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Cordoba oder Uth – kann der FC nur einen der beiden halten?


Je näher das Saisonende rückt, desto mehr Arbeit wartet beim 1. FC Köln auf Horst Heldt. Der Geschäftsführer Sport muss für die kommende Spielzeit einen konkurrenzfähigen Kader für eine weitere Erstliga-Saison auf die Beine stellen – so viel dürfte aufgrund der tabellarischen Situation inzwischen feststehen. Dabei stehen insbesondere Jhon Cordoba und Mark Uth im Fokus. Werden die Geißböcke am Ende nur einen der beiden Angreifer halten können? 

Köln – Dass Jhon Cordoba trotz seines bis 2021 laufenden Vertrages in der kommenden Saison mit dem Geißbock auf der Brust aufläuft, ist nicht sicher. Mit seinen zwölf Saisontoren hat der Kolumbianer das Interesse vieler internationaler Vereine auf sich gezogen. „Wir sind im Austausch, es ist aber nicht so einfach“, hatte Horst Heldt zu Beginn der Woche hinsichtlich einer möglichen Vertragsverlängerung mit seinem erfolgreichsten Stürmer erklärt. Zuletzt berichtete das italienische Nachrichtenmagazin Areanapoli von einem möglichen Interesse des SSC Neapel. Doch auch in Spanien und England dürften die Leistungen des bulligen Angreifers den Vereinen nicht entgangen sein.

Kommt Schalke dem FC entgegen?

Neben Kölns diesjähriger Lebensversicherung spielt auch die Personalie Mark Uth für die Planungen der nächsten Saison eine entscheidende Rolle. Weder Spieler noch Verein machten in den letzten Wochen einen Hehl daraus, dass sie ihre Zusammenarbeit gerne über den Sommer hinaus verlängern würden. Das Problem jedoch: Uth besitzt bei Schalke 04 noch einen Vertrag bis 2022 und verfügt bei den Königsblauen über eine Ausstiegsklausel in zweistelliger Millionenhöhe. Wie die WAZ kürzlich berichtete, soll diese sogar noch deutlich mehr als die zuletzt kolportierten zehn Millionen Euro betragen. Selbst für einen Spieler, der mit fünf Treffern und vier Vorlagen innerhalb von elf Spielen voll beim FC eingeschlagen ist, könnten die Geißböcke in der kommenden Transferperiode nicht so viel Geld auf den Tisch legen. Allerdings würde auch der FC Schalke 04 gerne das üppige Gehalt des Angreifers in der kommenden Saison einsparen und wäre dem Bericht zufolge bereit, Uth günstiger abzugeben.

Auf Geschenke aus Gelsenkirchen dürfte man am Geißbockheim aber wohl vergebens warten. Und ohne eigene Transfereinnahmen wäre der FC im kommenden Transfer-Sommer wohl kaum in der Lage überhaupt größere Ablösesummen zu zahlen, geschweige denn verbunden mit üppigen Gehältern. Schließlich hat die Coronavirus-Pandemie den FC hart getroffen und zahlreiche wirtschaftliche Unsicherheiten mitgebracht. Daher müsste auch Uth selbst bereit sein, auf große Teile seines Schalker Gehaltes zu verzichten. Der Offensivspieler wird sich überlegen müssen, wie viel ihm die dauerhafte Rückkehr in seine Heimat wert ist. Im Sommer wird Uth 29 Jahre alt und dürfte damit bis zum Ende seiner Karriere nicht mehr allzu viele große Verträge abschließen.

Muss sich der FC zwischen Cordoba und Uth entscheiden?

Für den 1. FC Köln wird der Sommer in jedem Fall zu einem wirtschaftlichen Kraftakt. Vor allem dann, sollte man versuchen sowohl Cordoba als auch Uth in der kommenden Saison beim FC zu behalten. Klar scheint, dass der Kolumbianer seinen Vertrag in Köln entweder verlängert oder den Verein noch im Sommer für eine Millionenablöse verlässt. Denn einen ablösefreien Abschied des besten Torjägers im Sommer 2001 könnten sich die Geißböcke angesichts der finanziellen Lage nicht erlauben. Wäre ein Verkauf des 27-jährigen daher eine der wenigen Chancen das Gesamtpaket für Mark Uth zu finanzieren? Umgekehrt würde eine Verlängerung mit Cordoba angesichts der unvermeidbaren Gehaltsverbesserung des Kolumbianers viel Geld kosten, womit eine Verpflichtung von Uth in weite Ferne rücken würde. Am Ende wird sich der FC also möglicherweise für einen der beiden Spieler entscheiden müssen. Wobei die Kölner erst noch abwarten müssen, welche Angebote in Zeiten der Coronakrise am Ende wirklich für Cordoba auf dem Tisch liegen werden.

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