Heldt und Gisdol trifft keine Schuld an der Skepsis


Der 1. FC Köln verpasst es zwar den Vertrag mit Markus Gisdol zum richtigen Zeitpunkt zu verlängern. Doch der neue Kontrakt soll den neuen Geist verkörpern, mit dem Sportchef Horst Heldt den FC in eine bessere Zukunft führen will. Die Krise ist groß genug, um aus ihr eine Kraft zu entwickeln, mit der dieser Wandel gelingen kann. Die Risiken sind groß. Doch das wären sie auch, wenn man das richtigen Timing für die Verlängerung gefunden hätte.

Ein Kommentar von Marc L. Merten

Dass der FC in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit dem Timing seine Probleme hatte, ist kein Geheimnis. Die Trennung von Peter Stöger nach wochenlanger Hinhaltetaktik war stillos, der Zeitpunkt der Entlassung von Markus Anfang lächerlich, das Herumgeeiere bei Achim Beierlorzer absurd und auch der Zeitpunkt der Bekanntgabe der Trennung von Armin Veh mit Schlusspfiff nach einem hochemotionalen 1:2 gegen Hoffenheim zumindest fragwürdig.

Warum soll Gisdol keine Verlängerung verdient haben?

Trennungen jedoch sind generell schwierige Fälle, Vertragsverlängerungen hingegen sollen Positives vermitteln. Doch wie schon bei Gisdols Präsentation im November will auch jetzt keine echte Begeisterung über die Verlängerung aufkommen. Dabei steht außer Frage, was Gisdol geleistet hat: Er kam zu einem Zeitpunkt, als sonst kein Trainer kommen wollte. Er riss das Ruder herum, als niemand mehr dran glaubte. Er legte mit seiner Mannschaft eine Serie hin, die erst recht niemand für möglich hielt. Und er schaffte letztlich den Klassenerhalt, der für die Geißböcke überlebenswichtig war und auch nächste Saison sein wird. Warum soll dieser Mann also keine Vertragsverlängerung verdient haben?

Trotzdem muss sich Markus Gisdol dieser Tage ein wenig an die Zeit rund um seine Ernennung zum FC-Coach erinnert fühlen. Schon wieder schlägt ihm Skepsis entgegen, wie schon im November. Doch Gisdol braucht sich nicht grämen. Er kann nichts dafür. Genauso wenig wie für die Kritik an dem verhältnismäßig späten Start in die Vorbereitung. Das Problem sind die Erfahrungswerte mit dem FC aus der jüngeren Vergangenheit. Wenn eine Mannschaft drei Sommer in Folge (2017 bis 2019) körperlich nicht genug gearbeitet hat, herrscht eine berechtigte Skepsis für den nächsten Sommer vor. Wenn eine Mannschaft in drei Jahren fünf Trainer verheizt, ohne daraus die Lehren für sich zu ziehen und ohne dass der Verein drastische Konsequenzen für die Spieler zieht, herrscht eine berechtige Skepsis für den nächsten Trainer vor. Vor allem dann, wenn dieser zuletzt zehn Spiele nicht mehr gewonnen hat.

Ein selten gewordenes Zeichen des Vertrauens

Dabei könnte gerade dieser Sommer für den 1. FC Köln der große Einschnitt sein. Dabei könnte gerade diese Vorbereitung, dieser Transfermarkt, diese Corona-Krise die große Chance für die Geißböcke darstellen. Klar, die Verlängerung des Vertrags hätte bereits in der Corona-Unterbrechung im April oder Mai erfolgen können. Damals wäre der richtige Zeitpunkt gewesen, alle Seiten schienen sich ohnehin schon einig, zumal der Klassenerhalt schon damals in greifbarer Nähe war. Doch auch die heutige Zeit birgt großes Potential. Vielleicht mal wieder das falsche Timing, dafür aber ein Zeichen des Vertrauens, das selten geworden ist in dieser Branche. Der FC verlängert mit Gisdol in dem vollen Wissen, dass bei einem Fehlstart in die neue Saison der Trainer sofort unter Beschuss stehen würde. Und was das bewirken kann, hat schon Gisdols Vorgänger erlebt. Doch die Kölner wollen endlich einen anderen Weg gehen, langfristiger denken, entwickeln, mit jungen Spielern arbeiten, Kontinuität herbeiführen. Wer davon spricht, muss entsprechende Verträge vergeben. Das ist nun geschehen. Jetzt muss es auch gelebt werden. Von allen – vor allem aber von den Spielern.

