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Alibi-Suche oder PR-Versagen? Der Mitgliederrat hat ein Problem


Wenn ein Verein wie der 1. FC Köln ernsthaft demokratisch und mitgliedergeführt sein möchte, ist ein Gremium wie der Mitgliederrat ein wichtiges Instrument zur Kontrolle der Vereinsführung. Doch die Prozesse um die Neubesetzung des Vizepräsidenten lassen die Kritik an den gewählten Mitglieder-Vertreter lauter werden. Der Mitgliederrat hat ein Problem, und es ist hausgemacht.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Dass Carsten Wettich auf der nächsten Mitgliederversammlung des 1. FC Köln zum Vizepräsidenten gewählt werden soll, gilt als sicher. Seine Wahl muss durchaus keine schlechte sein, schließlich sprechen seine Qualifikationen für ihn. Ebenso haben sich Werner Wolf und Eckhard Sauren für Wettich als Dauerlösung im Vorstand ausgesprochen. Doch schon da beginnen die Probleme. Nicht mit der Person Wettich, sondern mit dem Prozess, wie der Anwalt vom Mitgliederrat als künftiger Vizepräsident ausgewählt wurde. Zunächst einmal waren Wolf und Sauren 2019 von Wettich ausgesucht worden, um die Vorstandsposten zu übernehmen. Es verwundert daher kaum, dass sich das Duo ein Jahr später umgekehrt für Wettich stark gemacht hat. Vor allem aber gab es seit dem Rücktritt von Jürgen Sieger nie einen anderen ernsthaften Kandidaten als Wettich. Und genau das hätte eigentlich nicht sein dürfen.

Die Suche nach einem neuen Vizepräsidenten war eine Alibi-Suche. Alleine schon deshalb, weil der Mitgliederrat nach Siegers Rücktritt nicht sofort mit der Suche eines Nachfolgers begann, sondern monatelang abwartete, ob sich Wettich vorstellen könne die Rolle dauerhaft zu übernehmen. Das zeigt: Von vorne herein sollte es keinen anderen Kandidaten als Wettich geben. In dem Moment, in dem Wettich seine Bereitschaft erklärte, war die Entscheidung gefallen. Die restliche Suche nach alternativen Kandidaten war scheinheilig. Und dass mit Ulf Sobek nur ein einziger weiterer Bewerber in acht Monaten ernsthaft geprüft und angehört wurde, ist eines transparenten, professionellen und alle Alternativen prüfenden Auswahlverfahrens für eine so wichtige Position wie jene eines Vizepräsidenten unwürdig. Nahezu jeder andere Job in der Geschäftsstelle des 1. FC Köln bis runter zu Volontären und Praktikanten wird nach einem aufwendigeren Bewerbungsverfahren besetzt als das, was der Mitgliederrat für eine Position im Vorstand durchgeführt hat.

Nur ein Problem der Öffentlichkeitsarbeit?

Die Kritiker des Gremiums sehen sich bestätigt und werfen dem Mitgliederrat vor, die Macht des Vorschlagsrechts für den Vorstand genutzt zu haben, um über Hinterzimmer-Politik den eigenen Einfluss innerhalb des FC zu stärken. Der Mitgliederrat tut wenig, diesen Eindruck zu zerstreuen. Statt sich über Monate hinweg mit mehreren Kandidaten zu treffen und den Auswahlprozess mit transparenter Kommunikation zu begleiten, wird nach GBK-Informationen intern nach dem Maulwurf gesucht, der den Namen Ulf Sobek ausgeplaudert hat. Am liebsten hätte man im Mitgliederrat keine einzige Information über die Suche nach dem neuen Vizepräsidenten nach draußen gegeben und letztlich nur Carsten Wettich als Kandidaten präsentiert. Waren die gewählten Vertreter der Mitglieder einst mit dem Versprechen angetreten, für Transparenz und Einigkeit im Verein zu sorgen, entsteht nun der Eindruck, dass sich das Gremium eine eigene Karriereleiter gebaut hat, um Schritt für Schritt mehr Einfluss auf das operative Geschäft auszuüben. Sollte dieser Eindruck lediglich die Folge schlechter Kommunikation sein, so würde dies durchaus zum 1. FC Köln dieser Tage passen. Andernfalls hätten die Geißböcke ein noch viel größeres Problem als eine mangelhafte Öffentlichkeitsarbeit.

