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29 Jahre nach Banach-Tod: FC plant Legendenspiel


Maurice Banach wäre heute 53 Jahre alt. Doch am 17. November 1991 verstarb der damalige FC-Stürmer im Alter von nur 24 Jahren bei einem Autounfall auf der A1. Im Herzen der FC-Fans ist „Mucki“ noch immer unvergessen. Zu seinem 30. Todestag im kommenden Jahr wollen die Geißböcke nun ein Benefizspiel veranstalten. 

Köln – Er zählte zu den größten Sturm-Talenten im deutschen Fußball. In der Saison 1989/90 schoss Maurice Banach die SG Wattenscheid 09 mit 21 Treffern praktisch im Alleingang in die Bundesliga, wechselte dann aber im Folgejahr ans Geißbockheim. Ein Transfer, der sich für die Geißböcke als Glücksgriff herausstellen sollte. Mit 13 Toren und vier Vorlagen schoss sich Banach bereits in seiner ersten Saison in die Herzen der FC-Fans spielte. Im DFB-Pokalfinale 1991 gegen Werder Bremen erzielte Banach den 1:1-Ausgleich, am Ende unterlagen die Geißböcke jedoch mit 4:5 im Elfmeterschießen. Auch in seinem zweiten Jahr beim FC machte er so weiter. Schnell galt er als Kandidat für die Nationalmannschaft, hatte er doch in den ersten 18 Spielen schon wieder zehn Mal getroffen. Dann jedoch kam der 17. November 1991 und der Unfall auf der A1 bei Remscheid.

Können Geschehenes nicht ungeschehen machen

29 Jahre ist dies nun her, und noch immer wirkt der tragische Tod am Geißbockheim nach. Auch, weil Claudia Banach, die Witwe des verstorbenen FC-Profis, lange Zeit keine Unterstützung vom FC erhielt. Das soll sich nun ändern. Nun wurde die Familie kurz vor Banachs 29. Todestag in die Geschäftsstelle am Geißbockheim eingeladen. „Wir können Geschehenes nicht ungeschehen machen. Viele Dinge liegen jetzt auch schon lange zurück. Aber wir wollen gemeinsam positiv in die Zukunft schauen und versuchen, der Familie zu helfen“, sagte Geschäftsführer Horst Heldt dem Express. Heldt hatte selbst mit Banach beim FC zusammengespielt.

Geplant ist ein Benefizspiel zum 30. Todestag im RheinEnergieStadion, deren Einnahmen der Familie Banach zu Gute kommen sollen. Beim FC hofft man, dass bis zu dem geplanten Benefizspiel wieder Zuschauer im RheinEnergieStadion zugelassen werden können. Dabei sollen im kommenden Jahr ehemalige Weggefährten Banachs an dem Spiel teilnehmen, zudem soll ein T-Shirt in Gedenken an den ehemaligen Stürmer produziert werden. Die Familie selbst hatte mit solch einer Aktion nicht mehr gerechnet, nachdem der Kontakt zum Klub über die Jahre eingeschlafen war. Angestoßen hatte den Kontakt nun Banachs und Heldts früherer Teamkollege Andreas Gielchen, der sich bis heute für die Familie und seinen Freund einsetzt.

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