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Kölner Glückseligkeit: „Es ist alles geil gerade!“


Nach 30 Minuten sah der 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt wie der sichere Verlierer aus. Mit 0:2 lagen die Geissböcke zurück, es roch bald nach dem dritten Gegentor. Doch stattdessen zogen sich die Kölner selbst aus dem Schlamassel und drehten die Partie in beeindruckender Manier. Die Stimmen zum Spiel.

Aus Frankfurt berichtet Jonas Klee

Benno Schmitz:„Wir sind schwer reingekommen. Die Abstände waren zu groß und wir mussten uns nach den Standards erst einmal durchschütteln. Da hat uns das 1:2 durch Jonas geholfen. Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, uns den Arsch aufzureißen. Dann werden wir schon belohnt. Zum Glück haben wir dann auch wirklich die Tore gemacht. Die Moral war immer da, aber es haben die Erfolgserlebnisse gefehlt. Da hat der Sieg gegen Leverkusen geholfen. Wir haben uns heute reingebissen und es ist schön, dass wir jetzt auf dem 15. Platz stehen. Der Trainer spielt eine wichtige Rolle. Wir verteidigen mutig und er redet uns ein, dass wir mehr laufen und mehr investieren. Das wird auch der Schlüssel gegen Bremen.“

Ismail Jakobs:„Die Mannschaft ist positiv drauf. Wir haben alle an uns geglaubt, auch der Trainer. Wir haben in der zweiten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht. Der Trainer hat uns gesagt, dass Frankfurt in der zweiten Hälfte müde werden würde. Wir sind nicht müde geworden. Wir hatten läuferisch und kämpferisch mehr drauf. Deswegen waren wir stärker und haben verdient gewonnen. Das Tor fühlt sich großartig an, das war ein Gänsehaut-Moment, den ich nie vergessen werden. Es ist alles geil gerade. Ich bin gelernter Linksverteidiger und fühle mich da eigentlich wohler. Aber Hauptsache, ich stehe auf dem Feld. Ich gebe alles, egal auf welcher Position. Die Gelbe Karte (für das Trikot-Ausziehen) war scheißegal. Ich gehe jetzt früh schlafen, denn morgen ist Training.“

Eine super Leistung in der zweiten Halbzeit

Florian Kainz:„Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit den beiden Vorlagen helfen konnte, aber man muss die Mannschaft loben. Sie hat eine super Leistung in der zweiten Halbzeit gezeigt. Wir haben nicht aufgesteckt und an uns geglaubt.“

Markus Gisdol: „Wenn man sich vorher aussuchen dürfte, wie man ein Auswärtsspiel gewinnen möchte, dann würde man das so nehmen. Die ersten zehn Minuten war Eintracht mit viel Wucht da und hat uns große Probleme bereitet. Nach dem Gegentor waren wir eigentlich besser drin, kriegen dann aber wieder nach einem Standard ein viel zu einfaches Tor. Doch wir sind danach ruhig geblieben und haben unsere Chance gesucht. Der Anschlusstreffer war folgerichtig, wenn auch etwas glücklich. In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt: ‚Bleibt ruhig!‘ Das Spiel hat sich dann zu unseren Gunsten gedreht. Hinten raus haben wir uns belohnt und letztendlich einen verdienten Sieg eingefahren.“

Adi Hütter: „Ich möchte mich heute vor die Mannschaft stellen und eine Lanze brechen. Das Team muss im Moment unglaublich viel leisten und die Müdigkeit ist einfach da. Bei Standardsituation sind wir gefährlich. Der abgefälschte Schuss vor der Pause war sicherlich der Knackpunkt. Auch wenn wir noch unsere Chancen hatten, hinten raus hat Köln verdient gewonnen.“

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