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„Mit Rexhbecaj heben wir das Niveau an“ – Wann folgen erste Abgänge?


Der 1. FC Köln hat seinen zweiten Neuzugang in diesem Winter verpflichtet. Elvis Rexhbecaj wechselt für anderthalb Jahre vom VfL Wolfsburg zum FC. Damit herrscht im zentralen Mittelfeld aktuell ein Überangebot von Spielern. Auf der Abgabenseite hat sich bislang aber noch nichts getan. Lediglich bei Darko Churlinov könnte ein Wechsel zeitnah bevorstehen. 

Aus Benidorm berichtet Sonja Eich 

Zunächst hatte Horst Heldt am Sonntagmorgen schlechte Nachrichten zu verkünden. Eine Verpflichtung des Wunsch-Innenverteidigers Simon Falette scheint sich in den letzten Stunden zerschlagen zu haben. „Ich gehe davon aus, dass das nicht mehr klappen wird“, sagte der Geschäftsführer Sport am Rande des Vormittagstrainings in Benidorm. Trotzdem arbeitet der 50-jährige weiter intensiv an einer Verstärkung auf dieser Position. „Wir können nicht immer nur vom Best Case ausgehen, sondern müssen wie jetzt darauf vorbereitet sein, dass sich die Situation verändert. Wir agieren aber immer parallel und beschäftigen uns nicht immer nur mit einem Spieler.“

Konkurrenz belebt immer das Geschäft

Statt eines neuen Innenverteidigers wird am Sonntag jedoch ein weiterer zentraler Mittelfeldspieler in Spanien erwartet. Elvis Rexhbecaj wird bis zum Sommer 2021 vom VfL Wolfsburg an den FC ausgeliehen. Die Geißböcke besitzen zudem eine Kaufoption für den 22-jährigen. „Das ist eine gute Zeit der Ausleihe“, freute sich Heldt über seinen Neuzugang, der lediglich noch die medizinische Untersuchung überstehen muss, ehe er endgültig zu den Geißböcken gehört. Mit Rexhbecaj bekommen die Kölner einen variablen Mittelfeldspieler, der in der abgelaufenen Saison zu 24 Einsätzen kam und unter Bruno Labaddia zu den Stammkräften gehörte. Unter dem neuen Wölfe-Coach Oliver Glasner kam der Kosovo-Albaner, der seit frühster Kindheit in Deutschland lebt, aber überhaupt nicht mehr zum Einsatz. Einzig in der Europa League und für wenige Minuten im DFB-Pokal stand Rexhbecaj in dieser Saison auf dem Platz. Beim FC hofft der Linksfuß nun wieder auf mehr Spielpraxis. Zu seinen Stärken zählen laut Heldt sein Ehrgeiz und seine Laufstärke. „Mit der Verpflichtung heben wir insgesamt das Niveau in unserem Kader an. Und Konkurrenz belebt immer das Geschäft“, sagte Heldt. Rexhbecaj erster Verein in Deutschland war der Brandenburger SC Süd 05, ehe er 2010 zum VfL Wolfsburg wechselte und dort alle Jugendmannschaften durchlief. Beim FC folgt nun seine zweite Station als Profi. Rexhbecaj kam am Abend um kurz nach 19 Uhr im Teamhotel in Benidorm an, spätestens am Montag soll nach erfolgreichem Medizincheck schließlich die offizielle Bestätigung folgen.

Es gibt keine Gewinner, wenn ein Spieler nur auf der Bank sitzt

Im zentralen Mittelfeld hat der 1. FC Köln nun bis zu acht Spieler im Kader. Von drei davon möchte sich der Verein bekanntermaßen in diesem Winter noch trennen. Louis Schaub, Vincent Koziello und Niklas Hauptmann haben aktuell keine Zukunft mehr am Geißbockheim. Einen neuen Arbeitgeber hat das Trio genau wie Matthias Bader aber noch nicht gefunden. Bei Louis Schaub zumindest dürfte es einige Interessenten geben. Laut dem österreichischen Journalisten Peter Linden haben der Hamburger SV, der VfB Stuttgart, Rapid Wien und RB Salzburg Interesse an dem Mittelfeldspieler. Aus Beraterkreisen ist allerdings zu hören, dass Schaub vorerst nicht mit einer Rückkehr in sein Heimatland liebäugelt. „Bei Louis hat nicht jeder damit gerechnet“, zeigte Horst Heldt Verständnis für die größtenteils überraschten Reaktionen. „Wir haben aber auf der ein oder anderen Position ein Überangebot. Dann macht es Sinn, sich darüber Gedanken zu machen, kurzfristig bei einem anderen Verein mehr Spielpraxis zu bekommen. Das ist nachvollziehbar auch mit Enttäuschungen verbunden, aber es geht darum, eine Karriere voran zu bringen. Es gibt keine Gewinner, wenn ein Spieler dauerhaft auf der Bank oder Tribüne sitzt.“ Bald schon dürfte sich also Bewegung in Sachen Transferabgaben kommen, denn beim FC will man seinen Kader laut Heldt gleichzeitig möglichst klein halten.

Churlinov vor Wechsel nach Stuttgart

Einzige Neuigkeiten in Sachen Abgaben konnte Horst Heldt am Sonntag zu Darko Churlinov machen. Wie der GEISSBLOG.KOELN schon im Dezember berichtete, steht der 19-jährige vor einem Wechsel zum VfB Stuttgart. „Wir sind im Gespräch mit dem VfB“, sagte Heldt. Der FC hatte dem Youngster im August einen Profi-Vertrag vorgelegt, mit dessen Konditionen Churlinov wohl aber nicht einverstanden war. „Er hat sich dahingehend entwickelt, dass er unser Angebot nicht annehmen möchte.“ Zwischen dem Zweitligisten und Churlinov haben bereits Gespräche stattgefunden. Daher sagte Heldt optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass das in den nächsten ein bis zwei Tagen über die Bühne gehen wird.“

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