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Castrop-Coup und Youth League als starke Signale


Der 1. FC Köln ist mit zwei Paukenschlägen im Nachwuchs in den August gestartet. Der Startplatz der U19 in der kommenden Youth-League-Saison sowie der Profi-Vertrag für Jens Castrop sind die erhofften Signale der Stärke, mit denen die Geißböcke nicht nur den Talenten, sondern auch den Profis eine Zukunft zeigen, wie man sie sich erhofft.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Die U19 der Geißböcke frohlockt. Am Montag um kurz nach 15 Uhr hatten Spieler und Verantwortliche per Videoschalte an der Auslosung für die Youth League teilgenommen und gejubelt, als der 1. FC Köln aus dem Lostopf gezogen worden war. Youth League! FC international! Das erste Mal für den Kölner Nachwuchs überhaupt, und dann auch noch in diesem Jahr, mit dieser hochtalentierten Mannschaft, nach diesen verrückten zwei Jahren der A- und B-Junioren mit dem U17-Meistertitel 2019, der in letzter Sekunde verpassten U19-Endrunde 2019, den beiden Staffel-Titeln 2020 und den Corona-bedingt verpassten Chancen auf weitere Deutsche-Meister-Titel. Die Teilnahme an der Youth League ist die große Belohnung für den gesamten FC-Nachwuchs und für die Arbeit der letzten Jahre.

Und dann verkündete der FC tags drauf auch noch die Verlängerung mit Jens Castrop und die Bindung des nächsten Toptalents bis 2023. Der 17-jährige, der sich im Schatten von Florian Wirtz zu einem der höchst gehandelten Youngster beim FC entwickelt hatte, bleibt beim FC und darf bereits in diesem Sommer mit den Profis trainieren. Ein klares Zeichen, dass die Geißböcke die Fehler aus dem Wirtz-Verlust verstanden haben und nun anders handeln wollen. Ein klares Zeichen auch an andere Toptalente wie Justin Diehl, die man unbedingt halten und besonders fördern will. In Kombination mit der Teilnahme an der Youth League und dem dieser Tage exponentiell wachsenden Fokus auf dem Nachwuchs des 1. FC Köln ein durchaus gelungener Start in die neue Saison.

Der FC muss mit diesen Pfunden wuchern

Natürlich ist dieser Erfolg auch eine Aufgabe und ein Richtwert für die Zukunft. Die U19 ist in diesem und nächstem Jahr besetzt mit vielversprechenden Talenten, mit Topspielern, die das Ziel Profifußball für sich ausgegeben haben. Doch beim FC hatte man sich auf den starken Jahrgängen 2001 bis 2003 etwas ausgeruht. Schon im Jahrgang 2004 stechen aktuell nur noch Justin Diehl sowie der gerade erst verpflichtete Österreicher Nicolas Bajlicz heraus, weshalb die U17 in dieser Saison als nicht so stark eingeschätzt wird wie die Jahrgänge zuvor. Der FC muss also jetzt aus den jüngsten Erfolgen, den vielen Beförderungen zu den Profis Kapital schlagen. Geißbockheim-Ausbau hin oder her – der Klub kann hier und jetzt mit Pfunden wuchern, die ihm lange nicht mehr gegeben waren. Setzen die Verantwortlichen diese Lockmittel geschickt ein, kann der Nachwuchs des 1. FC Köln viele weitere gute Jahre vor sich haben.

4 Kommentare
  1. Peter Josef says:

    Eine Bemerkung vom Stilblütenfinder: wenn man einen Fokus schärfen will, macht man ihn kleiner. Ein exponentiell wachsender Fokus ist also vermutlich das Gegenteil von dem, was ausgedrückt werden soll. Wächst der Fokus, so wird alles unscharf, also wischt-waschi. Nehmen Sie als sprachlich interessierte Journalist statt Fokus Interesse oder Bekenntnis oder Bedeutung oder so.

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