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Uth und Rexhbecaj: Die Neuzugänge im Check

Bislang hat der 1. FC Köln in der Wintertransferperiode zwei Mal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Mit Mark Uth und Elvis Rexhbecaj hat sich der FC nicht nur in der Breite verstärkt, sondern auch an Flexibilität im Mittelfeld dazu gewonnen. Während der eine gegen den VfL Wolfsburg von Beginn an ran durfte und zu überzeugen wusste, muss der andere aber noch auf sein Debüt im FC-Dress warten. 

Köln – Lange Zeit musste Mark Uth auf sein erstes Spiel im RheinEnergieStadion mit dem Geißbock auf der Brust warten. Acht Jahre lang war der gebürtige Kölner für den FC in der Jugend aktiv. Der Durchbruch zu den Profis wollte ihm damals aber nicht gelingen. Erst weitere acht Jahre nach seinem Wechsel in die Niederlande und über die Umwege Hoffenheim und Schalke, feierte der 28-jährige am Samstag gegen den VfL Wolfsburg sein Debüt für den FC. „Es war für mich etwas ganz Besonderes, auf dem Platz zu stehen und die Hymne zu hören“, sagte der Offensivspieler nach der Partie über seine persönlichen Gefühle.

Mark hat ohne Anlaufzeit funktioniert

Das Einlaufen, während 50.000 Fans in seiner Geburtsstadt und bei seinem Heimatverein die Vereinshymne singen, hat Uth sportlich aber nicht zu schaffen gemacht. Im Gegenteil: Der Neuzugang zeigte von Beginn an, warum er der absolute Wunschspieler von Trainer Markus Gisdol und Geschäftsführer Horst Heldt war. Uth war von der ersten Minute an integriert, forderte viele Bälle und zog durch seine Abschlussstärke aus der zweiten Reihe immer wieder Gegenspieler auf sich. Darüber hinaus überzeugte der neue Spielmacher durch gefährliche Standards. Seinen mustergültigen Freistoß vor dem 1:0 konnte Jhon Cordoba über die Linie drücken. Auch die Ecke zum 3:0 durch Jonas Hector kam vom linken Fuß des Neuzugangs. Kein Wunder also, dass Horst Heldt hinterher von der Leistung Uths begeistert war: „Er hat es sehr gut gemacht. Er ist ein sehr intelligenter Spieler, ist gefährlich, kann aber auch den Ball klug halten und sichere Pässe spielen. Er hat mir sehr gut gefallen.“ Dass Uth nach der kurzen Vorbereitung und einer längeren Verletzungspause von Beginn an auf dem Feld stand, war für Gisdol am Ende eine knappe Entscheidung. Auch Dominick Drexler wäre für den Trainer eine Option gewesen, der ebenfalls eine gute Vorbereitung absolviert hatte. „Aber Mark hat ohne Anlaufzeit funktioniert. Es hat sich angefühlt, als wenn er gar nicht weggewesen wäre. Deswegen hatte ich das Gefühl, dass es gut harmonieren kann“, erklärte Gisdol nach dem Spiel gegen Wolfsburg und fand gleich lobende Worte für den Auftritt seines Neuzugangs:  „Er hat sehr gute Qualitäten und ein gutes Gespür für das Spiel. Man hat heute gesehen, dass er noch wertvoll für uns werden kann.“

Rexhbecaj muss sich gedulden

Der zweite Neuzugang, Elvis Rexhbecaj, durfte am Samstag noch nicht ran. Der zentrale Mittelfeldspieler musste sich das Spiel gegen seinen Ex-Verein über 90 Minuten von der Bank aus ansehen. Dabei war der 22-jährige bei seiner Ankunft im Trainingslager in Benidorm hochmotiviert, gleich am ersten Spieltag der Rückrunde für seinen neuen Verein auf dem Platz zu stehen. „Ich hoffe, wir schießen Wolfsburg aus dem Stadion“, hatte Rexhbecaj mit einem Augenzwinkern gesagt. Seine neuen Teamkollegen erfüllten dem Linksfuß zwar seinen Wunsch, auf dem Platz aktiv mitwirken durfte er aber noch nicht. Rexhbecaj muss sich also zunächst gedulden und wird sich seinen Platz in den kommenden Wochen erst hart erarbeiten müssen. Aktuell gibt es für Markus Gisdol keinen Grund, das starke Duo mit Jonas Hector und Ellyes Skhiri in der Mittelfeldzentrale zu sprengen. Allerdings ist Rexhbecaj nicht nur auf eine Position beschränkt, wie Horst Heldt am Rande seiner Verpflichtung immer wieder betonte und die Flexibilität des Spieler hervorhob. Trotzdem dürfte es für den 22-jährigen keine leichte Aufgabe werden, sich in der aktuell gut funktionierenden Mannschaft seinen Platz zu erkämpfen. Wie schnell es jedoch manchmal gehen kann, zeigte zuletzt sein neuer Teamkollege Mark Uth.

7 Kommentare
  1. FC Neukoelln says:

    Der arme Elvis!
    Ich traue ihm das absolut zu und wäre neugierig, ihn mal spielen zu sehen. Aber „leider“ ist das in der Zentrale alles ziemlich stabil gerade. Auch Gelbsperren sind bei Katterbach (2 gelbe Karten), Skhiri (1) und Hector (6) gerade nicht zu erwarten.
    Man weiß auf einmal gar nicht wohin mit all der überschüssigen Energie, die bis vor kurzem noch ins Höger-Bashing geflossen ist.

  2. Stephan says:

    Der BVB hat halt die besseren Einzelspieler. Sancho, Reus, Hazard, Brandt, Hakimi & jetzt auch noch dieser Vikinger :-)
    Aber diese Spieler sind teilweise sehr jung & wenn man diese stresst werden Sie ungeduldig. Also die Devise sollte lauten: Früh in die Zweikämpfe, hart reingehen und laufen laufen laufen. NIcht Aufgeben & kämpfen. Ich glaub an meinen FC, vorallem jetzt. Mehr Selbstbewusstsein hatte diese Mannschaft noch nie.

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