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Weitere Corona-Fälle beim FC – nächste Vorbereitung im August?


Während beim 1. FC Köln in den vergangenen Wochen nicht nur die zwei bisher bekannten Spieler mit dem Coronavirus infiziert waren, herrscht bei den Verantwortlichen aller Klubs noch Ratlosigkeit, wie es über den Juni hinaus mit der Bundesliga weitergehen wird. Auch der FC plant bislang nur auf Basis von Annahmen und Wahrscheinlichkeiten und rechnet dabei rückwärts.

Köln – Es war eine überraschende Äußerung von Geschäftsführer Alexander Wehrle im GeißbockEcho, das an diesem Wochenende für das Heimspiel gegen RB Leipzig veröffentlich wurde. Der 45-Jährige bestätigte, dass neben Ismail Jakobs und Niklas Hauptmann noch zwei weitere FC-Spieler an Corona erkrankt gewesen seien. „Wir hatten ja schon zwei positiv getestete Spieler, die fünf Tage später negativ getestet wurden. Darüber hinaus haben Antikörper-Tests ergeben, dass insgesamt vier Spieler bereits über Antikörper verfügen – also zwei weitere neben den positiv getesteten.“

Um wen es sich dabei handelte, behielt der Klub für sich. Sicher ist nur: Auch diese beiden Profis müssen sich im Laufe der Wochen mit dem Coronavirus infiziert und die Krankheit ohne auffälligere Symptome überstanden haben. Zusammen mit einem der Physiotherapeuten kommt man beim FC also auf fünf positive Befunde, wobei die Zeitpunkte der Infektionen bei den beiden unbekannten Spieler sich nicht mehr exakt zurückverfolgen lassen. Insgesamt lässt der FC einen Staff von über 50 Personen testen, die sich täglich im Umfeld der Mannschaft aufhalten. Rund zehn Prozent der Getesteten kamen also bislang mit dem Virus in direkten Kontakt.

Saison 2020/21 frühestens ab dem 12./13. September

Derweil sucht die Bundesliga nach Antworten auf die Fragen, die sich alle Klubs stellen: Wann wird die Bundesliga-Saison 2020/21 starten können? Wann wird es ein Transferfenster geben? Und welche Optionen gibt es, um in der kommenden Saison wieder mit Zuschauern rechnen zu können? Nach GBK-Informationen war man beim FC bislang vom ersten September-Wochenende als frühestmöglichen Startpunkt für eine neue Saison ausgegangen. Doch weil für das besagte Wochenende ursprünglich eine erste Länderspiel-Pause vorgesehen war und diese offenbar von Seiten der internationalen Verbände eingehalten werden soll, rückt nun laut Bild am Sonntag das Wochenende des 12. und 13. September ins Visier der Liga-Planer.

Offiziell gilt nach wie vor der 21. August 2020 als Starttermin für die 58. Bundesliga-Saison. Dieser Termin ist allerdings schon jetzt nicht mehr zu halten. Darüber hinaus kann die Deutsche Fußball Liga in den Gesprächen mit der Politik zwar klären, welche Zuschauer-Konzepte im Falle weiterer Lockerungen für Großveranstaltungen denkbar sind. Diese Gespräche laufen bereits und sollen mehrere Varianten von Teil-Öffnungen für Fans beinhalten unter Berücksichtigung des Mindestabstandes und der Maskenpflicht. Darüber hinaus jedoch ist die DFL an die internationalen Verbände FIFA und UEFA gebunden. Erst müssen die neuen internationalen Spielpläne vorliegen, dann kann der Rahmenterminkalender des DFB abgesegnet und mit dem Spielplan der DFL verknüpft werden.

Dennoch ist ein erster Richtwert mit dem Wochenende des 12. und 13. September für die Bundesligisten ein Anhaltspunkt. Nicht nur, weil die Winterpause 2020/21 entfallen könnte, je später die Liga beginnt. Schließlich wurde die EM 2020 in den Sommer 2021 verschoben, weshalb die Liga-Planer im Frühjahr 2021 kaum Spielraum für eine Verlängerung der Saison haben. Zudem geht es um die Planungen für die Vorbereitung auf die nächste Saison, da die jetzige erst zum 1. Juli zu Ende gehen wird. Nach GBK-Informationen rechnet der FC in seinen aktuellen Planungen von einem solchen Startpunkt sechs Wochen rückwärts, um einen provisorischen Start der Vorbereitung festzulegen. Dieser läge aktuell also rund um den 1. August 2020. Die FC-Profis bekämen damit den Juli frei und müssten sich rund einen Monat nach dem letzten Spieltag der Saison 2019/20 (am 27. Juni) wieder zum Dienst melden.

„Das sind Fragen, die wir uns alle gerade stellen. Wir können aber nur auf Basis von Wahrscheinlichkeiten Annahmen treffen und vorläufig planen“, sagte FC-Sportchef Horst Heldt jüngst. Dem Vernehmen nach will der 1. FC Köln in diesem Sommer nur ein längeres Trainingslager absolvieren, und dieses am liebsten wie im Vorjahr im Öschberghof in Donaueschingen. Dort wäre der FC auch gerade bereits im April in ein Quarantäne-Trainingslager gegangen. Dies hatte sich aber zerschlagen, weshalb man sich für die Hotel-Variante am Heumarkt in Köln entschieden hatte. Sollte die kommende Bundesliga-Saison also tatsächlich Mitte September beginnen, wäre ein mindestens zehntätiger Aufenthalt der Kölner in Donaueschingen von Mitte bis Ende August wahrscheinlich.

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