,

Schwierige Zeit für Jorge Meré: Was will der Spanier?


Nach einer persönlich schwierigen Hinrunde kann sich Jorge Meré derzeit nicht mit seinen Teamkollegen beim 1. FC Köln auf die Rückrunde vorbereiten. Der Spanier konnte die Reise ins Trainingslager am Samstag nach Benidorm krankheitsbedingt nicht mit antreten. Derweil halten sich die Gerüchte um sein Heimweh nach Spanien. 

Aus Benidorm berichtet Sonja Eich 

Hinter Jorge Meré liegt keine einfache Hinrunde. Der Spanier kommt in dieser Saison nur auf 291 Bundesliga-Minuten in fünf Einsätzen für die Geißböcke. Nun musste der Innenverteidiger einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Der 22-jährige kehrte krank aus dem Urlaub zurück und verpasst somit aktuell das Trainingslager in seiner Heimat Spanien. „Es ist für ihn und uns schade, dass er krank ist“, sagte Geschäftsführer Horst Heldt am Sonntag in Benidorm. „Es ist jetzt aber besser geworden und ich gehe davon aus, dass er noch nachreisen wird.“

Verletzungen und Sperre werfen Meré zurück

In der ersten DFB-Pokalrunde gegen Wehen Wiesbaden und am ersten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg stand Meré noch in der Startelf. Danach bekamen allerdings Sebastiaan Bornauw und Rafael Czichos von Achim Beierlorzer den Vorzug vor dem Spanier. Es folgten zwei Kurzeinsätze gegen Freiburg und Bayern, weil Kingsley Ehizibue angeschlagen respektive mit der Roten Karte vom Feld musste. Gegen Hertha BSC stand Meré schließlich noch einmal in der Startelf, flog aber noch in der ersten Halbzeit nach einem überharten Einsteigen mit Rot vom Platz. Das nächste Mal durfte sich der 22-jährige in Beierlorzers letztem Spiel als FC-Trainer gegen Hoffenheim in der zentralen Position einer Dreierkette präsentieren und machte seine Sache durchaus ordentlich. „Er hatte dann das Problem, dass er gegen Hoffenheim unter dem alten Trainer ein gutes Spiel gemacht hat, danach aber direkt verletzt war“, erinnert sich auch Horst Heldt an die Situation. Zwei Spiele musste Meré unter dem neuen Trainer Markus Gisdol aufgrund einer Muskelverletzung pausieren. Doch auch danach kam der Abwehrspieler nicht mehr zum Einsatz und hat bislang noch keine Spielminute unter Gisdol absolviert. Die Chance, sich nun im Trainingslager wieder in den Fokus zu spielen, verpasst der Spanier aktuell. „Er hätte die Gelegenheit nutzen können, sich in dieser Woche zu zeigen“, bedauert auch Heldt die krankheitsbedingte Absage.

Sorgt Heimweh für Rückkehr-Gedanken?

Nach wie vor tauchen zudem immer wieder Gerüchte auf, Meré und seine Freundin hätten Heimweh nach Spanien. „Die Saison ist bisher nicht so gelaufen, wie ich mir das gewünscht habe, aber ich fühle mich sehr wohl hier“, hatte Meré Anfang des Jahres noch gesagt. Trotzdem scheint der U21-Europameister Spaniens noch immer nicht vollends angekommen in Köln. „Ich muss ihn mal fragen, ob er Heimweh hat. Aber seine Freundin hat Heimweh“, gab Heldt in Benidorm zu. „Wenn sie Heimweh hat, ist das nicht gut und man muss versuchen, ihr das zu nehmen.“ Von Seiten des FC sei jedoch trotz bislang geringer Einsatzzeiten nicht geplant, Meré im Winter abzugeben. Eine kleine Hintertür ließ sich der Geschäftsführer trotzdem offen. „In einer Transferperiode entwickeln sich immer Dinge, die man nicht immer im Griff hat, weil man nicht weiß was andere denken.“ Nach einem sicheren Verbleib klang die Aussage zunächst nicht. Doch Heldt machte klar, dass einzig ein klarer Wechselwunsch des Spielers noch einmal für Bewegung sorgen könnte. Und bislang zumindest scheint Meré noch nicht mit dem Kapitel FC abgeschlossen zu haben.  „Wir planen mit ihm und er hat in verschiedenen Situationen gezeigt, dass er ein guter Spieler sein kann.“

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar