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Corona bringt das Geißbockheim an seine Grenzen


Der Media Day am Freitag hat das Geißbockheim aus allen Nähten platzen lassen. Der Tag demonstrierte, dass 1. FC Köln durch Corona im Grüngürtel noch mehr in Platznot geraten ist. Wie wichtig jedoch die Einhaltung der Hygiene-Regeln sein wird, zeigt Fortuna Düsseldorf. Der Rivale wurde während der Vorbereitung in Quarantäne geschickt. Das wollen die Geißböcke unbedingt vermeiden.

Köln – Wenn der 1. FC Köln am Samstag um 16 Uhr und 18 Uhr zwei Testspiele gegen Deutz 05 und Blau-Weiß Lohne absolviert, dürfen erstmals wieder Zuschauer bei einem FC-Spiel zuschauen. 200 Mitglieder konnten sich online registrieren, wenn sie eines der Spiele verfolgen wollen. Es ist das erste Mal seit dem Auswärtsspiel in Paderborn am 6. März, dass Spiele der Geißböcke wieder vor zumindest einer kleinen Schar an Fans werden stattfinden können.

Doch darüber hinaus hat sich rund um das Geißbockheim nichts verändert, seit die Corona-Pandemie ausgebrochen ist. Vielmehr musste der FC am Freitag wieder einmal erfahren, dass Corona die Platz-Situation im Grüngürtel für den Klub nur noch weiter verschärft hat. Nicht nur die Kabinen-Beschränkungen, die fehlenden Räume für Mannschaftssitzungen und gemeinsames Krafttraining wurden zum Problem. Am Freitag brachte der Media Day des Klubs und der DFL das Geißbockheim an den Rande seiner Kapazitäten.

Ausbau oder Umzug wird immer wichtiger

Klub, Verband, Sponsoren und zahlreiche Fotografen und Kamerateams drehten den ganzen Tag die vorgeschriebenen Sequenzen für die kommende Saison – vom Mannschaftsfoto über die Portraitaufnahmen bis zu zahlreichen Spots, Einspielern, Green-Screen-Formaten und Werbeaufnahmen. Eigentlich ist der Media Day logistisch für den FC kein Problem, absolviert der Klub diesen doch im RheinEnergieStadion. Doch dieses Jahr rächt sich, dass der FC nur Pächter des Stadions und nicht dessen Besitzer ist. Das Stadion ist durch die Europa League blockiert, der Klub hat keinen Zugang. Und so mussten die Aufnahmen am Geißbockheim stattfinden.

Jeder Freiraum rund um die Geschäftsstelle wurde genutzt, um Foto- und Video-Stationen einzurichten. Vom Platz eins über das Franz-Kremer-Stadion und die Wege im Nachwuchsbereich bis hin zu den Grasflächen zwischen den Gebäuden – überall waren Zelte, Beleuchtungen, Monitore und portable Rückwände aufgebaut, um die Spieler in Szene zu setzen. Wer eine Demonstration brauchte, wie sehr das Geißbockheim aus allen Nähten platzt und warum der Ausbau des Geißbockheims – oder ein Umzug in ein gänzlich neues Areal – dringend erfolgreich ist, bekam den Anschauungsunterricht. Dabei hatten die Klub-Verantwortlichen noch Glück mit dem Wetter: Ein Sturm wie in den vergangenen Tagen hätte den Media Day gänzlich ins Wasser fallen lassen. Denn Indoor-Aufnahmen sind in der aktuellen Corona-Krise in den Umfängen eines Media Day kaum durchführbar.

Düsseldorf als Warnung für den FC

Am Samstag zu den Testspielen wird davon schon nichts mehr zu sehen sein. Der FC will jedoch strenge Kontrollen an den Eingängen durchführen, um die Hygiene-Maßnahmen für die Testspiele einhalten zu können. Nach den beiden positiven Corona-Tests von Tim Lemperle und Salih Özcan zum Auftakt der Vorbereitung können sich die Geißböcke keine neuerlichen positiven Tests erlauben. Denn wie das NRW-Gesundheitsministerium auf positive Tests während des laufenden Trainingsbetriebs reagiert, konnte der FC am Freitag aus Düsseldorf erfahren: Die Fortuna wurde wegen zwei positiver Spieler-Tests während der Vorbereitung in Quarantäne gesteckt. Wie lange die Mannschaft in dieser verbleiben muss, ist zwar noch nicht geklärt. Doch ein solcher Vorfall beim FC würde die Geißböcke weit zurückwerfen. Entsprechend peinlich genau müssen die Klub-Verantwortlichen auf die Einhaltung der Regeln achten.

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