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Viel Lob für Özcan: „Das ist es, was wir uns von ihm erhofft hatten“


Erstmals seit seiner Rückkehr zum 1. FC Köln stand Salih Özcan am Samstag gegen den FC Bayern München in der Bundesliga-Startelf. Musste das Kölner Eigengewächs in den letzten Wochen noch vermehrt zuschauen, erhielt der 22-jährige gegen den Rekordmeister von Markus Gisdol nun das Vertrauen – und zahlte es zurück. Das Lob der Verantwortlichen folgte umgehend.

Köln – In der ersten DFB-Pokalrunde gegen die VSG Altglienicke hatte Salih Özcan noch in der Startelf der Geißböcke gestanden – als verkappter Linksaußen. Zum Bundesliga-Auftakt musste sich der Leih-Rückkehrer jedoch mit vier Joker-Einsätzen in fünf Spielen zufrieden geben. Trotz des Ausfalls von Jonas Hector kam der 22-jährige zunächst unter Markus Gisdol nicht zum Zug und musste seinem Teamkollegen Elvis Rexhbecaj den Vortritt lassen.

Salih hat das absolut gut gemacht

Dabei hatte man sich zur neuen Spielzeit viel vom Kapitän der U21-Nationalmannschaft versprochen. Özcan betonte selbst, vor allem im Spiel nach vorne in Kiel viel dazugelernt zu haben und menschlich wie spielerisch gereift zu sein. Doch beim FC vermisste man beim Mittelfeldspieler vor allem die Konsequenz im Spiel nach hinten. Das späte 2:3 gegen Hoffenheim ging dabei mitunter auf die Kappe des gebürtigen Kölners, als der gerade erst eingewechselte Mittelfeldspieler nicht die nötigen Meter mit nach hinten machte und den Torschützen Kramaric laufen ließ. Ein schwerer Fehler, den ihm die Verantwortlichen länger nachtrugen.

Gegen den Rekordmeister aus München erhielt Özcan nun jedoch eine neue Chance und durfte für Elvis Rexhbecaj erstmals in dieser Saison von Beginn an ran. Dabei ließ Markus Gisdol den 22-jährigen nicht neben Ellyes Skhiri los, sondern an der Seite von Ondrej Duda auf der Doppel-Acht. Erst als Skhiri nach rund einer Stunde vom Platz ging, rückte Özcan als alleiniger Sechser eine Position zurück. In beiden Rollen überzeugte das Kölner Eigengewächs vor allem durch seine Präsenz im Mittelfeld. Immer wieder forderte Özcan den Ball (57 Ballaktionen) und zog die Bayern auf sich, die sich in Person von Pavard und Choupo-Moting zwei Mal nur mit harten Fouls zu wehren wussten. Zwar hatte Özcan Glück, dass ein Fehlpass in der Schlussphase nicht zum endgültigen Knockout der Kölner führte, insgesamt zeigte sich der Mittelfeldspieler aber passsicher (81 Prozent) und zweikampfstark.

Für seine Leistung holte sich Özcan nach der Partie ein Lob des Trainers ab. „Salih hat das absolut gut gemacht“, freute sich Gisdol über das Auftreten seines Schützlings. „Es war schön, ihn heute mit dieser Leistung auf dem Platz zu sehen. Er war aggressiv gegen den Ball, hatte aber auch gute Momente mit dem Ball.“ Während der Trainer Elvis Rexhbecaj am Samstag über die volle Distanz auf der Bank ließ und auch eine Rückkehr von Jonas Hector weiter nicht absehbar ist, dürfte sich Özcan nun gute Chancen ausrechnen, auch am Freitag gegen Bremen wieder starten zu dürfen. „Er hat seine Aufstellung absolut gerechtfertigt“, fand auch Gisdol.

Auch Heldt lobt Özcan – wichtig für Vertragssituation

Ins gleiche Horn blies Tags drauf Sportchef Horst Heldt und betonte, dass Özcan gezeigt hätte, warum der FC um die Rückkehr des Eigengewächses gekämpft hatten: „Salih hat ein sehr gutes Spiel gemacht. Ich persönlich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung, auf der Acht und später auf der Sechs“, sagte Heldt. „Er war sehr ballsicher, hat seinen Körper gut eingesetzt, viele Zweikämpfe gewonnen. Das sollte ihm Auftrieb geben. Er hat gezeigt, wozu er in der Lage ist. Dieses Niveau sollte er jetzt weiter abrufen. Das ist es, was wir uns von ihm erhofft hatten.“ Nicht unwichtig, sollte Özcan nun zu seiner Form finden und sich in die Startelf spielen – schließlich läuft sein Vertrag 2021 aus. Beim FC würde man gerne über die Saison hinaus mit dem Mittelfeldspieler zusammenarbeiten. Voraussetzung für beide Seiten: Özcan stabilisiert seine Leistung und findet auf diesem Weg dauerhaft einen Platz in der Anfangsformation.

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