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„Dafür fehlen einem auch auf dem Platz die Worte“


Der 1. FC Köln hat auch das dritte Saisonspiel verloren. Im Derby gegen Borussia Mönchengladbach waren die Geißböcke vor allem in den ersten 25 Minuten chancenlos und zeigten kaum Gegenwehr. Entsprechend hart gingen auch die Spieler hinterher selbst mit sich ins Gericht, zeigten sich zum Teil aber ratlos ob der eigenen Leistung. Die Stimmen zur 1:3 (0:2)-Derbyniederlage. 

Aus Müngersdorf berichtet Marc L. Merten

Marius Wolf: „Ich persönlich hatte keinen Druck. Ich bin gestern relativ kurzfristig gekommen und habe einmal trainiert. Wenn ich eingewechselt werde, will ich der Mannschaft helfen. Ich habe es versucht, aber es war nicht einfach. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, in der wir in Ruhe arbeiten können und ich das Team besser kennenlernen kann. Für mich kommt die Länderspielpause jetzt zur richtigen Zeit. Wir wollen alle Fortschritte machen und an unserem Spiel arbeiten. Wir glauben an uns, es ist noch früh in der Saison. Die Mannschaft will, wir haben nicht die Köpfe hängen lassen.“

Timo Horn: „Es ist eine gute und berechtigte Frage, wo die angekündigte Wut war. In einem Derby gegen Gladbach war das nicht das, was wir auf den Platz bringen wollten. Wir waren in den ersten Minuten chancenlos, das muss man klar so resümieren. Gladbach hat das gut gemacht und wir haben sie teilweise noch eingeladen. Wir haben verdient verloren und es heute nicht so hinbekommen wie Union Berlin in der letzten Woche. Es geht in einem Derby darum, Zweikämpfe zu gewinnen. Die waren alle zu Beginn bei den Gladbachern. Dann fehlt uns im Moment auch das Quäntchen Glück. Aber es war ein nie gefährdeter Sieg von Gladbach. Wir sind nicht zufrieden, das ist klar. Wir wollten gut starten, davon können wir jetzt nicht mehr sprechen. In der Länderspielpause müssen wir uns sammeln, es geht immer weiter. Wir müssen als Mannschaft zusammenstehen und uns wieder rausarbeiten. Ich habe schon viel beim FC miterlebt und ich kann sagen, dass die Mannschaft absolut in Takt ist und wir die Neuzugänge gut integriert haben.“

Es war fast keine Gegenwehr zu spüren

Elvis Rexhbecaj: „Es ist bitter. Wir hatten uns für die ersten drei Spiele viel vorgenommen, weil viel möglich gewesen wäre. Gegen Hoffenheim und Bielefeld haben wir Punkte hergeschenkt und heute verpennen wir die ersten 20 Minuten. Wir schenken dem Gegner zwei Tore und müssen uns bei Timo bedanken, dass es nicht schon höher steht. Wenn man so leichtfertig Gegentore bekommt, ist es gegen jeden Gegner schwer. Es ist schwer zu begreifen, was da los war, dafür fehlen einem auch auf dem Platz die Worte. Es war fast keine Gegenwehr zu spüren. Wir müssen weiterarbeiten und an uns glauben. Wir machen viel zu viele Fehler, das müssen wir abstellen.“

Horst Heldt: „Wir müssen das Spiel analysieren. Wir haben in den ersten 20 Minuten keinen Zugriff bekommen. Wir müssen uns anschauen, warum das so passiert ist. Wir sind verdient in Rückstand geraten. Wir haben die entscheidenden Zweikämpfe nicht gewonnen beziehungsweise gar nicht geführt. In der zweiten Hälfte war es besser, auch wenn wir insgesamt verdient verloren haben. Gladbach war in allen Belangen besser. Aus meiner Sicht war es allerdings kein Elfmeter. Wir sind alle für die Ergebnisse verantwortlich. Das fängt bei mir an und hört bei den Einwechselspielern auf. Wir arbeiten weiter intensiv und haben noch eine lange Saison vor uns. Wir haben von Anfang an nicht drum herum geredet, dass es eine schwierige Saison wird.“

Wir müssen jetzt einen Neustart machen

Markus Gisdol: „Es war ein verdienter Sieg für Gladbach. Wir haben heute gegen einen sehr starken Gegner gespielt, der uns fast nichts erlaubt hat. Unser Zweikampfverhalten in den ersten 25 Minuten war nicht gut. Danach sind wir drüber zwar ins Spiel gekommen, aber Gladbach war zu konsequent, zu geradlinig. Wir sind an unsere Grenzen gekommen. Wir haben wieder einen unnötigen Elfmeter kassiert, das müssen wir abstellen. Da müssen wir vorsichtiger sein. Es war nicht unmöglich in den ersten drei Spielen zu punkten. Sie wissen aber, was wir in den letzten Tagen für eine Personalsituation hatten. Wir haben eine neue Mannschaft. Jetzt müssen wir die Neuzugänge integrieren und Abläufe verfestigen. Daran müssen wir gewissenhaft arbeiten. Deswegen bin ich froh über die Länderspielpause. Wir müssen jetzt einen Neustart machen.“

Marco Rose: „Ein wichtiger Sieg für uns, vor allem im Derby. Der Sieg tut uns gut, hier mit den ersten drei Punkten richtig in der Saison angekommen zu sein. Wir hatten richtig starke 25 erste Minuten. Das Einzige, was ich zu kritisieren haben, ist dass wir das Spiel nicht 90 Minuten zu Ende spielen, sondern dem Gegner einen Strohhalm hingehalten haben.“

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