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Laschet fordert: Nachhol-Derby als Geisterspiel oder Absage!


Findet das Nachhol-Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Mittwoch ohne Zuschauer statt oder wird erneut verschoben? Nach dem Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet erklärt, man wolle in Nordrhein-Westfalen der Empfehlung folgen und keine Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern zulassen.

Köln/Mönchengladbach – Noch bereiten sich Borussia Mönchengladbach und der 1. FC Köln auf ein normales Derby am Mittwochabend (18.30 Uhr) im Borussia Park vor. Doch es dürfte wohl kein normales Duell der rheinischen Rivalen werden, ein Geisterspiel ist aktuell wahrscheinlich. Denn: In Folge der Angst um eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus hat die Bundespolitik nun die Absage von Großveranstaltungen in Deutschland empfohlen.

In Nordrhein-Westfalen werden mittlerweile insgesamt fast 500 registrierte Corona-Virus-Fälle verzeichnet. Das Düsseldorfer Gesundheitsministerium berichtete am Sonntag von 484 bestätigten Infektionen. Darauf reagierte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und folgte der Empfehlung von Jens Spahn zur vorläufigen Absage von Großveranstaltungen. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ sagte Laschet: „Das ist der Rat der Virologen. Die sagen: Wir müssen das Tempo der Ausbreitung verlangsamen, damit wir auf alle Situationen vorbereitet sind. Und Großveranstaltungen haben die Neigung, dass viel übertragen wird. Deshalb werden wir diesen Rat jetzt bei uns in Nordrhein-Westfalen umzusetzen.“

Erstes Bundesliga-Spiel ohne Zuschauer?

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen in Deutschland am Sonntag empfohlen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen. Zurzeit geschehe dies noch zu zaghaft. Heißt also eigentlich: Das Spiel zwischen Gladbach und Köln könnte sogar abgesagt und noch einmal verschoben werden, zumal beide Klubs nur noch in der Bundesliga und in keinem anderen Wettbewerb vertreten sind und somit ein neuer Termin leicht gefunden werden könnte. Doch der Wunsch beider Vereine, sollte eine Einschränkung unausweichlich sein, geht offensichtlich in Richtung eines Geisterspiels ohne Zuschauer.

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle ließ ausrichten, dass die Gesundheit der Zuschauer an erster Stelle stehen müsse. Man befinde sich bereits seit Wochen im Austausch mit den Behörden und werde die Diskussionen am Montag und Dienstag fortsetzen, um zu einer für alle Seiten zufriedenstellenden Lösung zu kommen. Ein Geisterspiel in der Bundesliga wäre ein Novum. In der Geschichte der Liga gab es bislang noch nie ein Spiel ohne Zuschauer. In der Zweiten Liga hatte es erstmals 2004 ein Geisterspiel im deutschen Profifußball gegeben, als die Partie zwischen Alemannia Aachen und dem 1. FC Nürnberg als Wiederholungsspiel angeordnet worden war, allerdings damals als Folge eines Vorfalls, bei dem der Nürnberger Trainer Wolfgang Wolf von einem Wurfgeschoss am Kopf getroffen worden war. Nun könnte ausgerechnet das rheinische Derby zwischen Mönchengladbach und Köln das erste Bundesliga-Duell ohne Zuschauer werden.

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