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Kein neues System: Mit Youngster-Power gegen Bayer?


Die Worte von Markus Gisdol nach dem peinlichen Auftritt gegen Union Berlin (1:2) waren deutlich. Am Dienstagabend verzichtete er mit dem Kader für das Derby gegen Bayer Leverkusen aber auf personelle Konsequenzen. Dennoch könnte die schwache Vorstellung seiner Mannschaft gegen die Eisernen zu einer veränderten Derby-Startelf führen – nicht jedoch zu einem anderem System.

Köln – Als Markus Gisdol im Dezember 2019 den FC aus der Krise führte, gelang ihm dies mit einer klaren Ansage: „Keine Kompromisse“ sollte es geben, der Trainer der Geißböcke erwartete vor allem Laufstärke, Aggressivität und taktische Disziplin. All dies bekam er zuletzt von seinen Spielern nicht mehr. Hatte Gisdol seine Mannschaft vor einem halben Jahr im Derby gegen Leverkusen mit personellen Veränderungen aufgerüttelt, könnte dies im Rückspiel nun wieder der Fall sein. Doch die Optionen sind rar.

Als die Spieler, die zum Kader für die Partie am Mittwoch gehören, am Dienstagabend in den Mannschaftsbus stiegen, war klar: Gisdol wird wohl keine größere Systemumstellung vornehmen und an der Viererkette in der Defensive festhalten. Das Fehlen von Jorge Meré im Kader war ein klarer Hinweis darauf, dass eine Dreierkette, womöglich mit zwei Stürmern in einem 3-5-2, von Beginn an keine Option ist. Denn Gisdol verzichtete auf den vierten Innenverteidiger im Aufgebot. Wohl auch deswegen, weil sich mit Noah Katterbach und Jan Thielmann zwei wichtige Spieler zurückmeldeten, denen ein Ausfall gedroht hatte.

Flügelzange Thielmann/Lemperle?

So kann Gisdol bis auf Ismail Jakobs auf alle Spieler zurückgreifen, die im Hinspiel den 2:0-Sieg eingefahren hatten. Im Vergleich zur Partie am 14. Dezember 2019 dürfte jedoch Jhon Cordoba für Anthony Modeste beginnen sowie Mark Uth für Dominick Drexler auf der Zehn. Offen ist, ob Gisdol auf links erneut Florian Kainz bringt oder mit Tim Lemperle einem weiteren Youngster eine Chance einräumt. Lemperle gilt als schneller, dribbelstarker Außenspieler, der mit seinem stärkeren rechten Fuß lieber über links kommt, um auch den Abschluss aus der Mitte suchen zu können. Rechts dürfte derweil Thielmann jene Chance bekommen, die ihm seine Adduktorenprobleme vor vier Tagen gegen Union genommen hatten.

So könnte der FC spielen: Horn – Ehizibue, Bornauw, Czichos, Katterbach – Skhiri, Hector – Thielmann, Uth, Lemperle – Cordoba

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