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Obuz für Lemperle – Heldt macht Risse zum Sonderfall


Beim 1. FC Köln hat am Sonntag der nächsten Youngster bei den Profis mittrainieren dürfen. Marvin Obuz (Jahrgang 2002) übernahm den Trainingsplatz des Covid-19-infizierten Tim Lemperle. Derweil erklärte Sportchef Horst Heldt, dass der freigestellte Marcel Risse die Sicherheit genieße, im Falle eines geplatzten Transfers zu den FC-Profis zurückkehren zu können.

Köln – Marcel Risse ist nicht irgendein Profi beim 1. FC Köln. Der 30-jährige hält nun schon seit sieben Jahren die Knochen für die Geißböcke hin, schoss den FC 2013/14 mit neun Toren und vier Vorlagen zurück in die Bundesliga, absolvierte insgesamt 163 Pflichtspiele für die Kölner und machte sich nicht zuletzt durch seinen Freistoß-Hammer in der Nachspielzeit im Derby bei Borussia Mönchengladbach unsterblich. Dass er später durch mehrere schwere Verletzungen ins sportliche Abseits geriet, soll nicht zu einem unehrenhaften Aus beim FC führen.

„Entweder er wird verliehen oder er kann sofort wieder mit den Profis trainieren“, sagte Horst Heldt und schloss auch eine Versetzung Risses in eine separate Trainingsgruppe oder zur U21 aus. „Marcel Risse wird nicht für die U21 spielen“, stellte Heldt klar. Damit will der FC dem 30-jährigen den verdienten Respekt entgegen bringen für das Erbrachte, wenngleich Trainer Markus Gisdol dem Rechtsaußen klar gemacht hat, dass er sich kaum Hoffnungen auf mehr Spielzeit als in der vergangenen Saison wird machen können (nur 128 Bundesliga-Minuten). Andere Spieler wissen dagegen, dass sie keine Zukunft mehr am Geißbockheim haben und entweder einen neuen Klub finden oder sich im Zweifel in einer separaten Trainingsgruppe fit halten müssen. Gisdol und Heldt sind sich einig, dass es keinen übergroßen FC-Kader geben darf. Einzig Risse wäre weiter herzlich willkommen für den Fall, dass sich ein Wechsel zerschlagen sollte.

Obuz und Castrop für Lemperle und Özcan

Derweil haben die Geißböcke auf den Ausfall von Tim Lemperle (Coronavirus) reagiert und Marvin Obuz aus der U19 zu den Profis befördert. Der 18-jährige kommt am liebsten über die linke Außenbahn und wird zumindest vorübergehend mit dem Gisdol-Team trainieren. Eine große Chance für den 18-jährigen, der mit der FC-U17 2019 Deutscher Meister wurde und seit mehreren Jahren in den deutschen Junioren-Nationalmannschaften spielt. Ähnlich wie der 17-jährige Jens Castrop durch den Ausfall von Salih Özcan, bekommt Obuz nun durch den Lemperle-Ausfall die Chance sich zu zeigen. Ob das Duo auch mit ins Trainingslager nach Donaueschingen reisen könnte, ist noch nicht bekannt.

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