, ,

Fan-Protest gegen Hopp trübt die Bilder des FC-Sieges

Der Moment, der das Spiel unterbrach: FC-Fans halten ein Banner gegen Dietmar Hopp hoch - die FC-Spieler und -Verantwortlichen müssen einschreiten, damit das Spiel weitergehen kann. (Foto: Mika Volkmann)

Der 1. FC Köln hat gegen den FC Schalke 04 (3:0) einen weiteren Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Einige Fans der Geissböcke hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit jedoch nichts anderes im Sinn, als gegen Dietmar Hopp zu hetzen. Schiedsrichter Manuel Gräfe pfiff daraufhin das Spiel nicht wieder an, ehe die gesamte Kölner Mannschaft inklusive Markus Gisdol und Horst Heldt in die Kurve ging. Die FC-Ultras wollten gegen die Strafe für Dortmunds Fans protestieren, die in den kommenden Jahren nicht zum Auswärtsspiel nach Hoffenheim fahren dürfen. Das kam bei den FC-Verantwortlichen und -Spielern gar nicht gut an.

Die Bilder des Spiels gibt es in der Galerie

Timo Horn kritisierte die Aktion der FC-Fans mit deutlichen Worten: „Sowas gehört nicht ins Stadion. Wenn wir in unserer Situation mit 2:0 im eigenen Stadion führen, dann sollte alle Unterstützung ins Team fließen und nicht in solche Aktionen“, machte der FC-Keeper deutlich. „Das ist unschön und ich würde mich freuen, wenn das nicht mehr vorkommen würde. Solche Aktionen sollte es einfach nicht geben. Das ist fehl am Platze.“

Auch Markus Gisdol fand klare Worte: „Der Schiedsrichter hat gezeigt, dass er das Spiel nicht wieder anpfeift, solange das Plakat am Zaun hängt. Deswegen sind wir geschlossenen dorthin gegangen. Dass so etwas in unserem Sport passiert, ist schade“, sagte der 50-Jährige, der selbst einst als Hoffenheim-Coach arbeitete. „Ich kenne Dietmar Hopp sehr gut. Er ist ein sehr feinfühliger Mensch. Ich weiß, dass er nur einen Teil seines Vermögens in den Sport investiert und einen viel größeren in soziale Projekte wie in die Krebsforschung – vielleicht profitiert der eine oder andere davon, der es gar nicht weiß und heute gegen ihn protestiert hat.“

Der Protest der FC-Fans könnte einmal mehr Konsequenzen durch den DFB nach sich ziehen. Darüber hinaus könnte der 24. Spieltag jedoch weiterreichende Folgen auch für die Fan-Szene haben. Weil das Spiel des FC Bayern in Hoffenheim am Samstagnachmittag von den Bayern-Anhängern ähnlich unterbrochen wurde wie beim FC, kündigte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge Konsequenzen für die FCB-Fans und -Fangruppierungen an. Sollte der Rekordmeister aufgrund der Vorkommnisse ein Exempel statuieren, könnte dies ein Signal für andere Vereine sein, bei weiteren Vorfällen entsprechend vorzugehen.

101 Kommentare
  1. udo schmidt says:

    Der Autor dieses Kommentars sollte sich überlegen ob der Begriff „Fans“ hier angebracht ist.
    Meine Vorschläge wären:
    Chaoten,Selbstdarsteller,Hools,Schwachköpfe,Vermummte Feiglinge usw.
    Zudem haben sie durch ihre Aktion der Mannschaft sehr geschadet,die nach einer tollen 1.Halbzeit 20 Minuten nicht wieder zu ihrem Spiel zurückfand.
    Wenn man einige dieser Chaoten identifizieren kann sofort lebenslanges Stadionverbot verhängen.Das Fussballspiel scheint sie ja eh nicht zu interessieren

  2. Gerd Mrosk says:

    Müssig darüber zu diskutieren.Selbst dieses ist ganz möglicherweise noch ein Glücksgefühl für derlei Aussenseiter. Gerade bei Dietmar Hopp braucht man nicht grossartig nach links und rechts schauen,um zu sehen,dass er grosse Dinge uneigennützig ins Leben gerufen hat.

  3. Fabio says:

    Wat soll dä Quatsch?
    Das sind keine Fans und schon gar keine FC-Ultras!!! Ein Ultra zu sein sollte doch eigentlich heißen, alle eigenen Interessen unserem FC unterzuordnen. Genau das tun diese kleinen Lichter jedoch NICHT! Es sind reine egoistische Selbstdarsteller! Unser FC interessiert sie einen Scheiß! Der Spielfluss der eigenen Mannschaft sowie das öffentliche Ansehen wird geschädigt und zudem ein Mensch sinnlos beleidigt. Mann, wie krank! Zudem verstecken sie sich auch noch hinter Masken, anstatt für ihre Meinung öffentlich einzustehen. Feige sind sie also auch noch! Wieso werden diese Typen von anderen aus dem Block geschützt, obwohl sie dem FC schaden??? Ich dachte, wenigstens die anderen sind ECHTE Ultras und tun alles für unseren geilen Club. Scheint leider nicht der Fall zu sein. Arm, arm, arm!

  4. Ali Perez says:

    Man sollte die ganze Sache nicht so hoch hängen, wie es derzeit von Seiten der DFL und den Medien getan wird. Das einzige, was ich den Fußballfans, die Hopp kritisch gegenüber stehen, vorwerfen kann, ist ihre Wortwahl. Die ist so mega dämlich. Die Kritik an Leute wie Hopp und Vereine wie Hoffenheim, Leipzig, Leverkusen, Wolfsburg usw. ist aus meiner Sicht aber okay. Man sollte sich eher Fragen, warum unsere Gesellschaft dazu neigt, allen anders denkenden, den Mund verbieten zu wollen.
    Damit wir uns nicht falsch verstehen; ich fand das Banner heute mega s c h e i ß e, aber das muss eine Gesellschaft aushalten können. Jeder Torhüter wird und wurde von je her bei seinem Gang in die gegnerische Kurve schlimmer beschimpft. Jeder Schiedsrichter wird bei Entscheidungen gegen die Heimmannschaft von deren Anhängerschaft beleidigt. Und ein Funktionär kommt damit nicht klar??? Fußball war nie eine Welt für zartbesaitete. Einzig die Fadenkreuz Geschichte in Gladbach ging dann doch zu weit. Aber ein Schulterschluss mit Herrn Hopp muss jetzt auch nicht sein. Die Aktion in Hoffenheim heute beim Stande von 0:6 fand ich peinlich und unglaubwürdig. Mich hätte mal interessiert, was bei einem anderen Spielstand passiert wäre. So wirkt es wie verlogene Betroffenheit.
    Es zeigte heute vielmehr, dass viele Funktionäre nicht mehr wissen, was in ihren Kurven gedacht wird; ähnlich wie in der Politik. So zu tun, als wäre da eine Minderheit am Werk, die es zu isolieren gilt, könnte schwer nach hinten losgehen.

