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Heldt: „Jetzt weiß jeder Spieler, was er machen muss, damit es funktioniert“


Horst Heldt hat am Tag nach dem 1:2 (0:2) des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München über die Leistung der Geißböcke und einzelner FC-Profis gesprochen. Der Sportchef berichtete von seinen unterschiedlichen Gefühlen beim Elfmeter und blickte auf das nächste Pflichtspiel am Freitag beim SV Werder Bremen. 

Köln – Beim Elfmeterpfiff konnte er sich kaum beruhigen, nach dem Spiel trauerte er der vergebenen Chance auf einen Punktgewinn gegen die großen Bayern nach. Horst Heldt betonte am Tag nach dem 1:2 jedoch, dass nun jeder Spieler eine Messlatte für die zu erwartende Leistung gesetzt hätte. Diese sei das „Orientierungsmaß“ für die kommenden Wochen. Zudem machte Heldt klar, dass Markus Gisdol trotz der Sieglos-Serie nicht in Frage stünde. Das sagte Heldt über…

…das 1:2 gegen die Bayern

„Wir haben keine Punkte mitgenommen, deswegen sind wir natürlich enttäuscht. Denn es wäre mehr drin gewesen. Aber die Leistung war ansprechend. Es war aus unserer Sicht ein Aufwärtstrend zu erkennen. Wir haben das Spiel gut geführt, haben uns aber zwei, drei Fehler erlaubt, die bestraft wurden. Wir haben sehr engagiert gespielt, im Umschaltspiel vielleicht etwas zu hastig, um etwas Zählbares zu holen. Aber wenn wir so weitermachen, werden wir die nötigen Punkte holen, um die Liga zu halten.“

…das nächste Spiel in Bremen

„Das wird der Knackpunkt sein, den wir überstehen müssen. Wir haben gesehen, dass die Mannschaft zu Vielem in der Lage ist, dass die Mannschaft auch gegen übermächtige Gegner mithalten kann. Trotzdem kriegen wir für unsere Leistung nichts geschenkt. Wir müssen uns in Bremen neu beweisen. Das Spiel gegen die Bayern hat jetzt jedem Spieler ein gutes Orientierungsmaß gegeben, was er machen muss, damit es funktioniert. Daran müssen sie sich halten.“

…die Glaubwürdigkeit des Trainers nach 16 Spielen ohne Sieg

„Ich halte die Diskussion für Schwachsinn. Ich denke nicht, dass wir ein Glaubwürdigkeitsproblem haben.“

…den Handelfmeter

„Die Regel, die keine ist, ist skurril. Natürlich war ich in der Situation erbost. Als ich mir die Szene in der Halbzeit angeschaut habe, war ich der Meinung, dass der Schiedsrichter den Elfmeter geben kann. Das habe ich ihm nach dem Spiel auch gesagt und mich für meine Aufregung entschuldigt. Dann habe ich mir die Szene abends noch mal zuhause angeschaut und war wieder der Meinung, die ich am Spielfeldrand hatte: dass der Ball erst an den Körper springt und dann an die Hand. Regel hin oder her – ich finde die Handhabung schwer nachvollziehbar. Aber wir müssen auch selbstkritisch genug sein, dass wir uns immer wieder in diese Situationen bringen. Das müssen wir abstellen.“

…Anthony Modeste und Jonas Hector

„Die Hoffnung ist immer da, dass sie zurückkommen. Bei beiden ist die Situation anders gelagert. Jonas fehlt uns, als Spieler und als Kapitän. Er kann weiterhin nicht am Mannschaftstraining teilnehmen, das wird auch in den nächsten Tagen so sein. Deswegen müssen wir uns weiterhin gedulden und hoffen, dass es bald soweit ist. Tony muss leider wieder etwas kürzer treten. Er war auf einem guten Weg, jetzt wird er wieder etwas zurückgeworfen. Bei ihm müssen wir warten.“

…Salih Özcan

„Salih hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Ich persönlich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung, auf der Acht und später auf der Sechs. Er war sehr ballsicher, hat seinen Körper gut eingesetzt, viele Zweikämpfe gewonnen. Das sollte ihm Auftrieb geben. Da hat er gezeigt, wozu er in der Lage ist. Dieses Niveau sollte er jetzt weiter abrufen. Das ist es, was wir uns von ihm erhofft hatten.“

…Ondrej Duda

„Es war bei ihm etwas schwankend. Ein offensiver und kreativer Spieler wie er hat auch mal Phasen, in denen er etwas abtaucht. Gestern aber war er sehr präsent, sehr ballsicher, konnte sich gut aus den Situationen befreien. Das sollte er mitnehmen und weiter umsetzen.“

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