,

Lemperle und Clemens mit versöhnlichem Saisonabschluss


Die Schmach aus dem Spiel gegen Werder Bremen behielt zumindest für zwei Spieler des 1. FC Köln ein persönlich versöhnliches Saisonende bereit. Tim Lemperle wird die Partie an der Weser zumindest aufgrund seines Bundesliga-Debüts in positiver Erinnerung behalten. Christian Clemens feierte derweil nach 429 Tagen sein Comeback auf dem Platz. 

Köln – Es war ein Tag zum Vergessen an der Weser: Mit einer blamablen 1:6-Niederlage im Gepäck musste der 1. FC Köln am Samstagnachmittag die Heimreise vom bis dato Tabellensiebzehnten Werder Bremen antreten. Mit einer indiskutablen Leistung haben sich die Geißböcke am letzten Spieltag zum Gespött der Liga gemacht. Zwei FC-Spielern dürfte die Partie in Bremen dennoch in positiver Erinnerung bleiben.

Lemperle fünfter Bundesliga-Debütant

In der 76. Minute war das Spiel beim Stand von 6:1 schon klar zu Gunsten der Werderaner entschieden, da nahm Markus Gisdol Anthony Modeste und Ismail Jakobs vom Feld. Für das Offensiv-Duo wechselte der Trainer Tim Lemperle und Christian Clemens ein. Während Clemens dabei sein Comeback fast auf den Tag genau 14 Monate nach seiner Kreuzbandverletzung feierte, gab der 18-jährige Lemperle sein Bundesliga-Debüt.

Nach Churlinov, Katterbach, Jakobs und Thielmann ist Lemperle damit bereits der fünfte Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, der in dieser Saison sein Debüt bei den Profis feierte. Bedenkt man, dass mit Florian Wirtz (Leverkusen) und Can Bozdogan (Schalke) noch zwei weitere beim FC ausgebildete Spieler in dieser Saison in der Bundesliga debütierten, ist dies mehr als nur ein beachtliches Aushängeschild für den Kölner Nachwuchs. Freilich hätte sich Lemperle wohl einen schöneren Moment für sein Bundesliga-Debüt gewünscht, als beim Stand von 1:6 eingewechselt zu werden. In der Rückbetrachtung dürfte es dem Youngster jedoch egal sein. Seine ersten 14 Minuten in der Bundesliga dürften auch ein Zeichen für die kommende Saison gewesen sein, im Kader von Markus Gisdol fest eingeplant zu sein. Und beinahe hätte Lemperle mit einem Treffer sogar noch für einen persönlichen Traum-Einstand gesorgt. Nur Sekunden nach seiner Einwechslung hatte der Offensivspieler das 2:6 auf dem Fuß, als er nach einer Ecke mit seinem ersten Ballkontakt knapp am Tor vorbei zielte.

Corona-Pause machte Comeback möglich

Für das gerade eingewechselte Duo wäre der Treffer aber auch zu schön gewesen. Denn die Ecke die Lemperle erreichte kam von niemand geringerem als Christian Clemens. 429 Tage nach seiner komplizierten Knieverletzung stand der Flügelspieler erstmals wieder auf dem Platz. Lange Zeit musste sich der 28-jährige dabei gedulden. Anfang Februar stand Clemens erstmals wieder mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz. Doch es dauerte vier weitere Monate, ehe der Mittelfeldspieler erstmals wieder eingewechselt wurde. Dabei kam Clemens ähnlich wie Rafael Czichos die Corona-Unterbrechung wohl zu Gute. Anders hätte sich die Rückkehr wohl in die kommende Saison hinausgezögert. Für den Spieler war es gleichzeitig das 150. Pflichtspiel für die Profis der Geißböcke. Und auch wenn sich Clemens ähnlich wie Lemperle wohl ein anderes Endergebnis für sein Comeback gewünscht hätte, können beide für sich persönlich wohl doch mit einem positiven Gefühl aus dem letzten Saisonspiel gehen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar