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Abwehr-Engpass: Meré vor Rückkehr ins Mannschaftstraining


Wenn der 1. FC Köln am Dienstag um 10 Uhr erstmals in der neuen Woche am Geißbockheim trainiert, soll Jorge Meré wieder mit auf dem Platz stehen. Der Spanier hat seinen Muskelfaserriss auskuriert, seine Rückkehr ins Teamtraining wird beim FC mit großer Freude erwartet. Denn in der Abwehr gibt es vor dem Spiel bei Union Berlin am Sonntag einen personellen Engpass.

Köln – Rafael Czichos und Jonas Hector fallen bekanntlich am Sonntag nach Gelb-Roter respektive fünfter Gelber Karte aus. Beim FC Union müssen also andere Akteure das Tor von Timo Horn verteidigen. In der Innenverteidigung sind die Alternativen jedoch rar gesät. Sebastiaan Bornauw ist gesetzt, Lasse Sobiech hat aber bislang noch keine einzige Pflichtspiel-Minute absolviert. Und bei allen Bekenntnissen der Verantwortlichen zum Kader setzen sie vor dem Spiel am Sonntag ihre Hoffnungen vor allem in eine rechtzeitige Genesung Merés.

Für Sobiech würde freilich sprechen, dass der erfahrene Zweitliga-Verteidiger der letzten Jahre sehr genau wüsste, was ihn an der Alten Försterei erwarten würde. Der 28-Jährige wäre eigentlich prädestiniert für die rustikale und kämpferisch anspruchsvolle Aufgabe bei Union. Zudem zählen weder fehlende Spielpraxis noch fehlendes Tempo im Vergleich zu Meré als Kriterien, denn auch der Spanier hat bislang in dieser Saison nur selten gespielt und noch seltener überzeugt, gilt überdies ebenfalls nicht als sprintstark. Andere Qualitäten, insbesondere im Stellungsspiel und im Spielaufbau, sprechen hingegen klar für den Spanier.

Jedoch hat Meré in dieser Saison bislang kaum seinen Leistungszenit erreichen können. Sein bestes Spiel machte er als zentraler Spieler in einer Dreierkette gegen Hoffenheim. Seinen zwischenzeitlichen Tiefpunkt dagegen erlebte er im DFB-Pokal in Saarbrücken. Nach seiner Muskelverletzung will er nun unter dem neuen Trainer Markus Gisdol neu angreifen. „Wenn alles nach Plan läuft, wird Jorge am Dienstag wieder mit der Mannschaft trainieren“, sagte Gisdol am Sonntag. „Ob er dann einsatzfähig sein wird, werden wir im Laufe der Woche sehen. Zum Glück haben wir aber eine lange Trainingswoche mit dem Spiel erst am Sonntag.“ Zwei Trainingseinheiten am Dienstag sowie jeweils eine von Mittwoch bis Samstag bleiben Meré, um wieder fit zu werden – und um sich im Zweikampf um den frei gewordenen Platz in der Innenverteidigung gegen Sobiech durchzusetzen.

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