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Deutliche Derby-Pleite! FC chancenlos gegen Gladbach


Der 1. FC Köln hat das Derby gegen Borussia Mönchengladbach nach einer erschreckend schwachen Anfangsphase verdient mit 1:3 (0:2) verloren. Die Geißböcke ließen sich von den Fohlen zu Beginn regelrecht überrennen, hatten der Offensive des Erzrivalen nichts entgegen zu setzen, wiederholten stattdessen alte Fehler. Letztlich war es ein Klassenunterschied der Gladbacher Stärke, daran änderte auch der Kölner Ehrentreffer durch Elvis Rexhbecaj kurz vor Schluss nichts. 

Aus Müngersdorf berichtet Marc L. Merten

Kurzfristig waren doch noch 300 Zuschauer für das Derby zugelassen worden. Passend zu den zwei Niederlagen zu Saisonbeginn hatte es sich in Müngersdorf zum Spielbeginn eingeregnet. Markus Gisdol schickte für dieses so wichtige Duell gegen den Erzrivalen eine veränderte Anfangsformation auf den Platz, nicht nur personell, sondern auch taktisch. Im 3-3-2-2 kam Frederik Sörensen zu seinem ersten Startelf-Einsatz für den FC seit 2018. Dazu rückte Dominick Drexler in die Startelf und bildete mit Sebastian Andersson das Sturmduo. Last-Minute-Neuzugang Marius Wolf saß 24 Stunden nach seinem Wechsel zum FC bereits auf der Bank. Auf der anderen Seite bot Gladbach bis auf Breel Embolo (Ersatz) seine aktuell wohl beste Elf auf.

Moment des Spiels

Wer keine Lernkurve zeigt, verliert einfach weiter: Nicht einmal eine Viertelstunde brauchte Gladbach, um defensiv vogelwilde Geißböcke für ihre widerstandslose Abwehrarbeit zu bestrafen. Nach drei Großchancen war es – wie schon in Bielefeld – ein einfacher, langer Ball aus der Borussia-Hälfte in den Rücken der Kölner Abwehr, der das 0:1 einleitete. Hofmann legte auf Plea, der wurde nicht unter Druck gesetzt und jagte die Kugel ins kurze Eck. Eine verdiente Führung für die Borussia nach einem Klassenunterschied in der Anfangsphase.

Fazit

Der 1. FC Köln muss sich fragen, warum derart einfache Gegentore immer wieder zustande kommen. Das 0:1 war in der Entstehung eine Kopie des 0:1 in Bielefeld. Die Verteidigung des Eckballs beim 0:2 war nicht Bundesliga-tauglich. Und wer dann auch noch derartige Großchancen wie nach dem Fehler von Yann Sommer nicht nutzt (Andersson), der muss sich nicht wundern, nach drei Spieltagen mit null Punkten im Tabellenkeller zu stehen – und das völlig verdient. Die Geißböcke müssen in der Länderspielpause den Neustart-Knopf drücken. Ansonsten geht es in dieser Saison nur in eine Richtung, und zwar in die Zweite Liga.

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