61 Kommentare
  1. Jose Mourinho says:

    Der Artikel stellt eine sehr treffende Zustandsbeschreibung dar. Klüngelei vom Feinsten. Und wo wurde durch den MR seit Amtsantritt jemals Transparenz praktiziert? Ich glaube kaum, dass das bloßer Zufall oder Unvermögen ist. Genauso will man es haben.

    • mapema says:

      Das ist auch ein großer Kritikpunkt der Fans, dass der M, sei es einmal pro Quartal, Berichte veröffentlicht, was er alles gemacht hat. Der Ho gibt sich wirklich viel Mühe und antwortet ausführlich auf Fragen. Sie machen schon gute Arbeit, nur zeigen sie es nicht. Wenn sie es machen würden, dann wären viele hier ruhig gestellt. Man darf nicht vergessen, dass das alles ehrenamtlich passiert.

      • Jose Mourinho says:

        „Sie machen gute Arbeit, aber zeigen es nicht“ ist für mich nichts anderes als Spekulation. Wenn man Kritiker ruhig stellen könnte, indem man die Arbeit transparenter macht, wäre es auch nicht schlau, dies nicht zu tun. Und ehrenamtlich stimmt ja nur teilweise. Ihre Tätigkeit im MR hat ja sowohl bei MüRö als auch bei Wettich inzwischen eine durchaus gut bezahlte Tätigkeit im Vorstand zur Folge gehabt – bei Wettich demnächst sogar nict nur interimsweise. Ich glaube niemand wird ernsthaft behaupten, ein Herr Wettich wäre auf irgendeiner Kandidatenliste aufgetaucht, wäre er nicht im MR. Und nochmal: ich für meinen Teil will gar nicht sagen, dass Wettich nun zwingend keine gute Arbeit abliefern wird, sobald er gewählt ist. Das wird man dann erst sehen. Aber unabhängig davon bleibt diese Form des Postenschiebens zwischen den Gremien für mich klassischer Klüngel.

    • ingman says:

      Wenn man solche gegnerischen Gesänge als verständlich ansieht….sollte man Trikot Fahne Schal und weiter vorhandene Fan Artikel verschenken….und zu denen gehen die singen…..Niemals wurde ein ECHTER FC Fan….so einen Satz posten…..sorry….für mich jedenfalls nicht nachvollziehbar…..

      • Dieter says:

        Ne Karnevalsverein, gegenerische Fans ? Ich sehe das als langjähriger Fan ganz anders, wir sind merh ein Kirmevereingeworden mit Karnevalsabteilung die im Zoch met jeht. Wilkkomen in der schönsten Stadt Deutschlands, diese selbstverliebte Kölsche Blödsinn bei jedem Spiel, klar lachen die uns nur noch aus ! Auf dem Platz kriegn wir seit vielen Jahren nur noch Abstiegskampf und 2.Liga hin, Fahrstuhlmannschaft , das ist Realität. Ein Fan darf die Realität nicht sehen ? Ziemlich rosarotes Jemülle was du hier von dir gibst !

          • Dieter says:

