainer am Dienstag. Beim 1:1 gegen den FC Schalke 04 hat diese Ansage anscheinend bereits gefruchtet, denn gegen die Königsblauen liefen die Kölner knapp zwei Kilometer mehr als ihr Gegner. Darüber hinaus fordert Beierlorzer von seinen Spielern im eigenen Spielaufbau pressingresistent zu sein. Die Gäste dürften versuchen, den FC im eigenen Stadion zu Fehlern zu zwingen. „Wir brauchen unter Druck ein stabiles Passspiel“, erklärte der Trainer hinsichtlich der Forderung an seine Mannschaft.

Der Oktober gibt die Richtung vor

Dabei macht der 51-jährige auch keinen Hehl daraus, dass nach vier sieglosen Spielen in Folge nun endlich der nächste Dreier her muss. „Wir müssen ja jetzt punkten. Wir können nicht sagen: Wir hatten ein schweres Auftaktprogramm, jetzt verlieren wir auch noch ein paar Spiele und dann kommt wieder das schwere Auftaktprogramm. So können wir nicht arbeiten. Das ist natürlich jetzt eine wichtige Phase.“ Nach dem Heimspiel gegen den SC Paderborn müssen die Kölner zum 1. FSV Mainz 05 und zu Fortuna Düsseldorf. Zwischendrin steigt noch die zweite Pokalrunde gegen den Regionalligisten 1. FC Saarbrücken. Klar dürfte sein: Gelingt dem in den Spielen bis Anfang November kein Befreiungsschlag aus dem Tabellenkeller, wird es ein ganz ungemütlicher Herbst am Geißbockheim.

 

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar