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Problemposition hinten rechts: Schmitz vor schnellem Comeback?


Der 1. FC Köln macht auf dem Transfermarkt momentan Nägel mit Köpfen. Zählt man Dimitris Limnios bereits hinzu, hat Geschäftsführer Horst Heldt in den letzten Tagen vier neue Feldspieler verpflichtet. Doch eine Position bleibt wohl mindestens bis zur Winterpause mit einem Fragezeichen versehen: Auf der rechten defensiven Außenbahn haben die Geißböcke ein Problem. 

Köln – Dass es den 1. FC Köln in arge Bedrängnis bringen würde, wenn sich Benno Schmitz einmal verletzt, hätte vor einigen Monaten wohl kaum jemand für möglich gehalten. Doch während Kingsley Ehizibue, der in seiner Debüt-Saison immerhin 31 Mal zum Einsatz kam, in der Vorbereitung große Probleme hatte, wusste der 25-jährige zu überzeugen. Ähnlich wie viele seiner Teamkollegen kam Schmitz deutlich agiler aus der Winterpause und zeigte auch in den Testspielen eine steigende Formkurve.

So überraschte es nicht, dass Schmitz im DFB-Pokal gegen die VSG Altglienicke den Vorzug auf der rechten Seite erhalten hatte. Doch nach einer halben Stunde war die Partie für den gebürtigen Münchener schon wieder vorbei. In einem Zweikampf war Schmitz umgeknickt. „Das ist natürlich der schlechtmöglichste Zeitpunkt“, sagte Schmitz unmittelbar nach seiner Verletzung. In der Vereinsdokumentation 24/7 war der Spieler mit einem Eisbeutel auf dem Sprunggelenk in der Kabine zu sehen. „In der Vorbereitung ist eigentlich alles gut gelaufen. Wir haben intensiv und hart gebreitet. Jetzt auszufallen, wo es zählt, ist natürlich bitter.“

Easy hat keine glückliche Vorbereitung absolviert

Gegen den Berliner Regionalligisten ersetzte jedoch nicht Kingsley Ehizibue den verletzten Schmitz, sondern Marco Höger. Gegen den drei Ligen tiefer spielenden Gegner erledigte der gelernte Sechser seine Aufgabe mit all seiner Erfahrung auch souverän. Also vertraute Markus Gisdol dem Vize-Kapitän diese Position auch zum Bundesliga-Auftakt gegen die TSG 1899 Hoffenheim an. Doch gegen die pfeilschnelle linke Seite der Kraichgauer kam Höger dann doch deutlich an seine Grenzen. Schnell machten die Gäste über Kaderabek und Kramaric die Kölner Schwachstelle aus und spielten einen langen Ball nach dem anderen über die rechte Kölner Seite. Als Höger dann nach einem Zusammenprall auch noch angeschlagen war, nahm Gisdol den Routinier zur Pause vom Feld. Mit dick bandagiertem Oberschenkel nahm Höger im Laufe des zweiten Durchgangs auf der Tribüne Platz und sah zu, wie Kingsley Ehizibue durch sein Tempo den Hoffenheimer Flügel weitestgehend im Griff hatte. Ehizibue selbst wirkte während der sechswöchigen Vorbereitung häufig unzufrieden und schien mit seiner eigenen Form zu hadern. Trotzdem schien die Enttäuschung, trotz Schmitz-Verletzung nur die Nummer drei zu sein, bei dem Spieler groß. Nun gab der Niederländer die Antwort in Hälfte zwei auf dem Platz. Zwar gelang dem 25-jährigen bei weitem nicht alles, dennoch spielte Ehizibue deutlich ruhiger und abgeklärter als in manchen Partien der letzten Saison.

Nach dem Spiel erklärte Markus Gisdol schließlich seine Entscheidung pro Höger: „Er hat das in der Vorbereitung und im Pokal gut gemacht. Easy dagegen hat keine glückliche Vorbereitung absolviert.“ Mit der Leistung seines Einwechselspielers zeigte sich Gisdol dann aber zufrieden. „Er hat nach der Pause ein gutes Spiel gemacht und ist jetzt auf einem guten Weg, wieder mehr Spielzeit zu bekommen.“ Ob Ehizibue allerdings am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel in Bielefeld in der Startelf stehen wird, ist aktuell noch nicht abzusehen. Denn möglicherweise wird beim Aufsteiger Benno Schmitz bereits wieder zur Verfügung stehen. Nachdem man am Geißbockheim eigentlich von einer mehrwöchigen Ausfallzeit ausgegangen war, scheint sich die Sprunggelenksverletzung nun als nicht so schlimm wie erwartet herausgestellt zu haben. „Es kann sein, dass Benno uns kurzfristig wieder zur Verfügung steht“, verriet Gisdol am Samstagabend.

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