50 Kommentare
  1. FC Neukoelln says:

    Ein guter Kommentar sowohl für jene, die das ähnlich sehen, als auch und erst recht für diejenigen, die ihren Tag gerne mit Jammern und Heulen beginnen – denn gerade letzteren dürfte die Ansicht Herrn Mertens nicht schmecken und somit das das gewünscht bittere, versalzene Frühstück bereiten.
    Wenngleich ich das mit dem Timing für einen unnötigen, dramaturgischen Kniff halte. Ich fand es seinerzeit nämlich verständlich, eben nicht über vertragsverlängerungen zu debattieren. Erstens wusste niemand, ob die Saison überhaupt zuende gespielt werden würde bzw ob und wann es eine neue Saison geben würde, und zweitens ist es für mich eher ein sympathischer, Besonnenheit vermuten lassender Zug, erst dann über die Zukunft u. A. des Trainers sprechen zu wollen, wenn der Klassenerhalt auch tatsächlich geschafft ist (genau diese Vernunft wünschen wir uns im Verein doch immer). Das war er zur Zeit der Coronapause nämlich noch nicht. Ich erinnere an stimmreiches Rumgeheule selbst um den 30. Spieltag herum noch, das einen drohenden Abstieg als unvermeidbar besang. Mimimi.

  2. Tom51427 says:

    Hallo Herr Merten, ein merkwürdiger Kommentar. Dass seit geraumer Zeit beim FC unter dem Schlagwort Kontinuität wirklich jede auch noch so absurde Entscheidung versteckt wird; geschenkt. Das wird vom Präsidenten Darsteller vorgelebt. Der wollte sogar den Vertrag mit Veh unter mindersinnigen Kontinuitätsgesichtspunkten verlängern. Dass aber nun die Presse in der größten globalen Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit und wenige Tage vor der Anfrage zum Erstattungsverzicht durch den FC (wohlgemerkt OHNE aktuell kommunizierten anteiligen Gehaltsverzicht durch Spieler und Verantwortliche) diesen völlig überflüssigen Verlängerungs-Deal als Zeichen eines neuen Geistes des FC abfeiert, kann eigentlich nur mit der Befürchtung eines Bannstrahls durch Tobias Kaufmann gegenüber des Geißblogs ansatzweise begründet werden:-). Ein neuer Geist wäre es, dem Leistungsgedanken jede Entscheidung Im Verein zu unterwerfen. Und dann wäre der Vertrag jetzt nicht verlängert worden. Objektiv sendet dieses (teure) Zeichen im Übrigen wohl kaum die Botschaft: „dem FC gehts finanziell gerade nicht gut, wir brauchen Eure Hilfe“. Und in der sportlichen Bewertung steht wohl außer Frage, dass die Mannschaft nach der Corona Pause nicht gerade gezeigt hat, dass sie spielerisch und systemtechnisch weiter entwickelt wurde. Das war nichts mehr. Mit der -bis heute nicht aufgearbeiteten „Krönung“ in Bremen. Selbst die tollen Siege waren teilweise schlicht reines Spielglück (z.B. Frankfurt war später schlicht k.o.). Andere Trainer wären nach einer solchen Serie von 10 sieglosen Spielen gefeuert worden, der FC verlängert in der Analyse dagegen den eh bestehenden Vertrag um weitere 2 Jahre. Kontinuität im Misserfolg ist schon definitiv „spürbar anders“. Und By the way: die Spieler wissen dennoch, dass sie natürlich trotzdem ggfs. am längeren Hebel sitzen. Da ändert die Laufzeit des Trainervertrages überhaupt nichts dran. Aus meiner Sicht deshalb ein völlig falsches Signal in dieser Zeit durch den Verein. Aber halt „am Ende des Tages„ (Grüße an HH:-)) natürlich auch nur eine Meinung.