            Gerd1948 nein , eigentlich seit dieser Müllernde Römer mit seiner Lobbytruppe die Macht im Verein übernommen hat. Aber Gerd ich wusste gar nicht das du auch so ein kritikunfähiger Rosarotboy bist. Sei doch ehrlich, es gibt eigentlich nichts aktuell was man loben könnte. Die sportliche Situation hat sich massiv verschlechtert, wo wir in der Liga stehen hängt nur noch davon ab welche anderen Vereine ebenfalls dermaßen schlecht datstehen und Spieler abgeben müssen um noch zu überleben, während Spitzenclubs den Abstand massiv vergrößern. Ein weiterer Abstieg würde uns wieder massiv weiter zurückwerfen, verringern sich dadurch die TV Einnanhmen damit wieder auf Jahre, und nichts könnte diese Einnahmeverluste auffangen. Wir sind in einer Abwärtsspirale, da kann man nicht so tun als wenn der FC heile Welt wäre. Mein Ausstritt war eine lange Folge von negativer Entwicklung die erstmalig bei der Diskussion um die Stögerentlassung massiv wurde. Wir haben uns im Fanlager dermaßen entzweit, die Pro Stöger Lobby im Verein hat ihre Anhänger angefeuert und man hat sich entzweit , die Zwietracht ging bis auf die Tribünen. Menschen die seit Jahrzehnten zusammen zum FC gingen wollten einander nicht mehr sehen, man hat sich beschmipft, die Emotionen gingen immer wieder gegeneinander hoch. Das hat sich bis heute erhalten, die Pro Stögers haben bis heute nicht begriffen das es mit 13 Spielen ohne Sieg nicht mehr um Stöger sondern um den FC geht. Das ganze endete dann bei mir letztes Jahr mit dem Austritt, aber die Zwietracht die gesäht wird geht massiv weiter, fast mit jedem Thema was aus dem GBH kommt. Man wird immer mehr politisch ideologisch seit es die Charta gibt, die Themen China und Moschee zeigen das doch sehr gut, da werden Themen rausgehauen die natürlich die Mitglieder und Fans bewegen und polarisieren, und schon geht es weiter mit der Zwietracht. Es scheint so als wenn man in der Führung aber auch kein Thema auslassen möchte. Das ist blöd , aber wenn die das so wollen feuere ich das eben mit an bis das diese Knallköppe wieder verschwunden sind, aber wie du unten schreibst, es wird schwierig die noch mal los zu werden !

  2. NICK says:

    Ich bin ja pro Mitgliederrat und ich find auch den Wettich nicht schlecht. Im Mitgliederrat. Aber als Präsiddnten wähle ich ihn nicht. Es sollte vielleicht ein Satzungsänderung her, dass man aus dem MR eben nicht dauerhaft in noch höhere Aufgaben wechseln kann…Wettich sollte verzichten und andere Kandidaten sollten sich aufstellen.

    • Kai says:

      Exakt. Der Fehler liegt in der Satzung, die vorsieht bzw. zulässt, dass Mitglieder des MR in den Vorstand nachrücken bzw. in den Vorstand gewählt werden können. Das provoziert Interessenkollision und Befangenheitsgefahr unter den MR-Mitgliedern. – Ich bin nur leider sicher, dass ein Antrag auf Satzungsänderung, die das ausschließen würde, bei der MV keine Zustimmungschance hätte. Der MR ist zu vielen eine heilige Kuh. Bleibt die Frage: warum wählt der MR nicht gleich drei Vorstands-Kandidaten aus den eigenen Reihen aus?

  3. Hesback says:

    Terodde wird in Hamburg monatlich 50 000 Euro plus Erfolgsprämie verdienen. Von Köln bekommt der Stoß-Stürmer (hatte dort Vertrag bis 2021) rund eine Mio. Euro Abfindung. Nach dieser Saison ist Simon dann ablösefrei auf dem Markt zu haben…

    • Gerd1948 says:

      Mutig wenn ers hätte durchziehen wollen im Haifischbecken zu baden. Bleibt ihm nichts anderes übrig als ne Mannschaft aufzustellen, Vorlaufzeit wäre genug. Naja das ist halt so,als käme man im tiefsten Bayern in ne Kneipe und du willst in ner fest verschworene Gruppe Doppelkopf einen raus kegeln. Mitglied werden ist manchmal nicht möglich.

