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Doppelschlag perfekt! Der 1. FC Köln holt Heldt und Gisdol

Der 1. FC Köln hat seine Suche nach einem neuen Sportchef und nach einem neuen Cheftrainer abgeschlossen. Nachdem sich am Montag die Ereignisse überschlagen hatten, bestätigen die Geissböcke am späten Nachmittag die Verpflichtungen von Horst Heldt als Geschäftsführer Sport sowie von Markus Gisdol als künftigen FC-Trainer. Beide werden am Dienstag ihre Arbeit am Geißbockheim aufnehmen.

Köln – Was im Laufe des Tages durchgesickert war und viele überrascht hatte, ist nun perfekt. Nachdem Horst Heldt nach GBK-Informationen in der vergangenen Woche noch vom Gemeinsamen Ausschuss abgelehnt worden war, erhielt er am Sonntag doch noch die Bestätigung durch den GA. Darüber hinaus holten die Kölner mit Markus Gisdol den ehemaligen Bundesliga-Trainer des Hamburger SV und 1899 Hoffenheim, der beide Klubs schon einmal vor dem Abstieg gerettet hatte. Dies soll ihm nun auch beim FC gelingen. Heldt und Gisdol kennen sich aus gemeinsamen Zeiten beim FC Schalke 04.

Verträge bis 2021 – Gisdol mit Abstiegsklausel

Wie der FC erklärte, erhält Heldt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021. Auch Gisdol unterschrieb bis zum 30. Juni 2021. Allerdings ist der Vertrag nur für die Bundesliga gültig und würde sich im Falle eines Abstiegs in die Zweite Liga auflösen. „Wir haben uns bei der Besetzung der sportlichen Leitung die nötige Zeit genommen und nun die richtigen Leute gefunden, die über die Rückendeckung des Klubs verfügen“, sagte FC-Präsident Werner Wolf. „In unserer aktuellen Situation benötigen wir einen Sport-Geschäftsführer mit Erfahrung, der nicht nur die Liga, sondern auch den 1. FC Köln und sein Umfeld kennt und sich mit dieser Aufgabe voll identifiziert. All dies trifft auf Horst Heldt zu. Zudem sind wir sicher, dass Horst Heldt gut mit Alexander Wehrle und Frank Aehlig harmonieren wird.“

Darüber hinaus entschied sich der FC nach den Absagen von Bruno Labbadia und Pal Dardai für den Bundesliga- und Abstiegskampf-erfahrenen Gisdol. Der 50-Jährige bringt die Erfahrung aus 148 Spielen in Liga eins mit und wird in Köln an der Seite seines langjährigen Co-Trainers Frank Kaspari arbeiten. Der FC erklärte, dass durch die Verpflichtung Kasparis „die weitere Besetzung des Trainerstabs zeitnah entschieden wird“ und somit die Personalien André Pawlak und Manfred Schmid noch geklärt werden müssen. Lizenzspielerleiter Frank Aehlig teilte der Mannschaft am Montagnachmittag nach dem Training die Entscheidung der FC-Führung mit.

Der FC ist für mich nicht irgendein Job

„Markus stand von Anfang an auf meiner Liste der Trainer, denen ich absolut zutraue, unsere Mannschaft zu stabilisieren und mit ihr die nötigen Siege zu holen“, sagte Aehlig. „Markus ist ein erfahrener Trainer und hat bei seinen bisherigen Stationen bewiesen, dass er einer Mannschaft in einer solchen Situation helfen und die richtigen Impulse setzen kann. Er ist stressresistent und kennt das unruhige Umfeld eines großen Traditionsvereins aus seiner Hamburger Zeit. Zugleich hat er sowohl im Profi- als auch im Nachwuchsbereich gezeigt, dass er Spieler und Mannschaften entwickeln kann.“

Heldt und Gisdol kennen sich zudem bereits aus ihrer gemeinsamen Zeit beim FC Schalke 04. Darüber hinaus kehrt Heldt, in Königswinter geboren und beim FC zum Profi gereift, an seine alte Wirkungsstätte zurück. „Der FC ist für mich nicht irgendein Job. Ich kehre zu dem Verein zurück, bei dem ich Profi wurde und mit dem mich nach zehn gemeinsamen Jahren sehr viel verbindet“, sagte der heute 49-Jährige. „Die Situation ist nicht einfach, aber sie ist auch nicht so schlecht, wie es momentan manchmal dargestellt wird. Der 1. FC Köln ist professionell aufgestellt und hat ein riesiges Potenzial. Ich werde alles dafür tun, damit der FC seine Ziele erreicht und freue mich riesig auf diese Aufgabe.“ Heldt und Gisdol werden sich am Dienstag auf einer Pressekonferenz offiziell vorstellen. Das erste öffentliche Training unter Gisdol wird am Dienstagnachmittag stattfinden.

70 Kommentare
  1. Klaus-Uwe Saiko says:

    Na dann fielen jetzt die Entscheidungen aber doch recht schnell. Gratuliere ! Wünschen wir den beiden Neuzugängen viel Erfolg und gutes Gelingen. Schenken wir Ihnen erstmal das Vertrauen. Und ein Schwabe (aus Geislingen) ist es auch wieder geworden. Es grüßt den neuen Kölner aus der Nachbarstadt Göppingen der Klaus…

  2. Karl Heinz Lenz says:

    Ich las eben in einigen Medien, dass Markus Gisdol für den FC nur eine „C-Lösung“ sei. Journalisten-Gerede. Wer ein bisschen Erfahrung im Berufsleben hat, der weiß, dass viele derjenigen, die erfolgreich wichtige Funktionen wahrnehmen, ursprünglich B-, C-, D- oder E-Lösungen waren – und sich trotzdem bewähren. Das trifft mit Sicherheit auch für jede Menge von Trainern und Managern im Profifußball zu. Bei Journalisten ist das anders. Das sind alles A-Lösungen. ;-)

    • tj_cologne says:

      Eine C-Lösung ist aber trotzdem eine C-Lösung. Ob erfolgreich oder nicht ist damit ja nicht gesagt.
      A: Labbadia
      B: Dardai
      C: Gisdol.

      Aufgrund der nahezu identischen Spielphilosophie von Gisdol und Beierlorzer bin ich erstmal skeptisch ob die Truppe das umsetzen kann…
      ich wünsche Heldt und Gisdol aber das beste und hoffe, dass sie die Kurve kriegen!

      Meinen Respekt haben sie schon, da sie sich den FC antun. Mit seinen 503848 Mitentscheidenden Personen, die nahezu jede richtungsweisende Entscheidung erschweren.

  3. mapema says:

    Viel Glück den beiden. Auch wenn ich nicht begeistert bin, werde ich weiterhin den Verein unterstützen und hoffen, dass beide erfolgreich bei uns arbeiten.
    Zumindest sind die Standard 4 Jahres Verträge mit Veh zusammen verschwunden.

  4. Effka says:

    Am Ende werden wir froh sein das M.G zu uns gekommen ist . Das zeugt von Eier in der Hose zu uns zu kommen. Er bürstet auch mal gegen den Strich und wird der Truppe schon zeigen wo die Reise hingeht. Der ein oder andere wird sich gehörig umschauen , dessen bin ich mir sicher.
    Die Kuschelansprachen werden vorbei sein.

  5. Huey L. says:

    Klasse, das hier im Geißblog unter diesem Bericht bislang so sachlich kommentiert und nicht die übliche Polemik- und Vorverurteilungsschublade geöffnet wurde.
    Geben wir unserem neuen Gespann eine faire Chance, das haben sie mehr als verdient und hoffen wir, dass sie unseren FC auf stabilere Pfade bringen. Nur darum geht‘ s erstmal.
    In diesem Sinne: Willkommen Markus Gisdol und Horst Heldt, macht ett!

  6. Uli E. says:

    Gefällt mir sehr gut wie hier kommentiert wird…. ich befürchte allerdings das die Aussage von HH das die Situation nicht so schlimm ist wie sie oft dargestellt wird dafür sorgen wird das bald wieder die üblichen Verdächtigen hier auftauchen werden. Denn eigentlich sind wir ja schon abgestiegen

  7. Thueringer says:

    Heldt finde ich ist eine gute Lösung.
    Bei Gisdol sollte man bis zur Winterpause schauen was er mit der Mannschaft aufs Parkett bringt.
    Bei den Verträgen hat man ja wirklich dazu gelernt.
    Also viel Erfolg den beiden und auf geht’s Effzeh.

    • Klaus-Uwe Saiko says:

      Denke das bleibt nicht aus und ist auch richtig so. Für mich haben einige Spieler zu viel einen sogenannten „Rentenvertrag“ der nicht zur Höchstleistung anspornt. Darüber sollten die Verantwortlichen mal nachdenken und dies vielleicht in Zukunft auch ändern. Warum keine Leistungs- bzw. Einsatzzeitbezogenen Verträge, da würde so mancher aus der Mannschaft etwas flinker werden…

  8. ingman says:

    Die Verpflichtung von HH finde ich absolut legitim und nachvollziehbar.
    Was MG betrifft…hätte ich mir eher eine andere Lösung gewünscht…aber ….1. sind ja keine so tollen anderen Lösungen verfügbar und 2. gehört es sich dem neuen Trainer Respekt entgegen zu bringen und die Entscheidung des Vorstandes zu respektieren.
    Ich wünsche den beiden neuen Herren eine glückliche Hand, eine gute Strategie und bessere Zeiten für und mit unserem FC.

  9. Michael H says:

    Nunja. Auch wenn ich persönlich Beierlorzer deutlich mehr Zeit gegeben hätte – jetzt rettet er halt Mainz. Mit Union und Paderborn sollten wir aber immernoch zwei Clubs hinter uns lassen. Hoffentlich gibt es dann auch noch einen dritten. Düsseldorf beispielsweise.

    Gisdol kenne ich kaum. Die üblichen Medien scheinen in ihm aber keinen Heilsbringer zu sehen. Vielleicht ist das aber gar nicht so schlecht. Ich hoffe nur, dass er den Spielern mal klar macht, dass sie ihren Job besser ernst nehmen.

    Heldt? Er mag was von Fußball verstehen, aber ich finde es schlimm, wie er sich damals verhalten hat. Das sahen wohl auch einige Gremienmitglieder so. Vertraut man ihm? Vielleicht. Glaube ich, dass er den Job ernster nehmen wird als Veh das getan hat? Nein.

    Nun, mal schauen wie sich das entwickelt. Im Winter sehen wir weiter.

  10. Klaus Höhner says:

    Die Komentare sind ja sehr moderat das finde ich schon mal positiv, man sollte beiden eine faire Chance geben. Den Express wie auch Kicker eine Zeitlang nicht lesen die haben uns noch nie Punkte gebracht, immer den gleichen Satz das haben wir schon vor längerem gemeldet, das heißt wir haben alles gewusst. Hoffen wir das beste.

  11. Michael Sabatini says:

    Horst Helft ist eine gute Wahl für den Verein, er kennt den Verein und das Kölner Umfeld und die Erwartungen. Was Gisdol angeht habe ich große Zweifel! Da würde es mich nicht wundern wenn wir nächstes Jahr einen neuen Trainer bekommen. Vielleicht geschieht ein Wunder!

  12. Klaus Skowronek says:

    Ich nehme ja an, dass unser Herr Cleverle (Wehrle) mit dem ehemaligen Trainer Beierloser einen ähnlichen Abfindungsvertrag ausgehandelt hat, wie dies Hannover 96 mit Horst Heldt getan hat. Das heißt, eine Staffelung, je nachdem, wie schnell Herr Beierloser einen neuen Verein findet…..oder etwa nicht? Ablöse an Regensburg, Zweijahresvertrag für einen Anfänger und dann noch eine vermeintlich hohe Ablösesumme. Na klasse!
    Hallo und dem sympathischen und hoffentlich nicht zu weichem und nachsichtigem Herrn Gisdol drücke ich die Daumen und wünsche alles Gute.

  13. FC Neukoelln says:

    Ich möchte mich entschuldigen, sollte ich hier ein wenig die Partystimmung trüben. Ich habe mich eigentlich immer bemüht, hier weitestgehend positiv zu verstärken, insofern mir nicht – wie das ein oder andere mal geschehen – das nötige Maß an Seriosität abhanden gekommen sein mag.
    Meine Mitbewohnerin ist HSV-Fan und ich erinnere mich an unzählige Abende, an denen mir das Gesicht von Herrn Gisdol als in sich gefallen, leidend, völlig paralysiert und fast depressiv in Erinnerung blieb. Ich schreibe dies ausdrücklich ohne gegen die Person Gisdol oder seine Spielphilosophie anstänkern zu wollen. Denn die kenne ich sowohl als auch nur ungenügend.
    Ich schreibe dies aber sehr wohl im Wissen um die Mechanismen hier in und um diesen Verein – und das bezieht Euch alle mit ein, also alle, die sich hier regelmässig zu Wort melden. Ihr werdet diesen Trainer genauso zerreissen, wie Ihr es bei dem davor bereits getan habt. Ein Trainer im Übrigen, der (wie sich so ziemlich ausnahmslos alle einig waren) nach einem mörderischen Auftaktprogramm von 6 Spielen, in denen quasi nichts zu gewinnen war, gerade einmal weitere 5 Spiele später komplett zerlegt war (jaaaa Pokal blabla pfff). Ohne jegliche Rückendeckung von nichts und niemandem (ich glaube auch, dass er Mainz stabilisieren wird und wünsche ihm dabei ehrlich alles gute). Weil Gisdol einfach nicht in dieses Haifischbecken, diesen zum Kotzen schlecht geführten Verein passt, und wer zwischen den Zeilen liest findet darin sogar ein Kompliment für Gisdol.
    DAS ist also jetzt die Lösung, nach der alle geschrien haben, die Beierlorzer so erfolgreich zum Teufel gejagt haben? Ich habe das schon mal so ähnlich geschrieben hier: in einer Stadt mit überhitztem Wohnungsmarkt ist man gut beraten, seine Wohnung erst dann zu kündigen, wenn man den Vertrag für seine neue unterschrieben hat. Hier nach Labbadia und Dardai mit Gisdol aufzuwarten macht die Umzugskartons in den 5. Stock ohne Aufzug irgendwie nicht leichter. Ach so sind ja nur 3 Stockwerke in Köln.
    Ich wünsche mir, dem FC, Gisdol und allen hier, dass ich mich täusche. Jetzt ziehe ich halt mal die Flunsch Ihr Flitzpiepen und Trainerverjager.

  14. Hennes48 says:

    Gisdol hat nun nochmal die große Chance zu zeigen, dass er es kann…das kann nur positiv für den FC sein.
    Einen Kuschelkurs wird er sich in dieser Rolle eher nicht leisten wollen.
    Ich hoffe darauf, dass er das faule Obst ausmistet und wieder zumindest ein Stück weit eine Mannschaft formen kann.
    Und Horst Heldt bekommt ebenfalls eine weitere (letzte) Chance…kann ebenfalls nur gut für uns sein!
    Viel Erfolg!!!
    Allerdings sehe ich den Ablauf bei der Personalfindung insgesamt schon ziemlich kritisch. Kein Ruhmesblatt für den Vorstand!

  15. Klaus Skowronek says:

    Ich kann diese sinnlose Gerede über die positiven Seiten von Herrn Beierloser nicht mehr hören und lesen. Ein Trainer, der offensichtlich zu keinem Zeitpunkt auch nur phasenweise seine Mannschaft im Griff hatte, der über Wochen schlechte Zweikampfwerte und zu wenig Laufbereitschaft angemahnt, aber offensichtlich nicht umsetzen und ändern konnte. Ein Trainer, der statt mehr und intensiverem Training seiner Truppe lieber frei gegeben hat.

  16. DeKa says:

    Seit dem ersten Abstieg 1998 haben sich ja so einige Protagonisten am oder beim Effzeh versucht. Am Ende ihrer Mission waren sie alle krachend gescheitert. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es mal welche dauerhaft auf die Kette kriegen. Von daher, auf ein neues Kapitel in der Effzeh-Historie. ;-)

  17. Harley says:

    Held hat ja den Trainer 2012 ( Co Trainer in 04 ) schon mal entlassen. Das gibt ja ein Vertrauensverhältnis hoch drei. Mo freut sich auch dolle. Kann ja sein das es trotzdem passt und der glorreiche FC so gerade in Liga 1 bleibt. Wünsche es den Fans .

  18. Norbert Kille says:

    So – geht doch. War in Anbetracht der Situation die plausibelste Lösung. Also erst mal Herzlich Willkommen Markus Gisdol und Horst Heldt. Bevor der arme Tony Modeste nun anfängt nervös zu werden, damals als der böse Markus ihm immer nur auswärts berücksichtigt hat und als Einwechselspieler betrachtete: Das waren die Alternativen die Gisdol damals hatte : Ádám Szalai; Kevin Volland (!); Roberto Firmino (!) und Tony Modeste …
    Ich glaube das wird schon mit den beiden ;-)

  19. Boom77 says:

    So… nach einer Nacht drüber schlafen, interessiert mich eigentlich am brennensten, was major und Co. sich schon für Namen ausgedacht haben, falls Gisdol es nicht schaffen sollte. Beim Horsti ist das ja einfach… der wird zum „Alphahorst“. Aber beim Markus? „Gisloser“ oder habt ihr Euch da schon was originelleres ausgedacht? ;)

  20. Gerd Mrosk says:

    Dem Major ist aus gutem Grund die jeweilige „Vereinsführung“ suspekt und ein tiefer Dorn im Auge….nachvollziehbar. Es kommt daher eher bald sowas wie ein Wolf im Schafspelz,ein Galoppchef ohne Hufe oder ein Jahrzehntwechsel ohne Double. Ich kann seiner Ohnmacht schon weitestgehend folgen ,was ein Mitsprache-oder Mitbestimmungsrecht betrifft. Iwo war sowas ähnliches ja mal angedacht.

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