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Holt der FC Abwehr-Allrounder und Weltmeister Höwedes?


Angelt sich der 1. FC Köln eine Weltmeister von 2014? Benedikt Höwedes soll Berichten des EXPRESS und des Kölner Stadt-Anzeigers zufolge vor einer Leihe von Lokomotive Moskau zu den Geissböcken stehen. Der 31-Jährige wäre für den Effzeh in doppelter Hinsicht interessant, könnte er doch nicht nur auf der gesuchten Innenverteidiger-Position spielen, sondern auch als Rechtsverteidiger.

Köln – Simon Falette ging nach Istanbul, Ben Gibson hat in England einen großen Markt, gegen den die Geissböcke nicht ankommen. Sportchef Horst Heldt hat sich daher offenbar anderweitig umgesehen, um die Position des gesuchten Innenverteidigers mit einem Bundesliga-Routinier zu füllen. Benedikt Höwedes soll Medienberichten zufolge vor einem Wechsel zum FC stehen. Zunächst ist eine Leihe geplant, ob eine Kaufoption von FC-Seiten gewünscht und für Lok Moskau akzeptabel wäre, ist unklar.

Klar ist, dass Horst Heldt erst vor zwei Wochen erfolgreiche Verhandlungen mit Höwedes‘ Berater führte und Mark Uth aus dem Hause Sportstotal und Volker Struth zum FC holte. Höwedes, der in seiner Karriere über 300 Spiele für den FC Schalke 04 absolvierte, mit Deutschland 2014 Weltmeister wurde und neben fast 300 Karriere-Pflichtspielen als Innenverteidiger auch schon über 50 Mal als Rechtsverteidiger auflief, könnte beim FC gleich beide Positionen mit neuem Leben füllen, auf denen Sportchef Heldt gerne noch nachrüsten würde. Eigentlich hätte es finanziell für einen Rechtsverteidiger nicht mehr gereicht, mit Höwedes würden die Geissböcke zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Höwedes will offenbar zurück in die Bundesliga

Der FC soll mit Höwedes weitgehend einig sein, wobei der 31-Jährige deutliche Gehaltseinbußen in Kauf nehmen müsste. Die Verhandlungen zwischen den Vereinen könnten Anfang der Woche abgeschlossen werden, sodass Höwedes im Idealfall schon für die Partie gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Samstag zum Kader gehören könnte. Der kopfballstarke Verteidiger spielt seit Sommer 2018 in Moskau, nachdem er im August 2017 nach 16 Jahren den FC Schalke 04 verlassen hatte. Der damalige Trainer Domenico Tedesco hatte Höwedes als Kapitän abgesetzt und so einen Wechsel zu Juventus Turin angetrieben. Beim italienischen Rekordmeister kam der Weltmeister aber nur auf drei Einsätze, woraufhin er sich Lok Moskau anschloss.

In dieser Saison gehörte Höwedes bei seinem Klub zu den uneingeschränkten Stammspielern, neben 15 Ligaspielen absolvierte der Routinier alle sechs Gruppenspiele in der Champions League. Der Rechtsfuß steht also voll im Saft und hatte noch im November erklärt, aus familiären Gründen einer Rückkehr in die Bundesliga offen gegenüber zu stehen. Die Verpflichtung des 44-fachen deutschen Nationalspielers wäre für den Effzeh wohl ein Transfercoup, würde der 1,88 Meter große Höwedes doch nicht nur sportlich dem Anforderungsprofil entsprechen, sondern Erfahrung und Führungsqualitäten mitbringen wie kaum ein zweiter Spieler im FC-Kader. Ein weiterer Vorteil: Markus Gisdol (einst Co-Trainer beim FC Schalke 04) und Horst Heldt (zwischen 2010 und 2015 als Sportchef auf Schalke) kennen Höwedes beide aus gemeinsamen Zeiten bei den Königsblauen.

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