    • Holger says:

      Vollkommen richtig !
      Ja, die Wortwahl ist unterste Schublade und ein Fadenkreuz auf ein Menschenkopf geht erst recht nicht.
      Aber, wir gehen in eine ganz gefährliche Richtung in Deutschland, alles was nicht konform ist wird weggebügelt und an den Pranger gestellt.
      Man muss verschiedene Meinungen haben dürfen aber man sollte diese mit Anstand vortragen!
      Das ist aber nichts Neues, man denke nur an Olli Kahn, in jedem Stadion hat man ihm Bananen zugeworfen!!!
      Man stelle sich vor der Schiedsrichter hätte jedes mal wegen dieser menschenverachtenden Geste das Spiel unterbrochen?
      Das ganze Thema nimmt aktuell zu viel Raum ein, die Verantwortlichen sollten die Idioten identifizieren und sie bestrafen und dann muss aber auch gut sein, sonst instrumentalisieren wir unseren schönen Fußball zu sehr.
      Es war gestern bei Sky schon völlig daneben, dass man Horst Held zu Beginn des Interviews nur über die Fan Chaoten befragt hat und überhaupt nicht über das Spiel.
      Wir sollten solche Randnotizen nicht zu sehr in den Mittelpunkt ziehen, dadurch bekommen die Idioten nur eine viel zu Große Bühne.

      • Boom77 says:

        Aha… alles, was nicht konform ist, wird also an den Pranger gestellt, was ja im Falle der Hopp-Kritik ja mal gar nicht geht… Was Herr Hopp und Red Bull machen, ist in euren Augen ja auch „nicht konform“… Deshalb gehört das in euren Augen „an den Pranger“ gestellt, was in euren Augen vollkommen in Ordnung ist… nur „die Wortwahl sei ja falsch“… ich würde ja sagen, ihr beide seid scheinheilig. Aber, wer Aktionen von Menschen, die strafbar sind, auch noch relativiert, dessen Ansichten und Aussagen sind schlicht nur s c h e i ß e!

          • Ali Perez says:

            Du hast mir unterstellt, dass ich es okay fände, dass man Herrn Hopp einen Hurensohn schimpft.
            Und das geht aus meinen Zeilen nun mal nicht hervor.
            Deswegen mein Hinweis!
            Hurensohn gehört nicht zu meinem Wortschatz und erfüllt nun mal den Straftatbestand der Beleidigung. Der Staatsanwalt kann jetzt aktiv werden. Vielleicht gibt es ja doch Zeugen, abwarten. Viel passieren wird aber nicht.
            Und deswegen ist es meine Meinung, dass dass Thema gestern zu hoch gehängt wurde.

    • Fabio says:

      Vollkommen falsch!

      1. Ali Perez: „Man sollte die ganze Sache nicht so hochhängen“ ?
      Doch genau das sollte man! Im Gegenteil, man hat viel zu lange damit gewartet, solche Idioten in die Schranken zu weisen, die andere Menschen persönlich beleidigen. Was hat das mit unserem FC zu tun? Wo hilft das unserer Mannschaft??? Ich dachte, wir sind „SPÜRBAR ANDERS“! Zumindest einige FC-Ultras passen eher zum Spruch „NICHTS BESSER“ oder „GENAUSO BESCHEUERT“.

      2. Ali Perez: „Das einzige, was ich den Fußballfans, die Hopp kritisch gegenüber stehen, vorwerfen kann, ist ihre Wortwahl“
      Hä??? Genau darum geht es doch! DAS ist doch der Grund, warum Sky so ausführlich berichtet, warum Schiedsrichter zu recht ein Spiel abbrechen und Spieler die letzten Minuten im Nichtangriffspakt beenden. Es geht in diesem Fall ausschließlich um die Wortwahl. Wenn ein Banner mit der Aufschrift „Wir sind gegen Kollektivstrafen vom DFB!“ hochgehalten worden wäre, dann wäre es zu 100% nicht zu einem Spielabbruch gekommen. Genau das ist nämlich freie Meinungsäußerung und die ist in unserer Gesellschaft sehr wohl erlaubt, auch wenn Leute wie du oder Holger meinen, dem wäre nicht so und andere Meinungen würden nur an den Pranger gestellt. Der Mund ist hier also überhaupt niemandem verboten worden. Sachliche Kritik -auch an Hopp- ist jederzeit möglich. Freie Meinungsäußerung geht aber immer nur soweit, dass kein anderer dadurch Schaden erleidet bzw. persönlich beleidigt wird. Und das ist auch gut so!

      3. Ali Perez: „Ich fand das Banner heute megascheiße, aber das muss eine Gesellschaft aushalten können“
      Nein! Das ist ein Widerspruch in sich! Eine Gesellschaft muss andere Meinungen respektieren (z.B. wenn jemand gegen Finanzinvestoren im Fußball ist), das stimmt, sie muss aber keine abwertenden Beleidigungen stillschweigend ertragen.
      Wir müssen in der Gesellschaft gemeinsam für positive Werte und Respekt einstehen und diffamierende Banner konsequent beseitigen, die durch ihre Art und Weise das Ansehen des FC beschmutzen. Ich bin nämlich stolz darauf, seit Jahren FC-Mitglied zu sein. Ich finde, unser Verein IST „Spürbar anders“. Also lasst uns wahre Fans das auch jederzeit im Stadion zeigen und mutig gegen solche Typen vorgehen.

      4. Ali Perez: „Ein Schulterschluss mit Herrn Hopp muss jetzt auch nicht sein“
      Doch! Es geht hier gar nicht ausschließlich um Herrn Hopp als Person. Es ist ein symbolischer Schulterschluss unserer Teams in Deutschland (auch unseres FC) über alle Klubgrenzen hinweg, mit allen Menschen, die von anderen im Stadion übel beleidigt werden. Denn dies ist hoffentlich nur der Anfang einer echten Gegenbewegung, um solchen übel getätigten Anfeindungen zu begegnen.

      • Holger says:

        Hmmmm, dann bin ich ja froh das Du hier nur die Plakate ansprichst.
        Denn was gesungen und geschriehen wird ist tausendmal schlimmer als die Plakate obwohl es seit den 80ern bereits viel besser geworden ist.
        Ich hoffe Du findest irgendwann einmal Deine perfekte Welt die Du dir wünscht und kämpfst tapfer weiter dafür.
        Es ist in der Tat nicht schön solche Exzesse und diese gilt es zu unterbinden, sowohl Plakate als auch Gesänge aber trotzdem ist dies nicht die Todesstrafe wert und auch wenn man es nicht mag, so etwas wird es immer geben, genauso wie Pyrotechnik!
        Es gibt halt 2 Fraktionen hier, die einen fordern Verfolgen bis zum bitteren Ende, fordern Initiativen von den vernünftigen Fans und geben den Idioten damit mehr Aufmerksamkeit als sie verdienen und die anderen fordern das die Kirche im Dorf bleibt und diese Probleme in Ruhe mit wenig Aufsehen geklärt werden!
        Und 95% mit Nichtachtung zu Strafen ist keine Lösung, denn das wäre der Fall wenn die Mannschaft nicht zum Dank in die Kurve geht!

      • Gerd Mrosk says:

        Gut geschrieben Fabio. Man muss es gar nicht so kompliziert sehen,erst einmal. Dietmar Hopp kann absolut nichts dafür,dass die Dortmunder 2 Jahre nicht da hin dürfen. Diese Kollektivstrafe haben andere (falsch) entschieden,aber selbst die sollte man lediglich über der Gürtellinie verunglimpfen. Es ist die Art der Verrohung,in die das Ganze führt gerade.Diese gilt es zu bekämpfen. Da sind die wahren Fans als erstes gefragt gegenzuwirken. Und das mit der Banane greif ich mal gern auf.Einen Olli Kahn hat das eher stark gemacht und,in meinen Augen war es witzig. Einem Schwarzen dagegen Bananen hinzuwerfen oder Affenrufe zu imitieren ist 100 % rassistisch. Das mit unserer Gesellschaft „etwas nicht stimmt“ ,kann niemand bestreiten. UNSEREN Sport sollten wir alle möglichst schützen wollen.Das tut man ganz sicher nicht mit Kollektivstrafen an 99% der Fans. Es war auch falsch gestern sich da 15 Minuten den Ball hin und her zu spielen. Nein,man muss eher personalisieren,auch wenns bitter ist.

        • major says:

          Jawoll. „Unser“ Sport/Land/Volkskörper/Identität/Kultur muss geschützt werden !

          Die Sprache wird immer schlimmer und man lässt sich reaktionär von den „anderen“ weiter radikalisieren, Gerd.
          Damit geht man der Sache auf den Leim:
          Die „anderen“ wollen Grenzen überschreiten, wollen eine Reaktion auf ihre Beleidigungen und wenn die an Selbstsicherheit abperlt, dann werden sie noch eine Schippe drauflegen, BIS eine Reaktion erfolgt.

          Inzwischen bemächtigen sich diejenigen, die hysterisch übertrieben auf jeden Minimalreiz in der üblichen Empörungsspirale („Aber ICH rege mich mehr auf als DU !“) reagieren, des gleichen Vokabulars („asozial“, „Untermenschen“, ect) wie die Mörder des 3. Reichs.

          Sollte man drüber nachdenken.

      • Ali Perez says:

        Du erwartest sachliche Kritik in einem Stadion? Dir ist schon klar, dass sich der Querschnitt der Gesellschaft in einem Stadion trifft. Ohne jemanden beleidigen zu wollen, aber da sind eine ganze menge Leute zur sachlichen Kritik gar nicht fähig. Das muss man berücksichtigen, wenn man solche Banner von gestern bewertet. Die machen Hopp für die Bestrafungen Seitens des DFBs verantwortlich. Ganz unrichtig ist das nicht.

        Niemand muss Beleidigungen stillschweigend ertragen. Wir leben in einem Rechtsstaat.

        • major says:

          Tja, Herr Perez, da liegen Sie leider falsch, denn der Gesetzgeber hat seit langem die Beleidigung auf die Liste der „Privatstreitereien“ gesetzt. Wenn ihr Nachbar sie beleidigt, ob mit Hurensohn oder Fadenkreuz oder Galgen, werden sie von der Staatsanwaltschaft auf den Privatklageweg verwiesen und das Verfahren eingestellt, da „kein öffentliches Interesse besteht“. Kurz: der Rechtsstaat sagt: Dein Problem, kannst Dir einen „(teuren) Anealt nehmen und das Risiko der Zivilklage eingehen. Der Staat schützt niemanden mehr vor der Bedrohung vor der Haustür. Klar, für einige gilt natürlich wieder „gleicher als gleich“ und deshalb ermittelt für den wirtschaftlich armen Herrn Hopp natürlich die Staatsmacht. Nebenbei ist die gegenseitige Beleidigung auch noch straflos, weswegen man auf ein „Hurensohn“ zur Bereinigung der Rechtslage am besten ein „Fick Dich“ antwortet, ein „Ich fick Deine Mutter“ wäre in diesem Fall … ähm.. kontraindiziert (aber auch schon erlebt, genauso wie zwei Mädchen, die sich gegenseitig Hurensohn nannten).

          Im günstigeren Fall gehört man zu den privilegierten Bevölkerungsgruppen, die der Staatsanwalt in diesem „Rechtsstaat“ noch schützt:

          Erst, wenn es Volksverhetzung wird, grob gesagt müssen Sie dazu einer diskriminierungsfähigen Minderheit angehören, also schwarz sein, jüdisch, muslimisch, schwul oder am besten alles gleichzeitig, und der Angreifer beleidigt sie DESWEGEN, dann ist das Volksverhetzung und der Staatsanwalt ermittelt von Amts wegen für Sie.

