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Wohin geht die Reise? Noch drei Spiele bis zur Zwischenbilanz

Der 1. FC Köln ist mit vier Punkten aus sieben Spielen in die Länderspielpause gegangen. Freilich hätte man sich am Geißbockheim eine andere Ausbeute gewünscht, doch die große Zwischenbilanz soll erst nach dem zehnten Spieltag gezogen werden. Die kommenden drei Spiele gegen Paderborn, Mainz und Düsseldorf geben dem FC nun die Richtung vor. 

Köln – Schon zu Saisonbeginn kündigte Achim Beierlorzer an, ein erstes Resümee des Starts erst nach zehn Spieltagen ziehen zu wollen. In Anbetracht der Schwere des Auftaktprogramms an den ersten fünf Spieltagen war dies wohl ein durchaus nachvollziehbarer Gedankengang. Bekanntlich holten die Geißböcke aus den ersten fünf Partien drei Punkte. Viel mehr, so erklärte auch Armin Veh, sei bei diesen Gegnern auch nicht zu erwarten gewesen. Nach dem fünften Spieltag und der 0:4-Niederlage beim FC Bayern München wiederholte Beierlorzer erneut: „Ich habe gesagt: Nach zehn Spielen machen wir einen Schnitt und schauen, wie wir stehen. Um dann gut dazustehen, brauchen wir ab jetzt ordentlich Punkte.“ Doch statt den Worten im nächsten Heimspiel gegen Hertha BSC direkt Taten folgen zu lassen, unterlag die Mannschaft erneut mit 0:4. Der nächste Punkt folgte erst am vergangenen Samstag beim 1:1-Unentschieden in letzter Minute gegen Schalke 04.

Wiedergutmachung im Heimspiel gegen Paderborn?

Nach dem nun siebten Spieltag und vier Punkten bleiben Beierlorzer und seiner Mannschaft nun also noch drei Partien, ehe die große Zwischenbilanz gezogen werden soll. Mit dem SC Paderborn, Mainz 05 und Fortuna Düsseldorf treffen die Kölner dabei auf Gegner, die ebenfalls im Tabellenkeller stehen und mit denen man sich mindestens auf Augenhöhe wähnt. Beim Effzeh hatte man zu Saisonbeginn gehofft, nach eben jenem zehnten Spieltag bereits in ruhigen Gewässern der Tabelle zu schwimmen. Doch dafür bräuchte es nun voraussichtlich auch drei Siege, um sich von den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf etwas absetzen zu können. Klappt es auch gegen die Konkurrenz nicht mit den nächsten Saisonsiegen, könnte es für die Geißböcke vielmehr ein ungemütlicher Herbst werden. Insbesondere gegen den SC Paderborn dürfte der FC auf eine doppelte Wiedergutmachung hoffen: Zum einen wollen die Geißböcke erstmals seit saisonübergreifend fünf Heimspielen wieder einen Sieg vor heimischem Publikum einfahren. Zum anderen dürfte einigen Spielern daran gelegen sein, die beiden bitteren Niederlagen aus der Vorsaison gegen die Ostwestfalen wieder gut zu machen. Mit einem Erfolg könnten sich die FC-Spieler zudem gleichzeitig das nötige Selbstvertrauen für die beiden Auswärtsspiele in Mainz und Düsseldorf sowie das DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Saarbrücken holen.

Ich weiß, dass wir Erfolge brauchen

Unabhängig von den Ergebnissen bestätigte Achim Beierlorzer unter der Woche noch einmal, mit seiner Zeit in Köln bislang mehr als zufrieden zu sein. „Ich fühle mich hier richtig wohl. Das ist nicht immer abhängig von Punkten. Aber ich weiß schon, dass wir Erfolge brauchen. Wichtig ist für mich aber, dass ich die Mannschaft erreiche und die Spieler als Team funktionieren.“ Dass Mannschaft und Trainer an einem Strang ziehen, zeigten zuletzt vor allem die Bilder nach Schlusspfiff gegen Schalke, als der späte Punktgewinn wie ein Sieg gefeiert wurde. „Wir dürfen den Optimismus niemals verlieren, aber die Dinge auch nicht naiv erscheinen lassen. Wir arbeiten konzentriert, aber immer mit einem positiven Blick nach vorne“, erklärte Beierlorzer. Ein konzentriertes Arbeiten mit einer mannschaftlichen Geschlossenheit dürfte in den kommenden Wochen auch von essentieller Bedeutung sein, denn auch am Geißbockheim weiß man schon vor der großen Zwischenbilanz, dass die Partien gegen Paderborn, Mainz und Düsseldorf die Richtung für die kommenden Monate vorgeben.

6 Kommentare
  1. NICK says:

    Paderborn wird eines der schwierigsten Spiele der Saison, alleine mental schon – „verlieren verboten“, weil totale Blamage. Und Paderborn sieht uns als Mannschaft gegen die man die Punkte holen muss. DAS wird ein Spiel auf Augenhöhe. Auch wenn unser Kader doppelt so „wertvoll“ ist, Paderborn kommt als eingeschworener Haufen – zweimal hintereinander mit diesem Trainer aufgestiegen, die haben auch nix zu verlieren und eine Niederlage gegen uns ist für die auch keine „totale Blamage“. Die haben viel weniger zu verlieren als wir – Daher bitte nicht unterschätzen. Was die können, haben wir letztes Jahr gesehen…wir müssen natürlich auf Sieg spielen, aber bitte nicht „Hurra, Attacke!“. Eher etwas defensiver auftreten, die Jungs von denen sind schneller als Hector, Czichos, Mere, Shkiri und Verstraete…

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