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FC plant ohne vergrößerten Kader für Saison-Endspurt

Mit einer in dieser Saison erfolgreichen U21 und U19 hätte der 1. FC Köln für den Saisonendspurt zahlreiche Backup-Spieler in der Hinterhand, sollten sich weitere Profis wider Erwarten mit dem Coronavirus infizieren oder verletzungsbedingt ausfallen. Trotzdem hofft Markus Gisdol, mit seinem aktuell zur Verfügung stehenden Kader und den beiden derzeit infizierten Profis die Spielzeit zu Ende bringen zu können. 

Köln – Mit 24 Feldspielern und vier Torhütern hat der 1. FC Köln am vergangenen Donnerstag sein Quarantäne-Camp im Dorint Hotel am Heumarkt bezogen. Sobald Ismail Jakobs und Niklas Hauptmann ihre Coronavirus-Erkrankung überstanden und zwei negative Tests aufweisen konnten, wird voraussichtlich auch das Duo wieder zur Mannschaft stoßen. Damit könnte der FC den Saisonendspurt bis Ende Juni mit 26 Feldspielern bestreiten.

Mannschaften sollen für ausreichend großen Kader sorgen

Auf Seite 36 des von der Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb entwickelten Hygienekonzepts heißt es unter dem Punkt „Empfehlungen für das Vorgehen im Fall einer positiv getesteten Person“, dass die Vereine „frühzeitig für einen ausreichend großen Kader im Saisonfinale“ sorgen sollten. Doch was genau bedeutet in diesem Fall ein ausreichend großer Kader, sollten mehrere Profis gleichzeitig unter Quarantäne gestellt werden müssen? In der Spielordnung der DFL zumindest heißt es, dass falls einem Profikader aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen weniger als 14 Spieler zur Verfügung stünden, der Einsatz von mehr als den üblichen drei Amateuren und Vertragsspielern beantragt werden dürfte.

Dem 1. FC Köln könnte dabei zu Gute kommen, dass sie anders als viele andere Bundesligisten noch über eine zweite Mannschaft verfügen. Jedoch hat die U21 des FC derzeit angesichts der Corona-Krise noch nicht wieder ihren Trainingsbetrieb aufgenommen. Darüber hinaus plant Markus Gisdol derzeit nicht, an der Größe des Kaders etwas zu verändern. „Jetzt in der Quarantäne wird niemand mehr dazukommen. Danach müssten Spieler zwei negative Tests aufweisen, um mittrainieren zu können“, erklärte der Trainer. Mit der für den 15. Mai geplanten Rückkehr von Rafael Czichos ins Mannschaftstraining, sowie Tim Lemperle im Aufbautraining und den derzeit noch Erkrankten Niklas Hauptmann und Ismail Jakobs sieht Gisdol aktuell keinen Grund darin, den Kader noch größer zu machen. „Wir haben alle Spieler, die für uns in naher Zukunft eine Rolle spielen, dabei und dazu noch ein, zwei Joker aus der U21 und U19 in der Hinterhand, die aber jetzt länger nicht trainiert haben und aktuell auch noch nicht wieder trainieren.“

Dann würde es abenteuerlich

Bei den Geißböcken hofft man vor allem, dass das entwickelte Hygienekonzept weiterhin funktioniert und sich im restlichen Saisonverlauf kein Spieler mehr infiziert. Dafür appellieren die Verantwortlichen auch immer wieder an die Eigenverantwortung und Disziplin der Profis. Doch nicht nur mögliche Virusinfektion könnte im restlichen Saisonverlauf dafür sorgen, dass sich der Kader bis zum Saisonende minimiert. Wichtig wird es für die Spieler auch sein, schnellstmöglich wieder ihr körperliches und athletisches Wettkampfniveau zu erreichen, um nach der langen Spielunterbrechungen die Verletzungsanfälligkeit zu minimieren. Mit der aktuellen Kadergröße sieht sich der FC aber gut aufgestellt, wie Markus Gisdol am Freitag betonte: „Sind wir ehrlich: Wenn 26 Feldspieler nicht reichen, um durch die restliche Saison zu kommen, läuft eh was schief. Dann würde es abenteuerlich.“

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