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Nach Kölns Fehler-Festival: „Wir sollten jetzt cool bleiben“


Der 1. FC Köln schenkt auch im dritten Spiel nach der Corona-Unterbrechung Punkte in der Bundesliga her. Bei der TSG 1899 Hoffenheim leisten sich die Geissböcke zahlreiche Aussetzer: in der Defensive, in Zweikämpfen und vom Elfmeterpunkt. Markus Gisdol bemängelt fehlende Konzentration. Toni Leistner mahnt die Ruhe zu bewahren. Die Stimmen aus Sinsheim.

Timo Horn: „Wir hatten einen guten Lauf, der von der Coronakrise unterbrochen wurde. Danach muss mich sich alles wieder hart erarbeiten, und da müssen wir anpacken. Wir können froh sein, dass wir uns einen Vorsprung erspielt haben. Wir wollen den Klassenerhalt schaffen. Das war unser Ziel, als der neue Trainer kam. Dafür brauchen wir noch ein paar Punkte. Wir haben heute nicht gut angefangen, haben eigentlich erst nach der Roten Karte angefangen Fußball zu spielen. Dass wir nach der Pause gleich zwei Tore bekommen, war der Nackenschlag. Wir sind dann zwar nochmal ins Spiel gekommen und hatten durch den Elfmeter die Riesenchance heranzukommen. Ich glaube, dann wäre es nochmal sehr spannend geworden. Ich denke, das war die spielentscheidende Szene. Aber wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen. Wir haben nach Düsseldorf klar festgelegt, dass Mark Uth schießt. Er hat sich der Verantwortung gestellt und damit ist das Thema erledigt.“

Toni Leistner: „Wir haben die Anfangsphase verschlafen und sind erst nach der Roten Karte wirklich aufgewacht. Dann haben wir das Spiel gemacht, sind aber sehr schläfrig aus der Pause gekommen. Trotzdem haben wir die Chance durch den Elfmeter heranzukommen. Hätten wir den gemacht, hätte das Spiel noch mal eine andere Würze bekommen. Die Rote Karte war ein unglücklicher Zweikampf. Der Schiri meinte, es war eine glasklare Rote Karte. Das war sehr ärgerlich für das Team. Wir haben jetzt zwei Punkte nach dem Restart geholt. Wir sollten cool bleiben und uns auf das nächste Spiel konzentrieren.“

Sobald die Konzentration nachlässt, kommen die Gegentore

Markus Gisdol: „Unser Spiel bestand aus totalen Wellenbewegungen. Wir kommen nicht gut ins Spiel, geraten in Rückstand, kassieren die Rote Karte, finden dann aber die Ordnung, die Abstände, sind nahe dran noch vor der Halbzeit das 1:1 zu machen. Wir nehmen uns fest vor nach der Pause genau so zu weiterzumachen und verändern nichts, kriegen dann aber gleich zwei Gegentore und schenken das Spiel weg. Darüber werden wir in aller Deutlichkeit reden müssen. Mein Hauptkritik ist, dass wir zu leicht Gegentore zulassen. Wir sind zu nachlässig. Wir bemühen uns zwar gut Fußball zu spielen, aber sobald die Konzentration und die Spannung etwas nachlassen, kommen die Gegentore. Und denen laufen wir dann hinterher. Daran müssen wir arbeiten. Gladbach war das erste Geisterspiel, da waren wir dicht dran etwas zu holen. Gegen Mainz und Düsseldorf waren es mannschaftstaktische Dinge, die nicht so gut gelaufen sind. Heute hätte ich mir gewünscht, dass wir uns in den Anfangsphasen mehr wehren. Das führt insgesamt dazu, dass du – Geisterspiel hin oder her – Probleme hast zu punkten. Das müssen wir mit der Mannschaft besprechen. Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert bleiben.“

Alfred Schreuder: „Man kann nicht immer 90 Minuten gut spielen. Wir haben in der zweiten Halbzeit extrem gut angefangen und zwei Tore gemacht. Unser Pressing war sehr gut. Beim 3:0 muss man dann nur die Ruhe behalten und nicht so billig eine Gelb-Rote Karte bekommen. Mit Zehn gegen Zehn hat die Mannschaft dann angefangen zu zweifeln, auch nach dem 3:1. Das ist normal, wenn man länger keinen Erfolg hat. Der Moment des gehaltenen Elfmeters war ein sehr wichtiger Moment für uns. Wenn so ein Ball reingeht, dann hätte es Köln noch mehr Luft gegeben.“

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