    • Frank Offermann says:

      Sehr guter Kommentar, Tom. Gut beschrieben, wie das Kontinuität-Denken den Verein seit Jahren zu den falschen Entscheidungen führt. Ich hatte schon fast Herr Wolff vergessen, der allen Ernstes mit Armin Veh verlängern wollte. Defacto fragt man sich, ob der Verein finanziell auf Rosen gebettet ist, wenn ich als GF einen Vertrag aus Symbolik verlängere…

      • Boom77 says:

        Wenn wir ehrlich sind, gibt es doch gar kein „Konituitäts-Denken“ beim FC. Auch wenn das jetzt vielen hier nicht schmecken wird. Wahres „Kontinuitäts-Denken“ wäre es, wenn wir tatsächlich mit Gisdol nächste Saison in akute Abstiegsgefahr geraten würden und dennoch an ihm festhalten und mit ihm dann in die 2. Liga gehen würden (wie z. B. Freiburg mit Streich). Das wird in diesem Fall aber nicht passieren. Auch wir Fans werden in diesen Fall nach einem neuen Trainer schreien… Auch hier im Forum… und vehemennt auch die, die stets die Kontiunität hier predigen. Ergo… es gibt kein „Kontinuitäts-Denken“ beim FC. Das gab es auch nie und wird es – zumindest absehbar – auch nicht geben.

        • kalla lux says:

          Vollkommen richtig,dieses denken ist ein Wunschdenken.Nicht mehr nicht weniger. Aber was hier ganz selten und vom Herr Merten gar nicht gesehen wird, ist die Vorgeschichte des Herrn Gisdol.
          Er hat es jetzt zum 3x geschafft,mit einer Mannschaft nicht abzusteigen. Aber er hat auch genau das „NICHT“ geschafft weshalb beim FC verlängert wurde. Kontinuität zu schaffen!
          Das war weder bei Hoppenheim noch beim KühneSV der Fall.
          Bei beiden durfte er ziemlich schnell dann seinen Hut nehmen.
          Wen nun Skepsis bei den Fans herrscht !
          Wen nach 10 Murksspielen nach der Pause Skepsis herrscht!
          dann ist die Frage nicht:
          „Warum soll dieser Mann also keine Vertragsverlängerung verdient haben?“
          Sondern eher ,Warum soll er sich die „OHNE NOT“, verdient haben!

          • Gerd1948 says:

            Hast du völlig Recht Kalla. Das gehört gegenüber uns Fans auch aufgeklärt und zwar bevor man hier ab morgen zum spenden wieder aufgerufen wird.

          • Boom77 says:

            Nur teilweise hast du recht. Ich hatte schon was zu seiner Station in Hoffenheim geschrieben. Da hat er genau das „GESCHAFFT“.

            Nachdem er Hoffenheim in der Saison 2012/2013 vor dem Abstieg gerettet hat, ist er in der Saison 2013/2014 mit denen 9. geworden.

            In der Saison 2014/2015 ist er mit Hoffenheim 8. geworden.

            In der Saison 2015/2015 wurde er dann entlassen.

            Richtig ist, dass er es mit dem HSV nicht geschafft hat. Ich mag mir sogar gefallen lassen, wenn man sagt, HSV und FC sind halt nicht mit Hoffenheim vergleichbar, was das Umfeld, die Fans, die Medienlandschaft, die finanziellen Möglichkeiten etc. angeht, und man deshalb Zweifel hat, dass er das bei uns nächste Saison hinbekommt und es nicht so wird wie seinerzeit beim HSV.

            Aber es ist auf jeden Fall falsch, zu behaupten, der Gisdol hätte nach einer Rettung stets sofort Misserfolg gehabt. Das stimmt, was seine Zeit in Hoffenheim betrifft, auf keinen Fall.

          • kalla lux says:

            Richtig gesehen Boom,ich sehe uns bestimmt nicht gleich wie Hoppenheim,sondern eher wie Fahrstuhl KühneSV.
            Aber selbst bei SAP.hat er trotz viel Geld es nicht geschafft „LÄNGER“ Kontinuität zu schaffen,2 1/2 Spielzeiten .
            Er hat bei uns jetzt 3/4 & 3 Jahre jetzt bekommen.
            Man muss schon sehr hoffnungsvoll,optimistisch sein um zu denken das wird dann Kontinuität!
            Und bei SAP wollte man nachher auch mehr sehen,einen anderen Fussball. Und das obwohl er dort schon etwas offensiver spielen lies.Man sah halt nicht die Entwicklung
            der Mannschaft!

          • Boom77 says:

            Dennoch kann man bei Hoffenheim (2,5 Jahre Trainertätigkeit dort) nicht davon sprechen, dass er dort „ziemlich schnell seinen Hut nehmen durfte“, wie du es schreibst. Das ist leider mal wieder viel zu pauschal von dir einfach so behauptet.

            Schaue einfach mal, welcher Trainer bei welchem Buli-Verein drei Jahre (oder sogar 2,5 Jahre) und mehr tätig war. Sind nicht viele. Alles „Loser“, „Nichtskönner“ oder wie man sie nennen mag? Einfach mal ein wenig mehr Gelassenheit und Zuversicht kann nicht schaden. Negatives Denken hat noch nie zu Höchstleistungen und Erfolg geführt. Positives Denken hingegen schon, wenn auch nicht immer.

            Aber auch ich hätte den Vertrag jetzt nicht verlängert. Dennoch ist die Vertragsverlängerung jetzt kein Grund, alles schwarz zu sehen und dem Gisdol genrell und damit auch dort Erfolglosigkeit vorzuwerfen, wo er zwei Jahre lang nicht unerfolgreich war.

          • Boom77 says:

            Und wenn ich jetzt ganz genau wäre, würde ich sogar deine Behauptung widerlegen, dass der HSV eine „Fahrstuhlmannschaft“ sei. Denn „Fahrstuhlmannschaften“ sind ja bekanntlich solche, bei denen es in mehr oder weniger großen Abständen runter und dann wieder rauf und dann wieder runter und dann wieder rauf…. geht. Beim HSV ging es aber bisher nur runter und nicht wieder rauf. Darauf warten die noch… Das wäre jetzt aber gemein gegenüber dem HSV ;)

        • Tom51427 says:

          …ich schrieb ja auch: unter dem Schlagwort Kontinuität versteckt:-)

          Tatsächliche Kontinuität ist im Erfolg wichtig (siehe Niederrhein; die machen das leider perfekt und entwickeln sich step by step immer weiter); ist aber mit der Begründung im Mißerfolg eher ein Zeichen von bloßer Faulheit. Und mit diesen Rahmenbedingungen werte ich die Entwicklung des FCs seit geraumer Zeit eher nicht als „Erfolgsstory“; die Verantwortlichen im GBH jedoch halt schon. Und deshalb wird dort überall an „Bewährtem“ über Jahre kritiklos festgehalten. Wenn man die Ambitionslosigkeit der FC Verantwortlichen zum allgemeinen Maßstab nehmen würde, wären in deren eigenen Definition Freiburg, Mainz und Augsburg absolute Über-Vereine…

          • Boom77 says:

            Hatten die Gladbacher imm Erfolg in Zeiten ihrer Koninuität? Weiß ich jetzt gar nicht.

            Freiburg hatte in jedem Fall auch Misserfolg und dennoch Kontinuität walten lassen. Man kann also auch im Misserfolg Koninuität leben, ohne faul zu sein.

        • Ali Perez says:

          Das Problem habe ich schon sehr oft skizziert. Unser Problem ist, dass wir planlose Vorstände haben, die immer irgend einen Namen als GF-Sport installieren. Und nach dessen Philosophie wird dann der Profibereich aufgestellt. Kontinuität ist so nicht möglich. Man verwaltet beim Effzeh das Hier und Jetzt. Mehr Zeit bleibt einem GF-Sport auch nicht. Spätestens mit dem 3. Trainer ist auch der Gf-Sport aufgrund des medialen Drucks weg.

        • Frank Offermann says:

          Es gibt kein Kontinuitäts-Handeln im FC, da hast du Recht. Deine Beispiele stimmen. Ich hätte „Kontinuität Denken“ in „“ setzen sollen. Hintergrund: Seit der Ära Horstmann versucht man krankhaft in Richtung Kontinuität zu denken, verpasst darüber aber auch die notwendigen Zeitpunkte für Entscheidungen. Beispiel:
          – Beginn 2017/18 mit den sich nicht mehr verstehenden Schmadtke und Stöger,
          – viel zu zögerliche Trennung von Baierlorzer
          – etc.
          Oder man hält sich in Idiotien fest, wie tatsächlich übergeschnappte Idee mit Veh zu verlängern. Zitat “ Ich bin ein Freund von Kontinuität“ (Präsident Wolf). Es gibt leider nur den krankhaften Versuch irgendwie Kontinuität zu versprechen, dabei werden aber grundsätzlich notwendige Entscheidungen verpasst. Das Resultat ist dann auch durch verschleppte Entscheidungen überhaupt keine Kontinuität. Auch zu einer Kontinuität gehört auch mal eine Entscheidung. Ich meine, dass in Freiburg in der Ära Streich der Sportdirektor auch schon gewechselt hat. Dennoch bleibt die Struktur, die Idee und der Trainer gleich. Das ist Kontinuität. Dafür muss man aber einen Plan haben. Und der fehlt in Köln gefühlt seit Mitte der 80er Jahre.