    • mapema says:

      Die Mehrheit ist dafür und das ist undemokratisch… Schönes Demokratie Verständnis.
      Eine kleine Berichtigung:
      „Die Mehrheit der damals ANWESENDEN Mitglieder“. Jedes Mitglied ist zugelassen, aber wenn einige nicht kommen konnten oder wollten, ist es leider Pech. Aber das ist quatsch und schlicht gelogen, dass nur ein Teil der Mitglieder zur Wahl zugelassen sind. Aber das passt ganz gut in die Hetzkampagne von Bild, Ksta, Kicker, Overath Jünger. Geissblog nehme ich mal raus, da sie eh nur ein Fähnchen im Wind sind.

  4. Thomas Müller says:

    Leev Fründe,

    in der Tat wirkt die Nominierung von Carsten Wettich „unglücklich“ und ich würde hier wohl anders sprechen, wenn ein gewisser S. Engels nominiert worden wäre. Zu Carsten Wettich kann ich Euch aber sagen: er ist ein echtes Brain, der nicht nur ein wahnsinnig gutes Abi auf’s Parkett gelegt hat, sondern auch noch zwei außerordentlich gute Examina, in einer der führenden deutschen Kanzleien gearbeitet und sich sodann überaus erfolgreich mit zwei ehemaligen Kollegen selbstständig gemacht hat. Er ist FC-Fan durch und durch, gleichwohl ist es nicht selbstverständlich (mehr noch: ich finde es erstaunlich!), dass er seinen erfolgreichen Weg nun – zumindest bis auf Weiteres – ruhen lässt, um sich beim FC derart zu engagieren. Das Geld ist es sicherlich nicht – glaubt mir: als Gründungspartner seiner überaus erfolgreichen Kanzlei ist das Engagement beim FC wirtschaftlich ein Rückschritt – also: Chapeau! Mit ihm an Bord hätte der FC jedenfalls einen überaus klugen Kopf – ob dies ausreicht, um den FC in eine erfolgreiche(re) Zukunft zu führen, vermag ich nicht zu beurteilen. Bei S. Engels, der zweifellos ein verdienter Fußballer ist, könnte ich das klar verneinen. Er ist seinerzeit als Overath-Vertrauter im Verein gehalten worden, die Gründe dafür haben sich mir nie erschlossen. Aber: Gebt Carsten Wettich eine Chance. Was die Nominierung angeht, gebe ich Euch jedoch zweifellos Recht: diese wechselseitigen Nominierungen haben zumindest ein Geschmäckle, wie der Schwabe sagt.

    Gute Nacht!

    • Boom77 says:

      Guten Morgen, und keine Zustimmung! Woher weißt du, dass der Wettich seine Tätigkeit in seiner Anwaltskanzlei aufgibt (besser gesagt „ruhen lässt“) und nur noch für den FC als Vize-Vorstand tätig ist?

      Ich glaube nicht, dass er das tut. In der Regel wird dies entsprechend auf der Hompeage der jeweiligen Kanzlei gekennzeichten, z. B. wenn der jeweilige Anwalt Bundestagsabgeordneter ist. Da steht dann „Anwaltstätigkeit ruht“ (siehe z. B bei Herrn Nils Schmid von der SPD). Bei Herrn Wettich sieht man nichts davon auf der Homepage. Das word auch seinen Grund haben, nämlich, dass er weiterhin als Anwalt tätig ist und auch sein wird.

      Ich halte ihn, bei aller Sympathie, die man für ihn hegen mag, auch nicht für so „altruistisch“, dass er seine Anwaltstätigkeit für € 100.000, die er vom FC bekommt, ruhen lässt. Das wird er sich schon als „Zubrot“ einsacken. Der Wolf lässt seine Arbeit in der Unternehmensberatugn auch nicht ruhen, sondern arbeitet da doch nach wie vor, oder? Beim Sauren ist es doch das gleiche. Oder glaubt jemand, dass der Sauren nur noch für den FC arbeitet und seinen Job in seinem Unternehmen durch jemand anderen machen lässt. Tut er nicht. Schaut auf http://www.sauren.de und geht mal ins Impressum. Da wird er immer noch als Geschäftsführer geführt und das wird er auch sicherlich weiterhin sein.

