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Bornauw denkt nicht an Abschied: „Fühle mich zuhause“


Dem 1. FC Köln ist mit der Verpflichtung von Sebastiaan Bornauw im vergangenen Sommer ein Coup gelungen. Der 21-jährige Innenverteidiger etablierte sich sofort in der Bundesliga und wurde auch vor dem gegnerischen Tor zu einer echten Waffe. Umso erfreulicher für die Geißböcke, dass sich der Belgier in Köln pudelwohl fühlt und keine Gedanken an einen Wechsel verschwendet. 

Köln – Am Montag war wieder Transferzeit beim 1. FC Köln. Jan-Christoph Bartels verabschiedete sich in Richtung Mannheim, sodass die Kölner auf der Torhüterposition klar Schiff gemacht haben: Thomas Kessler hat seine Karriere beendet, Brady Scott hat den Klub nach Ende seines Vertrags verlassen und Bartels wurde abgegeben – damit bleibt nur noch die Frage der neuen Nummer zwei. Darüber hinaus gab der FC, weniger relevant für die Profis, sehr wohl aber für die U21, den besten Stürmer der vergangenen Saison, Kaan Caliskaner, an Jahn Regensburg ab. Die Ausdünnung im sportlichen Bereich geht also voran.

Einer soll dagegen nicht gehen: Sebastiaan Bornauw. Der Innenverteidiger zählte zweifelsfrei zu den Entdeckungen der abgelaufenen FC-Saison. Der Belgier, der für rund sechs Millionen Euro vom RSC Anderlecht zu den Geißböcken wechselte, entwickelte sich auf Anhieb zum Stammspieler. Nicht nur seine Robustheit in der Defensive, sondern auch seine Torgefahr vor dem gegnerischen Tor ließen den 21-jährigen binnen weniger Monate zu einem der wertvollsten FC-Spieler aufsteigen.

Moment der Gänsehaut

Somit gehört der Leistungsträger auch zu jenen Spielern, die der FC gerne halten würde und nur bei einem unmoralischen Angebot ziehen lassen würde. An einen vorzeitigen Abschied denkt der Innenverteidiger allerdings überhaupt nicht. „Ich fühle mich in der Bundesliga und in dem Verein zuhause“, erklärte Bornauw dem belgischen Nachrichtenportal Sporza. „Mein erstes Spiel zuhause gegen Dortmund war ein Moment der Gänsehaut.“ Bevor die Zuschauer aufgrund der Coronavirus-Pandemie von den Spielen ausgeschlossen wurden, war jedes Heimspiel für den Belgier ein Erlebnis, wie Bornauw berichtete. „Wenn man aus dem Spielertunnel tritt, ist es jedes Mal etwas Besonderes.“

Darin will sich Bornauw noch verbessern

Mit seinen sechs Saisontoren stellte Bornauw die gegnerischen Abwehrreihen bei Standardsituationen immer wieder vor große Herausforderungen. Gegen die TSG 1899 Hoffenheim zahlte der 21-jährige bei seinem zweiten Platzverweis seiner Profikarriere jedoch Lehrgeld. „Ich bin insgesamt zufrieden, muss aber noch viel lernen“, urteilte der Abwehrhüne über seine erste Saison in der Bundesliga. „Meine Saison war gut und ich hoffe, nächstes Jahr noch weiter zu wachsen.“ Verbesserungsbedarf sieht Bornauw vor allem noch bei der Gedankenschnelle. Die Top-Spieler der Liga würden ihre Entscheidung bereits treffen, „bevor die Aktion beginnt. In Sekundenbruchteilen kann man manchmal eine bessere Entscheidung treffen.“ Für den FC zumindest war die Entscheidung, Bornauw im vergangenen Sommer zu verpflichten, die Beste, die sie hätten treffen können.

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