          • Boom77 says:

            Man hängt das mit der „Kontinuität“ auch immer so hoch. Oder vielleicht haben wir da eine andere Definition als sie im Profi-Fußball besteht. Denn, wo gibt es denn wirklich „Kontinuität“? Allenfalls bei Freiburg und bei Mainz in der Zeit von Klopp/Heidel.

            sonst hört es doch schon landauf, landab in verschiedenen Positionen auf mit der „Kontinuität“. Egal, ob erforlgreicher Club oder unerfolgreich. Klar, war bei Bayern in der „Ära Hoeneß“ Kontinuität auf dem Managerposten vorhanden. Mit abstrichen auch beim BVB seit Zorc. Aber auch dort hört das bei den Trainern ja schon auf. Beim Rest der 1. und 2. Liga sowieso (Heidenheim ist da in der 2. Liga noch zu nennen).

            Möglicherweise fällt im Profifußball ja alles unter „Kontinuität“, was länger als drei Jahre andauert. In dem Sinne hätten wir die mit Schmadtke/Stöger ja schon mal gehabt ;)

  3. NICK says:

    Wichtig ist die Erwartungshaltung. Wenn man in die Saison geht „Wir sind kein normaler Aufsteiger…Ich sehe uns zwischen Platz 9-12 und wir gucken mal was sonst so noch geht“ – dann kann man sein blaues Wunder erleben und tief fallen.

    Jetzt sollte man mal sagen „Das zweite Jahr ist oftmals schwieriger als das erste“ und das Ziel kann nur heißen – erneuter Klassenerhalt.

    Mit der richtigen Abfindung im Vertrag, kann man auch mit Gisdol bis 2023 verlängern und der Mannschaft die „5 Trainer in drei Jahren verheizt hat“ erstmal klar machen – das ist mein/unser Trainer und der hat teilweise länger Vertrag als ihr.

    Die kommende Saison wird eh eine Wundertüte – keine bis wenig Fans, Vereine die kaum Geld für Transfers haben, Vereine die es einfach so raus hauen können…

    Was mich hoffnungsvoll stimmt, ist das für viele Spieler das zweite Jahr BL viel besser läuft als das erste und da haben wir mit Katterbach, Jacobs, Thielmann, Shkiri, Bornauw, Easy usw. ja einige von im Kader…

  4. Dirk says:

    Kann mir bitte irgend jemand hier sagen, wann die Kündigung eines Arbeitsvertrages zur perfekten Zeit passiert? Irgendwie beschleicht mich mittlerweile beim FC, dass jeder der Meinung ist mitreden zu müssen. Dabei ist auch das aktuelle Thema nur der Untergang des FC in den nächsten Monaten. Die Presse wundert sich über miese Stimmung rund um den Verein, legt aber mit jedem Artikel Feuer.
    So langsam kann man sich das nicht mehr geben. Andere wären froh, in der Bundesliga zu spielen nur bei uns wird vorher rumgekotzt und alles in Form eines Internetbundesligatrainer in Frage gestellt.

  5. holger7 says:

    Spielen wir mal folgendes Szenario durch: Gisdol wäre Ende der Saison entlassen worden aufgrund der 10 Spiele nach Corona. Und dann? Welcher Trainer kommt denn freiwillig zu unserem ruhmreichen FC, wenn man sehr wahrscheinlich zum Bundesliga-Start (18.09.) noch nicht weiß, ob das die endgültige Mannschaft ist (Transferschluss 05.10.!!). Und dann zu welchem Gehalt? Da behalte ich doch lieber einen erfahrenen Trainer, der die Mannschaft mittlerweile kennt und verbleibe mit der Hoffnung, dass sich spielerisch etwas ändert.

    Exkurs: Holt bitte bitte einen neuen guten Torwart. BITTE!!!!!

