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Nach desolatem Saisonende: „Das müssen wir intern aufarbeiten“


Der 1. FC Köln hat sich mit einer blamablen Leistung in die Sommerpause verabschiedet. Die Geißböcke schenkten beim SV Werder Bremen nach dem ersten Gegentor gänzlich ab und gingen mit 1:6 (0:3) sang- und klanglos unter. Eine Leistung, für die es keine Ausreden geben konnte – und zumindest die Spieler nahmen danach auch kein Blatt vor den Mund. Markus Gisdol ordnete den desolaten Auftritt anders ein. Die Stimmen zum Spiel.

Marco Höger: „Jeder Einzelne hat heute nicht das abgerufen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wussten um unsere Verantwortung – uns selbst gegenüber, aber auch anderen Klubs in der Liga. Das war von Minute eins an zu wenig. Wir hätten schon zur Pause höher als 0:3 zurückliegen können. Wir müssen uns der Tatsache stellen, dass wir heute nichts abgerufen haben. Man hat gemerkt, dass es für Bremen um viel ging und für uns nicht mehr. Das predigt man zwar die ganze Woche, aber wir haben es doch nicht ganz aus den Köpfen bekommen. Wir wollten hier noch mal ein Statement setzen und uns nichts vorwerfen lassen. Das ist nach hinten losgegangen. Es war scheiße, was wir hier abgerufen haben. Das tut mir leid, auch für die Fans. Wir haben zwar das Ziel Klassenerhalt geschafft, aber wir müssen im Verein intern aufarbeiten, was passiert ist. Wir wissen, dass wir nur eine gute Phase in der Saison hatten. Zu Beginn und am Ende der Saison war das zu wenig. Nur ein gutes Drittel einer Saison wird nächstes Jahr nicht reichen, um in der Bundesliga zu bleiben.“

Kingsley Ehizibue: „Ich bin sehr enttäuscht. Wir dürfen eine Saison so nicht beenden. Jeder muss in den Spiegel schauen, denn so dürfen wir nicht in die Sommerpause gehen. Wir haben heute die Kontrolle verloren. Die Bremer wollten es mehr, waren aggressiver, wir waren einfach nicht gut genug. Dass wir in der Liga geblieben sind, ist jetzt das Wichtigste nach dieser Saison. Wir müssen uns aber klar machen, dass wir besser sind als das. Das ist eine harte Lehre, weil wir so viel Qualität im Kader haben. Heute haben wir das aber überhaupt nicht gezeigt. Dafür sind wir ganz alleine verantwortlich.“

Markus Gisdol: „Ich will gar nicht auf die einzelnen Spielszenen eingehen. Die ganze Saison war für uns nicht einfach. Letzte Woche haben wir unser Ziel erreicht, da fällt natürlich etwas der Fokus weg. Dann war die Woche nicht so einfach. Im Detail will ich darauf nicht eingehen. Ich bin aber Mensch genug und weiß, was unsere Mannschaft diese Woche durchgemacht hat. Deswegen werde ich einen Teufel tun und auf meine Mannschaft einhacken. Wir haben kein gutes Spiel gemacht, deswegen war es ein verdienter Sieg für Bremen. Es ist uns nicht gelungen unsere Leistung auf den Platz zu bringen. Wir konnten heute die Spannung nicht noch mal aufbauen, während es für den Gegner um alles ging. So kommt eine Leistung wie heute zustande. Die Mannschaft braucht jetzt körperlich und mental eine Pause. Ein solcher Saisonabschluss hat aber auf keinen Fall Auswirkungen auf die nächste Saison. Wir wissen, was wir normalerweise leisten können. Nach der Corona-Pause haben wir nicht so gut performt. Wir müssen jetzt analysieren, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen. Wir haben die Klasse gehalten, das darf aber nicht Anlass sein, mit allem zufrieden zu sein.“

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