          Affenlaute und Bananen sind also Volksverhetzung, Hurensohn und „Köterrasse“ gegen Deutsche (da keine „verfolgte“ Minderheit) aber nicht.

          Ob man das Rechtsstaat nennt, der einige schützt und bei anderen weg sieht – diskussionsfähig. Wirft Ihnen jedenfalls ihr Nachbar Bananen hin und macht Affenlaute, dann ist das zwar grundsätzlich strafbar, wird aber nur verfolgt, wenn sie schwarz sind (Jude, schwul oder Moslem zählt dann leider nicht, tut mir leid).

          Ja, tut mir leid, steinigen Sie mich, aber so ist leider die juristische Praxis. Die habe ich nicht gemacht, in diesem „Rechtsstaat“.

          Da ja der Ex-Vizepräsi Dr. Sieger so gerne (folgenlos, denn deswegen hat er ja nicht hingeschmissen) „Scheiss Leverkusen“ gesungen hat, auch ohne Widerspruch aus DFB und DFL, frage ich: wo ist denn die Grenze dieser jetzt ach so schlimmen Hetze ?
          „Scheiss Leverkusen“ ist okay, „Hurensöhne Leverkusen“ Spielabbruch ?

          Vielleicht sollte man mal an „sozialadäquates Verhalten“ denken. In bestimmten Stadtvierteln der Stadt ist „Hurensohn“ doch der normale Tagesgruß. Da sollte man mal fragen, was denn da schiefgelaufen ist.

          Und wie schon in dunklen Zeiten, man ändert keine Religion oder Gesinnung durch Drangsalierung und Verfolgung. Die Leute bleiben ja und glauben oder gesinnen weiter vor sich hin in ihrer Peergroup.

          • Ali Perez says:

            Keine Frage; man muss sein Recht schon selbst in die Hand nehmen. Damit meine ich jetzt keine Selbstjustiz. Als ich mal ein schweres Müllvergehen zur Anzeige bringen wollte, wurde mir von Seiten der Polizei geraten, dies zu unterlassen, um mich nicht in Gefahr zu bringen. Da weiß man bescheid!

          • major says:

            Sein Recht muss eben nur der selbst in die Hand nehmen, der nicht privilegiert ist in diesem Staat. Das ist das rechtsstaatliche Problem.

            Nebenbei fällt mir gerade ein, daß in der Weidengasse die Feinstaubwerte deutlich überschritten werden. Allerdings nicht durch populärverhasste Diesel, sondern durch die türkischen Restaurants mit ihren Holzkohleöfen.

            Raten Sie mal, wie der „Rechtsstaat“ Köln reagiert…

            Für Müllvergehen gibt es übrigens die App „Sag’s uns“ der Stadt Köln. Wobei man da natürlich keinen mit Schmiergeldern gebauten Riesenmüllofen melden kann… ;)

      • Martin Duda says:

        Super geschrieben!
        Jetzt sieht man mal warum der Verein nicht willkürlich Choreos zulassen will. Da kann dann nämlich genau so ein Scheißdreck bei rauskommen wie bei diesem Drecksbanner. Schon ein bißchen seltsam, daß sowas „unbemerkt“ ins Stadion kommt.

        • major says:

          Eine Spühdose ist schnell durch’s Gitter gereicht, eine Stoffbahn auch, wenn sie nicht schon im Keller vom Stadion liegt.

          Das auch irgendwann mal einer was ziemlich schlimmes auf dem gleichen Weg schmuggeln könnte, da ist noch nicht mal ein Irrer drauf gekommen…

          „Unbemerkt“ gilt wohl eher für die Süd. Die passen auf wie Schießhunde, schon damit keiner deren Banner klaut. Die wissen ganz genau, was abgeht, welche Fahnen aufgehängt werden. Schließlich haben Horde und CNS keinen Bock, daß man ihre Banner überhängt ;)

    • Gerd Mrosk says:

      @Ali Grundsätzlich hast du ja Recht mit dem „nicht so hoch hängen“ In diesem Fall geht es aber eindeutig zu weit. Eine Kollektivstrafe der Ultras (doch Leute,die nennen sich tatsächlich auch Ultras) an einer einzigen Person,die eben nur total sekundär beteiligt ist. Mich würde auch mal interessieren ,wenn man 90 Minuten das singt ,was auf den Plakaten stand,dann aber nicht mit Hopp sondern über den DFB ???? Nicht,dass ich es schön finden würde…..Es müssen Lösungen her,damit eben diese Chemie zwischen Funktionären und ALLEN Zuschauern wieder stimmt. Diese wenigen Leute dingfest zu machen,bei aller Liebe,das stellt doch kein wirkliches Problem dar,besonders vor dem Hintergrund wenn man weiss,dass für den Spieltag was geplant ist.

    • Peter Josef says:

      Seriöse Zeitungen geben Dir im wesentlichen recht, Ali. https://www.zeit.de/sport/2020-03/hoffenheim-fc-bayern-dietmar-hopp-beleidigungen

      Ist Euch aufgefallen, dass Hopp (der mir persönlich eigentlich sehr sympathisch ist) auf Kölner Plakaten gar nicht namentlich erwähnt war? Trotzdem wussten alle, was gemeint war, nämlich eigentlich die Geldgierigkeit des DFB und der DFL. Ich wage folgende Behauptung: Wenn Hopp statt Stadienverbote auszusprechen mit einer Palette Bier in die Fankurven gehen würde und sprechen wollte – würde dem nichts passieren. Das Bier würde getrunken.

    • Hermann says:

      Bin bei Dir Ali was dieses Thema angeht.
      Die Wortwahl ist, um es gelinde auszudrücken, bedenklich und dürfte, wenn es den Ultras um die Sache geht, auch bis aufs äusserste Kontraproduktiv sein.

