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Spannender Transfersommer: Wo muss der FC nachbessern?

Tor und Abwehr

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Noch platzt der Kader des 1. FC Köln aus allen Nähten. Horst Heldt hat alle Hände voll mit potentiellen Abgängen zu tun, ehe er einen konkurrenzfähigen Kader für die nächste Bundesliga-Saison aufbauen kann. Doch auf welchen Position muss der Geschäftsführer Sport nachbessern?

Köln – Vor Horst Heldt liegt ein spannender Sommer. Dass dieser mitnichten einfach für den Geschäftsführer Sport der Geißböcke werden würde, daraus machte er selbst nie einen Hehl. Zahlreiche Spieler, mit denen man beim 1. FC Köln nicht mehr plant, stehen seit diesem Monat wieder auf der Gehaltsliste und blockieren potentielle Neuzugänge. Dass diese aber für die kommende Spielzeit unabdingbar sein werden, dürfte spätestens seit dem desaströsen Auftreten nach der Corona-Unterbrechung klar geworden sein. Mit einer einzigen guten Phase haben die Kölner in dieser Saison die Klasse gehalten. Um dieses Ziel auch in der kommenden Saison zu erreichen, wird Heldt während des Transferfensters ähnlich kreative Lösungen finden müssen wie im vergangenen Winter.

Aufgrund der für viele Vereine schwierigen wirtschaftlichen Lage läuft es sowohl bei den Abgängen als auch bei den Neuzugängen eher auf Leihgeschäfte hinaus. Doch auf welchen Positionen hat der FC noch Verbesserungsbedarf? Das Gerüst der Mannschaft, so hofft man beim FC, soll weiterhin aus Timo Horn im Tor, Sebastiaan Bornauw in der Innenverteidigung, Jonas Hector und Ellyes Skhiri im zentralen defensiven Mittelfeld und Jhon Cordoba im Angriff bestehen. Dass insbesondere Horn und Hector dafür ihre alte Form wiederfinden müssen, versteht sich allerdings ebenso von selbst wie der Umstand, dass Cordobas Zukunft aufgrund seines 2021 auslaufenden Vertrags noch nicht geklärt ist.

Tor

Im Tor bleibt Timo Horn die Nummer eins der Geißböcke. So viel machte Horst Heldt bereits klar. Nach dem Vertragsende der langjährigen Nummer zwei Thomas Kessler sind die Kölner auf der Suche nach einem geeigneten Back-up für Horn – mehr nicht. Zwar soll dieser den seit Jahren erloschenen Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten wieder ankurbeln, doch Heldt hat bereits angekündigt, dass er Loyalität von dem Neuzugang erwartet. Heißt: Im Zweifel muss sich dieser ohne Murren auf die Bank setzen.

Gesucht wird: Torhüter als Nummer zwei

Abwehr

Mit Kingsley Ehizibue und Benno Schmitz hat der 1. FC Köln auf der Position des Rechtsverteidigers zwei Spieler, die in der abgelaufen Saison durch mehr Tiefen als Höhen aufgefallen sind. Zwar konnte sich der Niederländer mit 31 Spielen auf der rechten Seite zumeist gegenüber Schmitz durchsetzen, doch über mehr als gute Ansätze kam „Easy“ nicht hinaus, während Schmitz zwischenzeitlich links aushalf, aber auf keiner der beiden Positionen konstante Leistungen zustande brachte. Horst Heldt wollte bereits im Winter hinten rechts nachlegen, ihm fehlte aber das nötige Geld. Nun geht er wieder auf die Suche nach einer neuen Option für die jahrelange Kölner Schwachstelle. Im Idealfall könnte dieser Neuzugang auch in der Innenverteidigung aushelfen – so wie der im Winter angedachte Benedikt Höwedes, der nun aber keine Option mehr sein soll.

Sicher ist: Zwar haben die Kölner nach aktuellem Stand mit Sebastiaan Bornauw, Rafael Czichos, Jorge Meré, den Rückkehrern Frederik Sörensen, Yann-Aurel Bisseck, Joao Queiros und Youngster Robert Voloder sieben Innenverteidiger in ihren Reihen – mit Jannes Horn sogar eine achte Option. Doch längst nicht alle haben eine Zukunft am Geißbockheim. So sollen Bisseck, Queiros und Horn den Verein – ob leihweise oder dauerhaft – verlassen. Auch Meré würde man keine Steine in den Weg legen. Sörensen würde man für die kommende Saison gerne einplanen, jedoch ist noch unklar, wie sich der Däne selbst seine Zukunft vorstellt. Auf dieser Position wird also Bewegung rein kommen, sobald erste Abgänge feststehen und sicher ist, wie die Zukunft von Meré und Sörensen aussieht. Heldt hat zudem noch nicht ausgeschlossen, den nach England zurückkehrenden Toni Leistner fest zu verpflichten.

Auf der linken Abwehrseite dürfte in diesem Transfersommer kaum etwas passieren. Mit Noah Katterbach haben die Kölner ein vielversprechendes Eigengewächs in den eigenen Reihen, das man in der abgelaufenen Saison bereits in der Bundesliga aufgebaut hat. Zudem sieht sich Ismail Jakobs viel mehr als Linksverteidiger statt als offensiver Flügelspieler. Zudem hätten die Kölner mit Kapitän Jonas Hector einen Nationalspieler auf dieser Position in ihren Reihen.

Gesucht werden: Rechtsverteidiger, Innenverteidiger

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