    • Tom51427 says:

      Holger7: Um das richtig zu stellen: ich wollte damit sagen, dass es üblicherweise nicht ungewöhnlich gewesen wäre, wenn man sich zum Saisonende getrennt hätte. Nicht, dass ich das fordere. Gisdol kann sich und uns gerne beweisen, dass die Corona Form nicht der Maßstab war. Sein Vertrag hatte sich mit Klassenerhalt automatisch um ein weiteres Jahr verlängert. Ausreichend Zeit, um die weitere Entwicklung abzuwarten. und dann eine Entscheidung nach Leistungskriterien zu fällen – und nicht in dieser aktuellen finanziellen Krisensituation eine Entscheidung nur aus symbolischen Gründen, um die eigenen Spieler bei der Stange zu halten. Da lässt man sich von der eigenen Mannschaft in Entscheidungen treiben.
      By the way: der teure, aber schlechte Zieler ist laut Kicker von heute ernsthaft im Gespräch. Wie unglaublich kreativ. Vielleicht sollte man auch generell die sportliche Kompetenz im Verein auf Geschäftsführer Ebene hinterfragen…Ich zumindest sehe Horst Heldt nicht als erfahrenen Krisenmanager und definitiv sehr kritisch (z.B. die Kommunikation zur Torwart Position und die Tatsache, dass er die ausreichende Zeit für eine Kessler Nachfolge in der letzten 2. Saisonhälfte komplett ungenutzt gelassen hat. Der Kess ist uns schließlich nicht über Nacht von Real Madrid weggekauft worden:-))

        • Ali Perez says:

          Naja; wenn die Schalker so weiter machen, sehe ich schon bald wieder Mitgliederversammlungen auf die zukommen, wo man sich vom Rednerpult zerrt und aufs Maul haut. Die sollten doch eher den Ball flach halten, wenn man bedenkt, wieviel Kohle die in den letzten Jahren sinnfrei rausgehauen haben. Die stehen uns nach wie vor in nix nach. Und HH ist schon vier Jahre weg.

          • Boom77 says:

            Ich sehe auch nicht wirklich, dass sich nach Heldt merklich was bei Schalke gebesser hätte. Ganz im Gegenteil… Jonjoe Kenny (den Namen finde ich einfach geil) & Co. lassen grüßen.

        • SebN says:

          Mit Horst Heldt hat Schalke in sechs Jahren drei Mal die Champions League und dreimal die Europa League erreicht, dazu sind sie Pokalsieger geworden.
          Wie man sich da kaputt lachen und Beileid äußern kann mit Blick auf die Entwicklung seitdem und vor allem die letzten zwei Jahre auf Schalke finde ich sagen wir mal freundlich „interessant“.

  6. Tom51427 says:

    Wer ist derzeit schon schlechter als Horn? Aber ich befürchte, dass das genau der Maßstab ist, den HH ansetzt. Er möchte ja ausrücklich keinen Kampf um die Nummer 1 (das Leistungsprinzip mal eben mit einem dummen Interview Satz komplett außer Kraft gesetzt – Identifikation schlägt auch hier Leistung; spürbar anders halt. Schon komisch, dass da niemand zu uns kommen möchte). Esser verdrängt nun in Hannover Zieler. Und Esser hatte zuvor ein Angebot vom FC auf eine klare Nummer 2 abgelehnt, um stattdessen Stammkeeper in Hannover zu werden. Da finde ich es es schon ironisch, wenn der dort klar verdrängte Zieler nun bei uns stattdessen die Nummer 2 werden sollte. Natürlich dann wohlgemerkt zu einem Zieler Gehalt und nicht zu einem Esser Gehalt. Und zumindest jene Zieler Szenen, welche ich letztes Jahr nur im TV gesehen habe, waren nun wirklich nicht selten aber mal so richtig unglücklich. Er scheint zumindest nicht gerade in Höchstform zu sein. Ich denke, es gibt für eine wirklich ambitionierte Nummer 2 mit (auch Wertsteigerungs)Perspektive derzeit viele weitaus jüngere Alternativen für deutlich weniger Gehalt.

  7. Klaus Höhner says:

    Herzlichen Glückwunsch die Schalker haben allen Grund zu lachen, das ist doch der größte luser Verein.Deine Freundin und deren Familie sollen erst mal sehen das sie ihren Bankrott Verein in die Spur bekommen und dann über andere urteilen.

