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Gehaltsverzicht statt TV-Gelder: FC kündigt Gespräche mit Profis an


Der 1. FC Köln stolpert in die Sommerpause. Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell. Die Geißböcke drückt die Corona-Last. Das gilt auch für die kommende Saison, da an den ersten Spieltagen ab September weiter keine Zuschauer zugelassen sein werden. Daher werden die Verantwortlichen Ende Juli das Gespräch mit den FC-Profis suchen.

Köln – Es ist kein Geheimnis, dass der 1. FC Köln in jedem Heimspiel ohne Zuschauer rund zwei Millionen Euro verliert. Entsprechend bedient waren die FC-Bosse, dass die Mannschaft gegen Bremen am letzten Spieltag die Chance auf fünf Millionen Euro mehr TV-Gelder lustlos wegwarf. Gut möglich, dass diese Nicht-Leistung nun zum Bumerang für die Spieler wird. Denn der Verein wird die Profis wohl zu einem Gehaltsverzicht bis Jahresende aufrufen.

Wie der Vorstand der Geißböcke in einer Medienrunde am Sonntag bestätigte, gehe man davon aus, dass sich die Spieler zu einem weiteren Verzicht über den 30. Juni hinaus bereit erklären werden. „Die nächste Saison wird aufgrund von Corona erneut mit Einschränkungen starten“, erklärte Präsident Werner Wolf. „Das heißt, dass Einnahmen fehlen werden, die wir nicht zurückbekommen werden.“ Man werde daher auch mit den Spielern wieder das Gespräch suchen. Die internen Planungen gehen aktuell von Geisterspielen bis zum Ende des Kalenderjahres 2020 aus. DFL-Boss Christian Seifert hatte am Samstag bereits bestätigt, dass mindestens der Saisonbeginn 2020/21 im September ohne Zuschauer stattfinden werde. Noch ist nicht absehbar, wann zumindest ein Teil der Fans wieder in die Bundesliga-Stadien darf. Doch selbst bei einem Teil-Einlass von Zuschauern würde dem FC wohl ein hoher sechsstelliger oder niedriger siebenstelliger Betrag pro Heimspiel flöten gehen.

Die Spieler haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es um den Verein steht

Daher muss sich auch der 1. FC Köln wappnen und wird nach dem Urlaub der Profis Ende Juli auf die Spieler zugehen. „Ab dem 1. Juli haben wir noch keine Regelung getroffen“, bestätigte Wolf und erklärte, dass man der Mannschaft transparent vor Augen führen werde, wie viel Geld die Corona-Krise den Klub koste. „Die Spieler haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es um den Verein steht. Wir können stolz sein, dass die gesamte Mannschaft bereit war, in der Krise zu helfen.“ Es gilt als sicher, dass der FC erneut einen Betrag von rund 20 Prozent pro Spieler pro Monat als Verzicht vorschlagen wird. „Es hat sich bewährt, das erst intern zu besprechen“, wollte Wolf genaue Zahlen aber nicht kommentieren.

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