      Was aber ebenso bedenklich ist, ist die Hysterie die sich in unserer Gesellschaft breitmacht. Wir sind vom Atomzeitalter über das Informationszeitalter im hysterischen Zeitalter angelangt. Jede Form von Ablehnung wird von der Mehrheitsgesellschaft als frontaler Angriff bewertet. Dabei vergisst man oft das es ein Recht auf Ablehnung gibt und dieses äussert sich nachhaltig in der demokratischen Grundordnung und ist Fundament eben dieser. Demokratie bedeutet Streit, das Ringen um die Deutungshoheit. Es ist geradezu Paradox zu meinen, das ich mich mit meinem Standpunkt von einem anderen abgrenzen darf, diesen also ablehnen darf, aber jede Form der Ablehnung die mir entgegengebracht wird unzulässig sei.

      Die Ultras haben sich insbesondere gestern keinen Gefallen getan, denn Ihr vorgehen lässt es mir nicht zu mich auf deren Seite zu schlagen. Weil Fadenkreuze und Hurensohn dürften wohl keine adäquate Diskussionsgrundlage sein und der Versuch sich über das Schockieren Sympathien zu verschaffen verpufft. Das lässt darauf schliessen das es an notwendiger geistiger Reife fehlt oder aber an mangelndem Interesse in der Sache. Es wird der Eindruck erweckt als würden solche Aktionen einem gesteigerten Geltungsdrang entspringen, selbst wenn das nicht der Fall ist.

      Diesen ganzen Plastikvereine dürften wohl nichts zu der Attraktivität der Bundesliga beitragen und müssten jedem Fussballfan ein Grauen sein. Fairerweise muss man aber feststellen das man auch mit viel Geld immer noch die richtigen Entscheidungen treffen muss. Das dies nicht immer gelingt dürfte einem der Blick über den Ärmelkanal verdeutlichen (Everton fast eine halbe Milliarde ausgeben und trotzdem nichts gerissen).

      Wenn es aber so sein sollte, das wir die Kollektivstrafen als Reizthema bearbeiten müssen, dann bin ich klar auf der Seite der Ultras. Wir brauchen Verallgemeinerungen zum definieren, sie sind aber als Entscheidungsgrundlage ein äusserst schlechter Ratgeber.

  5. StefSchu says:

    Ich verstehe nicht, warum die Ordnungskräfte nicht direkt das idiotische Plakat runterreissen bevor überhaupt eine Kamera das zeigen kann. Und die vermummten Spakos werden von der Kurve noch geschützt. Wo ist da die Zivilcourage und ein vernünftiger Menschengeist? Da stehen Mannschaft und Ordner vor der Kurve und lassen sich vorführen.
    Und eine schwache Antwort von Hector bei Sky kommt noch dazu.

    • major says:

      Ahja…eine Beleidigung wird erst zu einer, weil Dritte nicht unverzüglich (ohne „schuldhaftes Zögern“) einschreiten?

      Und ich glaube, die Zivilcourage wird schon um einiges überstrapaziert in diesem Land, indem für jede dünnhäutige Minderheit inzwischen Schutzgesetze geschaffen werden.
      Die mehrheitliche Zivilgesellschaft muss dagegen als „Köterrasse“ von den besonders geschützten bezeichnet werden.
      Das kann man nicht mal an den Denuziantenbuden im Stadion melden, solange Deutsche gemeint sind ;)

  6. Matthias says:

    Das hier noch relativiert wird, ist beschämend für unseren FC! Ich schäme mich auch für das rumgeeiere von Heldt! Beispielhaft die Karten Worte von Rummenigge, dessen Fan ich absolut nicht bin!
    Auch wenn hier einige relativieren wollen: ich wiederhole: feige Arschlöcher sorgen für Eklat und feiern sich sich noch! Hoffentlich werden diese Typen identifiziert und empfindlich bestraft!

  7. Holger says:

    Lieber Boom 77,
    hast Du schon einmal etwas von Meinungsfreiheit gehört?
    Du disqualifizierst dich mit Deinen Kommentaren hier gerade selbst :-)
    Es gab und gibt Regime die diese Meinungsfreiheit sehr gerne unterdrücken!
    Wenn Du richtig gelesen hast, findet hier keiner die Aktionen gegen Hopp gut!
    Es wird lediglich darüber diskutiert wie man richtig damit umgeht…..macht nix wenn Du das beim ersten Lesen nicht so richtig verstanden hast, kannst Du ja noch einmal nachlesen :-)

    • Boom77 says:

      Ich habe sogar schon von Berufswegen von Meinungsfreiheit gehört und mich ausgiebig damit befasst. Wer Beleidigungen von vermummten relativiert, hat die Meinungsfreiheit aber nicht verstanden. Das sind Straftaten, die zurecht nicht unter die Meinungsfreiheit fallen. Klar soweit?

      • Holger says:

        Und die Straftaten müssen verfolgt werden ohne Diskussionen!
        Aber von der Exklusiven und nicht von anderen Fans!
        Denn diese Idioten hauen Dir auch mal schnell eine in die Fresse, wenn Du denen blöd kommst und ich möchte keine Schlägereien in der Kurve!!
        Wir haben 2020,technisch ist es möglich die Verantwortlichen zu stellen, mit ihnen zu reden und dann auch zu bestrafen.
        Das erwarte ich von MEINEM Verein, nicht stundenlang über den Scheiss bei Sky zu philosophieren!
        Falsches Verhalten darf keine so große Plattform finden, dies macht es nicht besser.

        • Boom77 says:

          Doch! Sie darf eine solche Plattform bekommen. Lange ist sie nicht in dieser Art und Weise angeprangert worden. Gegen Herrn Hopp geht das seit 2008! Wie sich zeigte, hat sich dadurch, dass man es nicht „so hochgehängt hat, nichts geändert und nichts verbessert. Deshalb gehört es genau so hochgehängt. Damit solche Vereine wie unser FC oder der BVB, Gladbach, Bayern etc. endlich mal den Druck spüren etwas dagegen zu tun. Denn mit einem hatte unser neuer DFB-Präsident recht. Die Clubs wissen schon, wer, was in ihrem Stadion tut. Meines Erachtens hat das „Rumgeiere“ von Host Heldt gestern zu diesem Thema das auch gut gezeigt. Jetzt muss Schluss sein damit. Wenn das nur durch öffentlichen, gesellschaftlichen Druck geht, der nur entsteht, wenn diese Sauerei genau so hochgehängt wird, wie es jetzt hoffentlich der Fall ist, dann muss es eben so sein. Also Herr Heldt, bitte handeln. Auch wenn es unbequem ist und man das offensichtlich bisher gescheut hat.

  8. Jochen Nass says:

    Es war leider ein schwaches Zeichen der Mannschaft nach dem Spiel in die Kurve zu gehen, darauf hätte sie gerne verzichten können und jeder Fan der klar bei Verstand ist hätte kein Problem damit gehabt.
    Es ist mir leider unbegreiflich, warum sich irgendwelche Looser, die anscheinend nur ihr eigenes kleines Leben nicht auf die Kette kriegen ihre Zeit damit verplempern ein diletantisches Banner zu kritzeln und es dann eierlos mit Kapuze in der Kurve zu präsentieren.

  9. Frank Buschmann says:

    Die Ultras glauben, ihnen gehört der Verein.
    Wieviel Geldstrafen gab es wegen Pyro.
    Mordanschlag mit Steine 2 Df gegen Gladbacher Fanbus.
    Platzsturm Gladbach. usw.

    Das sind hirnlose Bratzen, die sich feige vermummen.
    Aber sich für etwas ganz besonderes halten.

    Bleibt doch einfach zuhause bei Mami .

    Es ist auch einfältig gegen Hopp zu wettern.

    Was ist mit Mateschitz, Leverkusen, Wolfsburg, Gazprom, Windhorst.
    Diese Konstrukte sind doch keinen Deut besser.

    • Boom77 says:

      Man kann ja sagen, dass man das nicht gut findet. Man kann auch der Meinung sein, dass das Wettbewerbsverzerrung ist. Ebenso kann man der Meinung sein, dass die Leistung dieser Vereine ob des Geldes, dass sie bekommen haben, nicht so hoch zu bewerten ist, wie das anderer Vereine. Kurz, man kann das schlecht finden und ablehnen.

      Aber ganz ehrlich… keiner von denen muss sich dafür rechtfertigen oder dafür entschuldigen, dass er Geld und auch Zeit in den Fußball investiert… und schon gar nicht, muss sich jemand von denen dafür beleidigen lassen.

      • Ali Perez says:

        Rechtfertigen müssen sich diese Leute nicht, aber sie müssen die Kritik aushalten. Auch die von Asis. Fußball ist nun mal nicht Golf. Hurensohn gehört jetzt nicht zu meinem Wortschatz, aber zur Südkurve auf jeden Fall.

        • Boom77 says:

          Das halten die schon aus. Der Artikel behandelt aber keine Kritik. Das hast du offensichtlich nicht verstanden.

          Hier meine Meinung im Klartext:

          Was du hier von dir gibst ist sowas wie: „Ich bin ja niemand der einen Herrn Hopp beleidigt, aber…“

          Das ist wie: „ich Bin ja kein XY, aber….“

          Und wie man weiß, kommen solche Sprüche nahezu fast immer, von Menschen, die genau das sind, was sie eingangs abstreiten.

  10. Gerd Mrosk says:

    Über den Menschen Dietmar Hopp sollte sich gar niemand anmassen zu urteilen. Mit welchem Recht? Hier ist feige und gemein ein Feindbild erschaffen worden. Warum? Ich glaube aus blankem Neid,weil der Mann soviel Geld verdient hat. Nein,Dieter,hier macht sich auch längst nicht jeder die Mühe zu unterscheiden,ob der Mann Gutes geleistet hat und leistet,oder ob er sich nur nen Verein gekauft hat. Es ist nur Neid,dass andere Vereine eben andere Möglichkeiten haben.Dafür gibts aber trotzdem Regeln,die wie jetzt bei Man City strengstens zu sanktionieren sind. Kurzum ,Hoffenheim taugt längst nicht mehr als Feindbild,Dietmar Hopp taugte da nie zu.

  11. Holger says:

    Ich möchte einmal einen ganz anderen Denkanstoß geben…..
    Meint eigentlich irgendwer hier, das alles passiert nicht mit Zustimmung des Direttivo der Ultras?
    Nur für die Leute hier mit der herausragenden Zivilcourage :-)
    Wart ihr schon einmal in der Kurve?
    Glaubt ihr Experten wirklich allen Ernstes das Ihr Eure Zivilcourage soweit dort leben könnt, dass Ihr den Ultras dad Banner abnehmen würdet?
    Ich lache mich tod :-)
    Dies war eine solidarische Aktion!
    Wir sollten die Verfolgung und die Bestrafung den Verantwortlichen überlassen, es gibt von allen Beteiligten Videoaufnahmen und nun gilt es das richtige Strafmaß zu finden….nein nicht die Todesstrafe!
    Und da vertraue ich einfach auf den Verein.
    Aber zu fordern, dass die Mannschaft die Fans bestraft, die sie in jedem Spiel nach vorne peitscht, ist der falsche Weg!
    Leute, hier im Chat ist keiner der die Aktionen gut heißt aber wir müssen daraus jetzt auch nicht mehr machen, als diese Idioten es wert sind!

      • Holger says:

        Du armes Licht, was meinst Du wer Du bist, um über mich und meine Zivilcourage urteilen zu dürfen?
        Du redest über Zivilcourage?
        Hast Du sie denn auch einmal unter Einsatz Deines eigenen Lebens gezeigt?
        Nicht nur drüber schwätzen einfach mal im Alltag zeigen, wenn Du schwächere beschützt!
        Ich hoffe, das Du es nie musst, denn die Eindrücke wirst Du niemals mehr los.

        • Boom77 says:

          Zivilcourage kann sich auch dahingehend äußern, dass man aus dem Block geht und den Ordnern, den Behörden oder später dem Verein sagt, ich kenne diese Leute und eine Aussage macht. Ein Beispiel. Man kann sich gleichgesinnte suchen und gemeinsam vorgehen. Man kann Fotos machen und die zur Verfügung stellen. Da gibt es viele Möglichkeiten.

          • NICK says:

            Hatten wir diese Diskussion „Man kann…“ nicht schonmal an anderer Stelle? DU kannst auch Boom, Du brauchst nur ne Karte für die Südkurve S3 oder S4, dann kannst Du Fotos machen und die weiterleiten, wahlweise auch vom Oberrang aus…also nicht schon wieder aus Stuttgart mit „Man kann…“ Die Kommentare fluten und dann sagen „Ich machs nicht, mir ist der Weg zu weit…“

        • Boom77 says:

          Man kann sich aber auch hinstellen und so tun, als fände man das schlecht, aber dann sagen, so schlimm, dass man das so hoch hängen muss ist das auch nicht und überhaupt, was wird nur aus der Stimmung im Stadion, wenn wir dagegen vorgehen etc. Also lassen wir alles, wie es ist. Das hat mit Zivilcourage nichts zu tun.

  12. Jose Mourinho says:

    Ich gehöre auch der Fraktion an, die das Auftreten von „Ultras“ insgesamt kritisch sieht. Ja, sie machen federführend Stimmung – da gehört dennoch ein ganzes Stadion dazu. Aber im Gegenzug richten sie auch eine ganze Menge Schaden an und halten sich zudem für die Elite des Effzeh, die jede Menge Sonderrechte für sich in Anspruch nehmen will. Auch die Aktion gestern war ein bezeichnendes Beispiel. Da muss man auch nichts relativieren.

    Es gibt für mich aber dennoch ein ABER. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist nämlich folgendes:
    Es gab in den letzten Jahren massive Ausfälle von sog. Fans. Als bloßes Beispiel nenne ich hier mal die Affenlaute und ähnliche rassistische Beleidigungen. Passiert ist insoweit nichts Substantielles – es blieb bei ein paar Appellen. Wenn sich aber ein Milliardär beschwert, dann gibt es einen 3-Stufenplan bei den Schiris, der bis hin zum Spielabbruch geht und bei jedem einzelnen Banner durchgezogen wird. Dieses Messen mit zweierlei Maß finde ich schwer nachvollziehbar.

  13. Martin Duda says:

    Ich finde nicht das man in diesem Kontext irgendeinem Zuschauer mangelnde Zivilcourage unterstellen kann. In dem Moment müsste der Verein die Ordner anweisen, diesen Dreck sofort zu entfernen, zur Not mit polizeilicher Unterstützung. Und diejenigen, die versuchen das zu verhindern auch gleich mit entfernen.

    • major says:

      Nein, finde ich gar nicht „bemerkenswert“

      Person(m/w/d) 1: „Hast Du gerade ‚Scheiss N*****‘ gesagt ?“
      Person(m/w/d) 2: „Nein, ich nannte ihn einen ‚Hurensohn, der seine Mutter *****“
      Person(m/w/d) 1″Ach, na, dann ist ja gut..Puhh….ich dachte schon, Du wärst ein Rassist“

      Der Autor meint, Beleidigung ist total okay, aber Bananen werfen ist Rassismus und deshalb nicht okay. Er vergleicht da Äpfel mit ..äh… Bananen.

      Die Privilegierung bestimmter Gruppen beim Schutz durch den Staat ist eben nicht rechtsstaatlich. Beleidigungen sind Beleidigungen und für alle gleich zu verfolgen und zu bestrafen. Man kann auch nicht für jede Beleidigung einen eigenen Tatbestand einführen, der dann immer anders gehandhabt wird. Bananen werfen ist jetzt schon Volksverhetzung, die Behauptung des Geschlechtsverkehrs mit der eigenen Mutter nur Beleidigung.
      Kompliziert wird es, wenn bestimmte empfindliche Minderheiten eben „Hurensohn“ genannt werden, statt ethnische, religiöse oder sexuelle Alleinstellungsmerkmale zu beleidigen. Die werden dann natürlich trotzdem (auch wahrheitswidrig) die Rassismuskeule auspacken, wohlwissend, daß das „ja viel schlimmer ist“.

      Praxis ist leider, daß Beleidigungen kaum verfolgt werden (Verfahrenseinstellung „mangels öffentlichem Interesse“ nach §374/376 StPO), Volksverhetzungen aber mit aller Härte, oder drastisch ausgedrückt „Widerlicher Hurensohn, Deine Mudder ********* wird faktisch mit wenigen Ausnahmen (Amtsträger, Fußballinvestoren) von Staatsseite geduldet, der Sarotti-Mohr aber vom Staatsschutz ermittelt.

      • Boom77 says:

        Du hast da was nicht verstanden. Das sind keine Beleidigungen, das sind nur „nicht konforme Meinungen“, die „nicht angeprangert gehören“. Stellt sich die Frage, ob Rassismus nicht auch „ nur eine nicht konforme Meinung“ ist, die…. Halt! Beides gehört angeprangert!

  14. NICK says:

    Dietmar Hopp? „Wegen einem Hurensohn habt ihr euer Versprechen gebrochen!“ Wer das in Frankfurt an die DFB-Zentrale sprüht, kassiert eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Aber Beleidigung einer Einzel-Person? Wo sind hier die Juristen? Nur weil jeder weiß wer gemeint ist…???

    Wer denkt eigentlich an die Kinder die sich dem Effzeh oder Schalke zugewandt haben und gestern im Stadion waren „Ladiladiladiooo, Effzehhh Hurensööööhne“, „Jeder Schalker ist ein Hurensohn“ – wer tritt hier mit Zivilcourage auf und stellt Anzeige gegen unbekannt?! Die kleinen müssen doch für ihr Leben gezeichnet sein, oder wo bleibt der Aufschrei der Rentner bei „“Umweltsau“ gehen die an die Decke, bei „Hurensohn“ scheint alles ok zu sein…

    Wie hätte Rummenigge gestern beim Stand von 2:2 oder gar einem Rückstand reagiert? Riskieren die deswegen die Meisterschaft? Ist das wirklich so dramatisch? Der Fehler war sowas wie Hoffenheim oder RB überhaupt zu zulassen. Sollen diese Vereine eine eigene Liga mit leeren Stadien und ohne TV-Zuschauer gründen…dann wird auch niemand von denen mehr beleidigt.

    So Boom & Rentner – steiniget mich.