  8. Christ Walker says:

    Vielleicht kommt da in mir zu sehr der Betriebswirt raus, aber nach 10 sieglosen Spielen zuletzt ist das Risiko einfach viel zu groß, dass es in der neuen Saison entsprechend weitergeht. Dann hat man mit der Vertragsverlängerung nur die Abfindung von Gisdol um mehrere 100.000 erhöht. Vor allem bestand ja auch gar kein Druck den Vertrag zu verlängern:
    Selbst wenn Gisdol und der Effzeh in der neuen Saison performen, wird es keinen Markt für Gisdol geben und niemand wird nächsten Sommer Gisdol vom Effzeh abwerben.

    Aber ja die Skepsis liegt zumindest bei mir auch nicht bei Gisdol sondern viel mehr beim Kader. Das Desaster mit Veh war eines mit Ansage, sogar von Beginn an. Ich war grundsätzlich erstaunt, wie lange Vehs planloses Hantieren von vielen Fans wie Offiziellen noch gelobt und gefeiert wurde. Es wurden 2 Trainer geholt, die Null zum Kader passten und im Anschluss reihenweise Spieler, die ebenfalls nicht wirklich ins Konzept passten, falls es da überhaupt eines gab. Das merkt man jetzt natürlich an allen Ecken und Enden.
    Die Probleme aktuell beginnen ja sogar noch weiter vorne: Viele Positionen im Kader sind mit Spielern besetzt, die absurd gut verdienen und zeitgleich für die Bundesliga absolut untauglich sind.
    Zum Glück laufen nächstes Jahr die Verträge von Terodde und Höger aus. Beide werden wir kaum loswerden bei deren Gehältern und Alter. Bis 22 laufen noch die Verträge von Sobiech, Risse.
    Damit sind 4 Positionen mit Spielern belegt, die man kaum aus dem Kader entfernt kriegt (wenn wird Köln deutlich draufzahlen) und keinerlei sportliche Perspektive haben.
    Das Hauptproblem bleibt aber vorne. Wir haben letztes Jahr mit „Kick and Rush“ die Klasse gehalten. Ich denke ähnliches kann erneut funktionieren, wenn man die Abwehr wieder stabilisiert bekommt und einen Uth-Ersatz als togefährlichen, offensiven Akteur findet. Das viel größere Problem ist allerdings, dass sich der Effzeh wirtschaftlich eigentlich einen ablösefreien Abgang von Cordoba nicht erlauben kann und damit diesen Sommer unter Zugzwang ist. Verlängert man im Sommer nicht und behält Cordoba, dürfte er weg sein. Verkauft man ihn, fehlen beide zentralen Spieler für unsere Spielweise, die uns so erfolgreich gemacht hat.

    Ich sehe uns Stand heute zusammen mit Bielefeld als Topfavorit auf den Abstieg. Um mehr wird es diese Saison nicht gehen, dem sollten sich alle bewusst sein.

  9. Norbert Furmanek says:

    Ne , Ne Herr Merten !!! Ihre Aussage sollten Sie bezüglich Trainer Gisdol mal sehr überdenken !! Ich sage nur die letzten Spiele nach der CORONA-Pause !! Und auch andere Spiele wurden mehr mit Glück ( Schwächephasen der Anderen ) als mit Verstand gewonnen !

  10. Klaus Höhner says:

    Schwächephasen der anderen so ein Schwachsinn, wenn Mannschaften ihre Spiele gewinnen, wie oft selbst bei den Bayern sind schwächere Phasen des Gegners im Spiel. Etwas positives aus Spielen zu ziehen wäre ja auch zu einfach. Es gab Spiele gegen Wolfsburg, Freiburg, Leverkusen in Berlin die waren richtig gut das muss oder sollte man mal akzeptieren, oder lieber alles schlecht reden ist ja auch einfacher.

  11. Norbert Neuheisel says:

    Ich bin der Meinung, dass Gisdol nach diesem Vertrauensvorschuss seitens der FC-Verantwortlichen noch inspirierter und tatkräftiger an die Aufgabe herangeht, die da lautet: eine stabile Mannschaft aufzu bauen, die mittelfristig nichts mehr mit Abstieg zu tun hat. Dann könnten die FC-Fans fürs Erste zufrieden sein.