      Deine Darstellung, dass Herr Wettich seine „hochlukrative“ Kanzlei zumindest zeitweise „verlässt“ und für die nicht mehr als Anwalt und dortiger Namenspartner tätig ist und ab nun nur noch für den FC als Vize-Vorstand „arbeitet“ und von „lediglich“ € 100.000 im Jahr lebt (was für viele hier immer noch viel Gehalt wäre), ist schlichtweg falsch.

      • Thomas Müller says:

        Welche Regel er innerhalb seiner Kanzlei getroffen hat, weiß ich nicht. Fakt ist, dass MR in seiner Zeit als Präsi gar keine Zeit mehr hatte, um sich um seine Kanzlei zu kümmern. Und auch CW steckt schon jetzt sehr, sehr viel Zeit in die Arbeit beim FC. Du hast Recht: er wird auch weiterhin als Anwalt tätig sein, sodass „ruhen lassen“ vermutlich zuviel gesagt ist – die Arbeit im Vorstand wird ihm hierfür aber faktisch nicht allzu viel Raum lassen. Dass er die von ihm gegründete Kanzlei verlässt, habe ich im Übrigen nicht behauptet (Paying attention to detail!). Sei’s drum: ich finde es jedenfalls beachtlich, wenn jemand, der beruflich so erfolgreich ist, sich derart für den FC engagiert – und zwar mitten in der Blüte seines Lebens und nicht erst als Rentenposten…

        • Boom77 says:

          Kennst du Herrn Müller-Römer und Herrn Wttich persönlich, so dass du weißt, dass die beiden so viel Zeit in den FC investieren oder investiert haben, dass die sich gar nicht mehr um ihre Kanzlei kümmern konnten?

          Da bezweifel ich ernsthaft. Herr Müller-Römer hat eine „Drei-Mann-Kanzlei“, wenn da einer über mehrere Monate „ausfällt“, haben die ein erhebliches Problem. Das wird so sicher nicht gewesen sein. Zumal… mit was hat er denn seine Zeit „verbracht“ für den FC? Damit, dass er damals die Zeit mit der Mannschaft im Trainingslager in Donaueschingen verbracht hat? Die wichtigen Vorstandsentscheidungen hat er doch (daraus machte er selbst gar keinen Hehl) aufgeschoben, damit darüber dann der neu gewählte Vorstand entscheiden kann. Was muss man da für Zeit investieren?

          • Dieter says:

            Das ist immer die Frage, was tun die den ganzen Tag. Die stönen immer über die vielen Themen, aber wenn du sie mal sprechen willst oder einen Brief schreibst antworten immer hievies , nicht die selber. Ist wohl wie mit Vorständen in Konzernen, die sind auch angeblich immer dicht, und dann hörst du davon das sie beim Golfturnier waren, beim FC siehst du sie permanent beim Training, als ob die ihre Hobby ausleben und nix zu tun haben, das kann ein Arbeitnehmer nicht, hat der keine Zeit zu. Von Fußball haben sie wenig ahnung, was also tun sie beim Training außer sich die …. schaukeln ? Die machen das weil es so schön sit sich rund um den FC immer und überall als Wichtig sehen zu lassen, sonst nix, Ego Beschleunigung ! Diese ganze kakke von Verbandsarbeit bis Mitgliderratssitzung ist doch alles überflüssiger Unsinn und mit dem Kern, der Profiabteilung hat das meiste nix zu tun. Klüngeln kostet halt auch viel Zeit !

          • Thomas Müller says:

            Um Deine Frage zu beantworten: ja, kenne beide persönlich. Und ja: ich hätte es auch nicht gedacht, dass man mit diesen Funktionen so viel Zeit verbrät.

          • Dieter says:

            …was aber nichts darüber aussagt wie vieles davon vollkommen überflüssig ist. Andere Vereine die viel kleiner sind und alle Ehrenamtlichen mit wenigen Köpfen alles erledigen müssen machen auch Verbandsarbeit, Mitgliederbetruung und alles was man brauch, aber eben nicht was man nicht benötigt !

  5. Bönnscher Bock says:

    Politik ist ein schmutziges Geschäft, bei der Vereinspolitik ist es nicht anders…. außer beim Dackelclub vielleicht, da war nur der Posten des stellvertretenden Kassenwarts vakant.

    Die Satzung, damals maßgeblich von Müller-Römer und Sieger erarbeitet, wurde auf der MV im Block zur Abstimmung vorgelegt.
    Wer hat sich damals schon mit den Paragraphen 17, 18, 20.4, 20.5, 22.2 und 22.3 befasst.
    Wenn ich mal Zeit finde, werde ich meine Kritikpunkte der letzten Jahre hier nochmal zu Papier bringen. Marc Merten hat diesen einen Aspekt von vielen hier gut auf den Punkt gebracht.

  6. Gerd1948 says:

    Unterm Strich muss einfach bei aller Politik, bei allem Machtgehabe, bei allen Spielchen der Erfolg stehen. Dann verstummen die meisten Kritiker zusehends. DIE SATZUNG lässt den Mitgliedern aber nur sehr begrenzten Handlungsspielraum obwohl sie unmittelbar dafür Verantwortung trägt. Dieses Rad ist nur sehr schwer wieder zurück zu drehen. Ich glaube auch das 90% der Mitglieder völlig unverzagt zu einer JHV gehen, ob jetzt die üblichen paar kilos ( ;-)) oder 100000. Man wird sich leiten lassen, weil man eben sich nicht mit Paragraphen beschäftigt und blauäugig denkt alles hätte schon so seine Richtigkeit. Paragraphen sind tatsächlich was für die Spezies, die am Ende des Tages davon einen Profit haben.

    • Dieter says:

      Sehr schön ausgedrückt, was beim FC mit den Reloaded Boys angefangen hat ist aber auch ein Stück weit Zeitgeist, ein absoluter Trend in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Man schiebt Entscheidungen in Gremien wo die von den Machthabern geführt werden, die starken führen die Gremien und entscheiden dort im Prinzip , was dann als Entscheidung des Gremiums verkauft wird. Es geht aber vor allem darum was passiert wenn es Flasch war, Schuld ist immer das Gremium, nicht der Einzelne. So versteckt mna sich in diesem Fall in der Menge weil in dieser Gesellschaft Niemand mehr direkt verantwortung übernehmen will, denn man könnte ja dann Kritik bekommen. Kritikfähigkeit fehlt diesen Personen aber völlig. Besser funktionieren immer noch eindeutige Verantwortungsstrukturen wie etwa in München, starke Persönlichkeiten wie Rummenigge oder Hoeness haben es nicht nötig sich hinter Strohpuppen zu verstecken. Aber du hast das gut formuliert wie es beim FC derzeit funktioniert, der Langhärige hat genau gewusst was er mit seiner Satzung vorhat, jedenfalls nicht wirklich die Mitbestimmung von Mitgliedern, die ganze Lobby um ihn hat alle Positionen besetzt und man hütet es und besetzt es mit seinen Lobbyisten immer neu. Anwälte und deren Gesinnungsgenossen haben den FC übernommen !

  7. Paul Paul says:

    Dieses ganze Klüngelei-Geseier ist unerträglich. Wen Carsten Wettich gut mit dem gewählten Vorstand zusammenarbeitet, der Vorstand ihn will und die Gremien damit einverstanden sind, warum sollte dann ein Casting erfolgen. Dieses wäre pseudodemokratischer Schwachsinn.

    Stephan Engels weiß das genau, und seine Vorwürfe sind ein reiner Versuch, den Vorstand in MIsskredit zu bringen. Natürlich findet er damit Gehör bei den vielen MItgliedern, die die Intelligenz mit dem Schaumlöffel gefuttert haben.

    Wir haben immerhin den Ruf als größter Loserclubs Deutschlands zu verteidigen. Dazu passt die Kritik von Obergutmensch-Oberversager Alexander Wehrle an den Entscheidungen des Vorstands bzgl. des Pressesprechers.

    ALEXANDER WEHRLE GEHÖRT GEFEUERT! SOFORT!!!