    • major says:

      Ich halte gerade RBL für die EHRLICHE Zukunft des Fußballs.
      Wo liegt der praktisch (!) der Unterschied zum „Traditionsverein“ München ?
      Diese vorgetäuschte Vereinsmeierei ist doch nur noch ein Feigenblatt für ein Milliardengeschäft und ich muss Mateschitz und seinen Scheißverein nicht mögen, aber ich habe Respekt vor dem Schachzug, das Vereinsrecht so auszunutzen, wie es der „Verein“ RB Leipzig macht. Er führt damit dieses bigotte Konstrukt der DFL/DFB rechtlich einwandfrei ad absurdum. Ich glaube, die haben 9 Mitglieder und nehmen niemanden mehr auf. Chapeau !

      Ehrlicher wäre die Verpflichtung zur AG mit Streubesitz von mehr als 50%.

      Ich sehe kaum Unterschiede zwischen Traditions- und Plastikfußball. Durch wirtschaftliche Konstrukte ist der Vereinsteil fast überall nur noch Anhängsel, der unnötig Geld kostet. Kosten-Nutzen ist jedenfalls kein meßbarer mehr vorhanden.

      • Boom77 says:

        Genau… als ob z.B die „Ultras“ des BVB da groß die Klappe aufreissen sollten. Wer Besitz wie viel Prozent der BVB-Aktien? Bei den Bayern sieht es doch nicht anders aus. Und die erlauben sich solche Banner? Scheinheilige Bande….

    • Boom77 says:

      Am besten wäre es ohnehin, wir schaffen das mit dem Geld ab. Einen „Sponsor“ einen Sitz in einem „Vereins“Gremium zu geben, nur weil er uns 2 Mio. mehr gibt als der davor…. wo ist da der Unterschied? Wenn also der Herr Hopp der TSG 25 Mio pro Jahr für ein SAP-Trikotsponsoring gegeben hätte, wäre alles okay. Aber bloß nicht als Förderer…

  15. Jochen Nass says:

    Leider scheint einem großen Teil der „Fanszene “ der Sportsgeist abhanden gekommen zu sein. Glaubt tatsächlich irgend einer dieser Kleinhirne dass sich durch solche Schwachsinnsaktionen die Kräfteverhältnisse im Fußball nochmal zu Gunsten der sogenannten „Traditionsvereine“ ändern werden? Geld regiert nun mal die Welt.
    Dass dann auch noch mit der freien Meinungsäußerung argumentiert wird ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten.
    Aber der Frust über das eigene Dasein verleitet wohl dazu !

  16. Boom77 says:

    Gestern wurde uns übrigens eine Lösung präsentiert. Stehplätze werden abgeschafft. Karten werden nur personalisiert vergeben. Dann kann man (völlig anonym erstmal) solche Dinge per App melden und muss keine Angst vor der Horde haben, die da vor einem steht. Aber dann werden einige auf diejenigen schimpfen, die die Stehplätze abgeschafft haben… die sind dann die bösen, die auch noch die tolle Stimmung im Stadion kaputt gemacht haben. Keinesfalls diejenigen idioten, die dafür gesorgt haben, dass es so weit kommen musste und auch keinesfalls die Mehrheit der friedlichen Ultras (man hört immer, die Mehrheit soll ja friedlich, korrekt usw. sein… wo sind die dann in solchen Situationen? Sie sind doch in der Mehrheit… also die „größere Horde“???), die nichts dagegen unternommen haben. Und Schuld sind auch nicht die Vereine, die das zugelassen haben, bewusst wegschauen, wenn solche Banner ins Stadion getragen werden… Schuld und die „Bösen“ werden nur die DFL und der DFB sein.

    • major says:

      Boom, ich halte den Sportsgeist der gesamten Süd schon immer für vorgeschoben, um einfach mal den inneren Schweinhund ausleben zu können.
      Diese Gruppe würde auch auf Leistungsyogaveranstaltungen randalieren, wenn es sowas gäbe.
      Gewissen Charakteren muss man einfach irgendwo den Freiraum geben, ihre Aggressionen abzubauen, so blöd das auch ist.

      • Gerd Mrosk says:

        Etwa eine Meisterschaft der Hools im freestyle auf den Jahnwiesen? Dadrum gehts doch auch. Man könnte und würde sie gern machen lassen,solang sie andere Mitmenschen nicht reingrätschen.Aber richtig,dass wäre dann im nicht rechtsfreien Raum. Dann versucht man unterm Deckmantel (oder der Kapuze) sich angebliche Macht anzueignen.Nach dem Motto jeder so peinlich wie er kann.

        • Gerd Mrosk says:

          Klar gibts Sportvereine boom,aber die Gesinnung ist eine andere. Ich seh gerade nur in Berlin wieder mehr Arbeit auf den Schiedsrichter zukommen,weil der DFB wirklich ein unsägilch unfähiger Fussballbund ist,der bei fast jeder zu bewältigenden Aufgabe voll ins Kloo greift.

        • Ali Perez says:

          Du kennst dich aus Boom. Die Jungs trainieren im Gym. Die wollen aber auch in der freien Wildbahn voll durchziehen und das Erlernte ausprobieren. So oder so ähnlich haben mir das seinerzeits mal Jungs aus Block 38 erklärt.

  17. Gerd Mrosk says:

    So,jetzt passiert in Berlin genau das,was ich vorhin “ befürchtet“ habe. Jetzt kommen Gesänge mit beleidigendem Inhalt.Wer will jetzt beurteilen,ob das sanktioniert werden sollte? Wer oder was macht jetzt den Sport kaputt? Sinnfreie Banner? Sinnfreie Gesänge dagegen? Alles vermischt?Wer schafft Regeln? DFL,DFB,Hools,Ultras,die Regierung oder doch DAZN,SKY oder vllt bald amazon?

  18. Maxla Menace says:

    M.E. ist der gewählte Auslöser für diese Welle der Empörung bezeichnend für den bundesdeutschen Zeitgeist: Mit Milliardären solidarisieren und tatsächliche Opfer gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ignorieren oder blamen. Effzeh.com argumentiert da hellsichtiger: https://effzeh.com/umdenken-lieber-fuer-hopp-als-bei-rassismus-entgleiste-elite/?unapproved=6044&moderation-hash=b381a7656304465db3f5b1a736b276c1#comment-6044

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar