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Vertrag läuft aus: Wie geht es mit Nachwuchstrainer Daun weiter?

Markus Daun hat die U17 des 1. FC Köln im vergangenen Sommer als amtierenden Deutschen Meister übernommen und trotz großem Umbruch prompt wieder an die Spitze der B-Junioren-Bundesliga West geführt. Nun läuft der Vertrag des Nachwuchstrainer aber Ende Juni aus.

Köln – Bei der U21 des 1. FC Köln ist Markus Daun in der vergangenen Saison gescheitert. Nach nur einem Sieg aus 17 Spielen wurde der Trainer bei der zweiten Mannschaft des FC freigestellt. Trotzdem brachten die Verantwortlichen dem 39-jährigen das Vertrauen entgegen, im Sommer die U17-Meistermannschaft zu übernehmen. „Die Frage, woran man gemessen wird, habe ich mir da natürlich schon gestellt. Entsprechend akribisch bin ich die Arbeit angegangen“, erklärte Daun jüngst im Interview mit dem GEISSBLOG.KOELN.

Das Erbe, dass Daun von Martin Heck als Meistertrainer hatte antreten müssen, war entsprechend groß. Doch bislang schafft es der Übungsleiter, an die Erfolge seines Vorgängers trotz personellem Umbruch in der Mannschaft nahtlos anzuknüpfen. Nach einer Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen zu Saisonbeginn folgten 17 Siege und drei Unentschieden. Verloren hat die Mannschaft seither nicht mehr und führt damit die B-Junioren-Bundesliga in der Staffel West an. Aktuell fehlen den Kölnern nur noch fünf Punkte, um die Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft vorzeitig zu sichern und die Chance auf die Wiederholung des Titelgewinns von 2019 am Leben zu erhalten.

Er weiß, dass wir nach einer Lösung suchen

Doch wie geht es mit dem Trainer beim 1. FC Köln über die Saison hinaus weiter? Aktuell läuft sein Vertag noch bis zum Ende der aktuellen Spielzeit. Daun selbst, der gebürtig aus Eschweiler stammt, macht keinen Hehl daraus, gerne weiterhin beim FC zu bleiben. „Der Verein weiß von mir, dass ich sehr gerne für diesen Klub arbeite und dass ich sehr gerne beim FC bleiben würde“, erklärte der ehemalige Profi, der in seiner aktiven Laufbahn allerdings nie für den FC spielte. Durch seine Familie und die Nähe zur Heimat käme für den Trainer ohnehin kein Job in weiterer Ferne von Köln in Frage. „Deswegen habe ich auch einem Zweitligisten als Co-Trainer abgesagt und ein Angebot aus der Schweiz im letzten Sommer abgelehnt. Was bringt mir ein höheres Gehalt, wenn ich dann allein im Hotelzimmer sitze und meine Familie nicht sehen kann?“ Am Geißbockheim fühlt sich der Fußballlehrer wohl und hofft, mit dem Verein eine Lösung zu finden. „Ich habe das Gefühl, meine Aufgabe beim FC gefunden zu haben und glaube, dass ich aufgrund meiner Erfahrung im Übergang zwischen Nachwuchs und Profi-Bereich viel geben kann. Deswegen glaube ich, dass wir uns zusammensetzen und uns einig werden können.“ Ausgeschlossen scheint ein weiteres Engagement im Nachwuchsbereich des FC zumindest nicht. Auch die Verantwortlichen sind mit der Arbeit des 39-jährigen zufrieden. „Wir sehen es genauso wie Markus. Er weiß, dass wir nach einer Lösung suchen, um ihn beim FC zu behalten“, erklärte NLZ-Leiter Matthias Heidrich auf Nachfrage des GBK. Beide Parteien scheinen sich also grundsätzlich einig zu sein, auch über den Sommer hinaus gemeinsam weiterzuarbeiten. Und das natürlich am liebsten als neuerlicher Deutscher Meister mit der U17.

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