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Heldt bestätigt Interesse: Geduld im Poker um Höwedes


Kann der 1. FC Köln die Verpflichtung von Benedikt Höwedes perfekt machen? Die Geissböcke wollen den Innenverteidiger von Lokomotive Moskau verpflichten. Das hat Sportchef Horst Heldt am Montag dem GEISSBLOG.KOELN bestätigt. Doch es hängt nicht am FC. Der Spieler muss mit seinem Verein klären, ob ein Transfer tatsächlich möglich ist – und wenn ja, zu welchen Konditionen.

Köln – Horst Heldt machte es kurz und knapp: „Wir beschäftigen uns mit der Personalie“, sagte der 50-Jährige auf GBK-Nachfrage. Mehr wollte der Sportchef aber nicht sagen. Der Ball liegt bei Benedikt Höwedes und Lokomotive Moskau. Der 31-Jährige ist sich nach Informationen dieser Onlinezeitung mit dem FC grundsätzlich über einen Wechsel einig. Die Vereine konnten aber noch nicht in Verhandlung treten, weil der Spieler zunächst abklopfen muss, unter welchen Bedingungen ein Abschied denkbar ist.

Klar ist: Die Geissböcke können aufgrund der unsicheren Tabellenkonstellation in der Bundesliga Höwedes nur ausleihen. Da der Vertrag des Innenverteidigers bis 2021 läuft, scheinen die Russen aber bislang nur gewillt einem Verkauf zuzustimmen. Das kommt für den FC nicht in Frage, und so muss Höwedes klären, unter welchen Bedingungen ein Leihgeschäft des Lok-Stammspielers nach Köln möglich wäre. Eine Kaufoption könnte eine Option sein, eine andere eine Kaufpflicht im Falle des Kölner Klassenerhalts. Letzteres wäre aber aus Kölner Sicht ein Risiko, das man wohl nicht bereit wäre einzugehen. Darüber hinaus muss Höwedes klären, inwiefern Moskau bereit wäre im Falle eines Leihgeschäfts Teile des üppigen Gehalts des Weltmeisters von 2014 zu übernehmen.

Meré nur noch Innenverteidiger Nummer vier?

Höwedes ist bereit für den FC und für eine Rückkehr in die Bundesliga auf Teile seines Gehalts zu verzichten. Der 31-Jährige möchte nicht nur zurück in die Bundesliga, sondern auch zurück zu seiner Familie. Seine Frau lebt mit einem gemeinsamen Kind in Düsseldorf. Dort könnte Höwedes im Falle eines Wechsels wieder wohnen und für den FC auflaufen. Doch bei den Geissböcken ist man sich bewusst, dass die Chancen auf Höwedes aktuell nicht realistisch zu bewerten sind. Viel Zeit will man den Russen nicht einräumen, um die Personalie zu klären. Schließlich haben die bisherigen Wunschlösungen (Simon Falette, Ben Gibson) nicht funktioniert. Sollten sich die Chancen auf einen Höwedes-Deal also minimieren, würde Köln möglichen Alternativen nachgehen.

Klar ist, dass der FC einen Innenverteidiger verpflichten möchte und im Falle eines Transfers mit dann fünf zentralen Verteidigern im Kader noch einen weiteren Spieler abgeben könnte. Dies wäre wohl Lasse Sobiech, der schon jetzt kaum mehr Chancen auf weitere Bundesliga-Einsätze hat. In Benidorm kochten auch die Gerüchte um Jorge Meré wieder hoch, doch um den Spanier ist es aktuell dem Vernehmen nach ruhig. Ob sich dies bei einer Höwedes-Verpflichutng ändern würde, ist nicht absehbar. Klar ist: Höwedes würde nicht als Edel-Ersatzspieler nach Köln kommen, sondern mit dem Anspruch sofort um einen Stammplatz zu kämpfen. Meré würde dann sogar die Rolle der Nummer vier in der Innenverteidigung drohen.

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