  12. Gerd1948 says:

    @ boom Richtig boom, wichtiger wäre es z.B. ein Spielsystem kontinuierlich zu verfolgen bis runter zu den Kleinen. JUGEND hoch ziehen und ein System Fussball versuchen durchzudrücken mit Variabilität.Man kann ja grundsätzlich nur so gut spielen lasse.wie es der Gegner zulässt. Jedenfalls darfs nicht sein, was hier völlig richtig geschrieben worden ist. Dee Anfang will dies spielen braucht Spieler dafür, dann wird er gewipot und der nächste braucht fürn anderen Scheiss andere Spieler u.s.w.u.s.f.

  13. Andreas Stetter says:

    Wer sich nach der Leistung in Bremen schützend vor die Spieler stellt und sagt, wer seine Schäfchen nach 33. Spieltagen nicht im Trockenen hat und absteigt, sei selbst schuld, der gehört fristlos entlassen. Das ist an Respektlosigkeit und Unsportlichkeit gegenüber dem Rest der Bundesliga und der Fans nicht zu überbieten – insbesondere, wenn man während der fußballlosen Zeit die zahlreichen Fußballrückblicke auf diversen Sendern gesehen hat. Wie haben sich da Kölner Legenden wie z.B. Herbert Neumann ereifert über das unsägliche Auftreten der Dortmunder beim 0-12 geben Gladbach, welches dem Effzeh fast den Titel gekostet hätte?
    Sowas gehört sich einfach nicht!!! Ich wäre eher bereit gewesen für die Abfindung Gisdols zu spenden als jetzt!

  14. Gerd1948 says:

    Das hört sich aber jetzt sehr nach „Aus dem Zusammenhang gerissen“ an. WENN Gisdol das gesagt hat gehört ihm ein Maulkorb verpasst. Inhaltlich hat er aber Recht. Dummdorf ist abgestiegen, weil sie permanent Spiele in der Rückrunde nicht gewonnen haben , meist nach Führung. Diese Unentschieden bringen NICHTS, außer die Moral weiter an Nichtabstieg zu glauben. Ich hoffe auch, dass die Spieler intern richtig auf die Fresse dafür bekommen haben, aber mehr ist eben nicht drin. Aber nett , dass du dich direkt als erstes positionierst hier. Da weiß man direkt wo man dran ist.

    • Andreas Stetter says:

      Das hat er in einem Interview am Tag des Spiels im Aktuellen Sportstudio genau so von sich gegeben – und ob Düsseldorf oder nicht, 2-3 Spieltage mehr und es wäre durchaus möglich gewesen, dass wir auch auf Schützenhilfe angewiesen gewesen wären nach den unsäglichen Leistungen nach der Wiederaufnahme.

  15. Klaus Höhner says:

    Totaler Blödsinn noch 2-3 Spieltage mehr und wir wären ja wären, nur die Wahrheit ist ,da wir nach Punkten schon vor der Pandemie gerettet waren nur mal so nebenbei, da hatten wir 32 Punkte sonst noch was.Wer nach 33 Spieltagen nicht genug Punkte hat steigt ab so einfach ist das.

  16. Gerd1948 says:

    Hab ich ja auch sehr früh einfach behauptet, dass umso weniger Punkte reichen umso mehr da rumkrebsen. Klar, man darf nicht 7,8,9,10 Spiele hintereinander verlieren, aber direkte Duelle bedeuten immer, dass untere auch nicht alles gewinnen können. Ich könnte genauso entgegen behaupten, dass wir 7. geworden wären, wenn wir gegen Mainz und Düsseldorf gewonnen hätten. Bin aber überzeugt, dass das uns wieder nicht gut getan hätte, obwohl diesen Sommer eh alles anders ist.

  17. DeKa says:

    Hätten Düsseldorf, Bremen und Augsburg nicht auch ständig verkackt, wäre der Effzeh mal wieder abgestiegen. Von wegen aus eigener Kraft die Klasse gehalten. Soviel Schwein werden die nächste Saison nicht mehr haben.

  18. Mike Quincy says:

    kölsche Knüngel ? die wohnen doch Balkon an Balkon ?
    „Markus ich hab keine Butter mehr. Kannst du mir vielleicht ein Päckchen ausleihen ?“
    „Ja kannste haben Host. Brauchst du mir auch nicht wieder zu geben. Kannst du mir denn im Gegenzug mit einem Toastbrot aushelfen. Und mir bei Gelegenheit auch die Vertragsverlängerung rüber reichen ?“

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