  8. Kai says:

    Jahrzehntelang war ich FC-Anhänger ohne Mitglied zu sein. Als Seriosität in den Klub einzuziehen schien (erste Jahre unter Spinner/Ritterbach/Schumacher), wurde ich Mitglied – nicht um Einfluss zu nehmen, sondern um zur FC-Familie zu gehören. Bei Licht betrachtet bin ich jetzt nur noch einer von über 110.000 dummen Schafen, die ein System erhalten, das persönlichen Interessen von (zu) vielen Funktionären, aber keinesfalls sportlichem Erfolg dient. Warum eigentlich noch? – Übrigens: der Fisch stinkt in der Regel vom Kopf.

    • Dieter says:

      Sehr gut Kai, so ähnlich ging mir das vor eta 20 jahren, bis letztes Jahr , da hatte ich die Nase voll davon……… Jetzt mache ich es wie früher, Fanclub und Dauerkarte ! Und der FC e.V. geht mir ziemlich am A….vorbei, nur ärgern tut mich das wenn es uns sportlich immer und immer zurück zum selben Punkt bringt, 2. liga !

  9. Gerd1948 says:

    Zu vorhin Dieter, da war kein Platz zu antworten. Nur die rosarote Vereinsbrille hab ich nicht auf und du weißt, dass mir diese Machenschaften auch nicht gefallen, aber ich hab ja auch erwähnt, dass einem als Mitglied gemeinhin ziemlich die Hände gebunden sind. ich weiß nur, dass ich damals mit dem FC Reloaded einfach hin und her gerissen war, aber ich weiß nicht mal mehr ob ich in dem Jahr bei der JHV anwesend war. Manche Termine sind nämlich auch mir, der lediglich 2 km davon weg wohnt, einfach zu unpassend.

  10. Michael Sabatini says:

    Interessante Analysen und Kommentare. Zusammengefasst bleibt festzuhalten, das die Installation eines Mitgliederrates den sich HERR MR auf den Leib geschneidert hat weder dem Verein hilft noch sonst irgendeine wie auch immer geartete Verbesserung erbracht hat. Das einzige was es gebracht hat ist das Herr MR als Puppenspieler im Hintergrund den Vorstand tanzen lässt und auch ins Tagesgeschäft hineinfumkt. Ach und hat uns mit unbedachten Äußerungen zu China ein paar Milliönchen gekoste und eine Menge Reputation. Eine zukunftsgerichtete Vision mit strategischen Investoren wird aus ideologischen Gründen dem Verein verweigert. Dabei ist jedem im Profifussball klar das ohne Investoren auf 5 bis 10 Jahres Sicht der Ball in die 3. Liga rollt.

  11. Gerd1948 says:

    Erstens ist das auch Profifußball( Irionie) und zweitens lass ihn doch rollen. Noch sind wir mit ca.6-8 Mannschaften auf einer Stufe anzusiedeln und zwar in Liga 1. Vllt gilt es ja tatsächlich in den nächsten 5-10 möglichst fehlerfrei zu bleiben, aber zu behaupten, dass wir dann in der 3. Liga beheimatet sind ist lediglich purer Populismus.

  12. Marc o says:

    Ich hab Herrn Wettich kennen gelernt als „völlig normaler“ Fan vor weit mehr als einem Jahrzehnt in der Süd wo er steht. Mit „völlig normal“ meine ich ohne irgendwelche Ämter zu dem Zeitpunkt.

    Ich kann nur sagen das ich persönlich mit einem so Fußballverrückten Menschen gerne die Atmosphäre Fc erlebt habe.

    Diese Leidenschaft die er überträgt muss man in sich tragen die kann man nicht lernen oder sich an eigenen. Für mich ist er ein tolles Bindeglied zwichen Fans und Vereinsführung und froh dass er den Posten übernommen hat. Und seine Berufliche Qualifikation unterstreicht ja auch nur seinen Ergeiz eben Erefolgreich zu sein.

    Aber jeder hast seine eigen Meinung und kann die ja auch gern vertreten.

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