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Fan-Protest gegen Hopp trübt die Bilder des FC-Sieges

Der Moment, der das Spiel unterbrach: FC-Fans halten ein Banner gegen Dietmar Hopp hoch - die FC-Spieler und -Verantwortlichen müssen einschreiten, damit das Spiel weitergehen kann. (Foto: Mika Volkmann)


Der 1. FC Köln hat gegen den FC Schalke 04 (3:0) einen weiteren Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Einige Fans der Geissböcke hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit jedoch nichts anderes im Sinn, als gegen Dietmar Hopp zu hetzen. Schiedsrichter Manuel Gräfe pfiff daraufhin das Spiel nicht wieder an, ehe die gesamte Kölner Mannschaft inklusive Markus Gisdol und Horst Heldt in die Kurve ging. Die FC-Ultras wollten gegen die Strafe für Dortmunds Fans protestieren, die in den kommenden Jahren nicht zum Auswärtsspiel nach Hoffenheim fahren dürfen. Das kam bei den FC-Verantwortlichen und -Spielern gar nicht gut an.

Die Bilder des Spiels gibt es in der Galerie

Timo Horn kritisierte die Aktion der FC-Fans mit deutlichen Worten: „Sowas gehört nicht ins Stadion. Wenn wir in unserer Situation mit 2:0 im eigenen Stadion führen, dann sollte alle Unterstützung ins Team fließen und nicht in solche Aktionen“, machte der FC-Keeper deutlich. „Das ist unschön und ich würde mich freuen, wenn das nicht mehr vorkommen würde. Solche Aktionen sollte es einfach nicht geben. Das ist fehl am Platze.“

Auch Markus Gisdol fand klare Worte: „Der Schiedsrichter hat gezeigt, dass er das Spiel nicht wieder anpfeift, solange das Plakat am Zaun hängt. Deswegen sind wir geschlossenen dorthin gegangen. Dass so etwas in unserem Sport passiert, ist schade“, sagte der 50-Jährige, der selbst einst als Hoffenheim-Coach arbeitete. „Ich kenne Dietmar Hopp sehr gut. Er ist ein sehr feinfühliger Mensch. Ich weiß, dass er nur einen Teil seines Vermögens in den Sport investiert und einen viel größeren in soziale Projekte wie in die Krebsforschung – vielleicht profitiert der eine oder andere davon, der es gar nicht weiß und heute gegen ihn protestiert hat.“

Der Protest der FC-Fans könnte einmal mehr Konsequenzen durch den DFB nach sich ziehen. Darüber hinaus könnte der 24. Spieltag jedoch weiterreichende Folgen auch für die Fan-Szene haben. Weil das Spiel des FC Bayern in Hoffenheim am Samstagnachmittag von den Bayern-Anhängern ähnlich unterbrochen wurde wie beim FC, kündigte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge Konsequenzen für die FCB-Fans und -Fangruppierungen an. Sollte der Rekordmeister aufgrund der Vorkommnisse ein Exempel statuieren, könnte dies ein Signal für andere Vereine sein, bei weiteren Vorfällen entsprechend vorzugehen.

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