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Gisdol stellt sich vor: „Ich weiß, was ich zu leisten im Stande bin“


Der 1. FC Köln hat neben Sportchef Horst Heldt am Dienstag auch Markus Gisdol als neuen Cheftrainer vorgestellt. Bei seinem ersten Training am Nachmittag schien nach dem Dauerregen der letzten Tage sogar zwischenzeitlich die Sonne. Der 50-Jährige weiß um die Skepsis, die ihm im Umfeld des Klubs begegnet, strahlte bei seiner Präsentation aber Zuversicht und Erfahrung im Abstiegskampf aus.

Köln – Zwischen dem neuen Geschäftsführer Heldt und Präsident Werner Wolf saß Gisdol am Dienstag auf der Antritts-Pressekonferenz. Zuvor hatte der neue FC-Coach erstmals zu seiner Mannschaft gesprochen. Eine Ansprache, die Heldt später ausdrücklich lobte. Nach der medialen Präsentation ging es schnurstracks auf den Trainingsplatz. In vier Tagen steht erste Pflichtspiel unter Gisdol an. Bis dahin muss sich der neue Übungsleiter bereits einen ersten Überblick über den Kader verschafft haben. Gisdol sprach am Dienstag über…

…den Kontakt zum FC: „Man hat ja schnell ein erstes Gefühl, wenn man von einem Klub angerufen wird. Man weiß selbst, was man kann und was man schon in welchen Situationen bewiesen hat. Es waren sehr gute Gespräche und ich bin glücklich, ausgewählt worden zu sein. Ich bin dankbar, dass Horst Heldt an meiner Seite sein wird, der den Klub gut kennt. Ich habe einen Co-Trainer, der die Mannschaft gut kennt. Und ich selbst werde alles tun, den Klub so schnell wie möglich kennen zu lernen.“

…die sportliche Situation: „Es ist eine schwierige Situation, wir müssen uns nichts vormachen. Wir müssen grundlegend arbeiten und schauen, was zu unserer Mannschaft passt. Ich weiß, was es bedeutet zu einem Klub zu kommen, bei dem es gerade nicht so läuft. Oftmals empfindet der Klub seine eigene Situation als viel schlimmer, wie es tatsächlich ist. Wir müssen es daher mit voller Energie, aber auch mit Gelassenheit angehen, damit sich die Mannschaft so präsentieren kann, um erfolgreich zu sein.“

Wäre doch geil, Tony in Bestform hinzubekommen

…die Skepsis im Umfeld bezüglich seiner Person: „Man nimmt es wahr und es ist legitim, dass sich die Fans äußern. Ich kann nur sagen: Ich weiß, was mich erwartet und was ich zu leisten im Stande bin. Aber das kann kein ‚Ich‘ sein, sondern muss ein ‚Wir‘ sein. Dieses ‚Wir‘ müssen wir auf das Team übertragen. Ich kann die schönsten Geschichten erzählen, wie toll ich etwas mache, aber am Ende wird nur zählen, ob wir weiter in der Bundesliga sein werden.“

…die ersten Schritte als FC-Trainer: „Die Panikmache ist oft groß. Ich will mir aber keine Hektik machen, sondern muss eine Beziehung zur Mannschaft aufbauen. Ich habe die Fähigkeit Spieler mit einfachen Hilfen schnell auf den richtigen Weg zu bringen. Wir brauchen ein gutes Verteidigen, egal, auf welcher Höhe wir pressen. Wir brauchen einfache Mechanismen, die der Mannschaft helfen.“

…sein Verhältnis zu Anthony Modeste: „Ich habe Tony schon getroffen und wir haben uns zugelächelt. (lacht) Wir hatten eine sehr erfolgreiche Zeit in Hoffenheim, nachdem ich ihn aus Bastia geholt hatte. In der zweiten Saison war die Konkurrenzsituation im Sturm eine andere. Wir haben ein anständiges Verhältnis. Eines ist klar: Wir brauchen Tony in Bestform, und es wäre doch geil, wenn wir ihn hinbekommen würden.“

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