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Dreierkette und Modeste: Köln will Bremen die Stirn bieten


Eine lange Bundesliga-Saison geht zu Ende. Am 34. Spieltag steht der 1. FC Köln noch einmal im Fokus des Abstiegskampfes. Zum Glück für die Geißböcke nur noch als Gegner, nicht als Team unter Zugzwang. Der SV Werder Bremen muss gegen den FC gewinnen. Doch ein Kölner Sieg wäre für die Mannschaft von Markus Gisdol von großer Bedeutung.

Köln/Bremen – Als der FC-Tross am Freitagnachmittag nach Bremen aufbrach, hatte Markus Gisdol Wort gehalten und personell noch einmal alles aus seinem Kader herausgeholt. Auf Jonas Hector und Florian Kainz musste er zwar ebenso verzichten wie auf Jhon Cordoba. Doch ansonsten nominierte der 50-jährige alles, was noch laufen kann – und was nach Aussage des FC-Trainers auch noch siegen will.

Der FC hat der Liga versprochen, noch einmal alles zu geben. Vor allem aber haben sich die Geißböcke selbst geschworen noch einmal alles zu geben. Für die TV-Gelder, aber auch für das Gefühl und das Ende einer seit neun Spielen anhaltenden Sieglos-Serie. Die Rechnungen sind inzwischen bekannt: Köln würde Bremen in Liga zwei schicken, wenn der FC gewinnen oder zumindest einen Punkt entführen würde. Sollte der SV Werder die Oberhand behalten, müsste parallel Fortuna Düsseldorf entweder gewinnen oder zumindest Unentschieden spielen und dann auf das Torverhältnis hoffen.

Kader deutet auf Dreierkette hin

Die Verantwortung der Kölner ist in diesem Abstiegskampf groß. In der jüngeren Vergangenheit hatte sich das Team immer dann gegen Ende einer Saison nicht mehr mit Ruhm bekleckert, wenn das eigene Saisonziel bereits erreicht war. Das soll dieses Jahr anders sein. Man will Bremen einen Kampf liefern und dem Team von Florian Kohfeldt den Stecker ziehen. Doch mit welcher Elf? Dass Anthony Modeste den Adduktoren-verletzten Cordoba ersetzen wird, gilt als sicher. Jan Thielmann könnte für den gesperrten Kainz aufrücken. Doch bleibt Gisdol bei der Dreierkette in der Defensive wie im letzten Heimspiel gegen Frankfurt? Oder stellt der FC-Coach wieder auf eine Viererkette um?

Da alle vier gestandenen Innenverteidiger inklusive Jorge Meré im Kader stehen, deutet vieles auf eine Viererkette hin. Dann würden Kingsley Ehizibue und Ismail Jakobs wieder die Außenbahnen übernehmen. Elvis Rexhbecaj und Ellyes Skhiri werden im Zentrum wohl noch einmal mit viel Laufarbeit gefordert sein, während Mark Uth davor die Offensive ankurbeln dürfte. Da die letzten Wochen die Geißböcke jedoch viel Kraft gekostet haben und so mancher FC-Profi auf dem Zahnfleisch läuft, wird Gisdol bei erwarteten Bedingungen von 27 Grad und Sommerregen abwägen müssen, wer wirklich noch fit ist und wer nicht. Gegen die Eintracht fehlte so manchem Kölner am Ende die Luft. Doch womöglich ist dann ohnehin schon alles im Tabellenkeller entschieden.

So könnte der Effzeh spielen: Horn – Leistner, Bornauw, Czichos – Ehizibue, Skhiri, Rexhbecaj, Jakobs – Thielmann, Uth – Modeste

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