,

Wolf kritisiert Gisdol: „Keine Verbesserungen zu sehen!“


So langsam wird es eng für Markus Gisdol beim 1. FC Köln. Nun hat Präsident Werner Wolf dem FC-Trainer zwar den Rücken gestärkt, das jedoch nur noch zeitlich begrenzt und mit deutlicher Kritik. Der Cheftrainer muss jetzt liefern und dürfte trotz der großen Herausforderungen in den nächsten Wochen nicht mehr viel Zeit bekommen die Wende zu schaffen.

Köln – Borussia Dortmund und VfL Wolfsburg, so lauten die nächsten zwei Gegner des 1. FC Köln. Es geht also gegen den Tabellen-2. und Tabellen-6.. Wahrlich keine leichten Aufgaben für die Geißböcke. Doch Markus Gisdol wird in diesen beiden Spielen mit seiner Mannschaft beweisen müssen, dass sich das FC-Spiel endlich verbessert. So zumindest darf man die Worte von Werner Wolf interpretieren.

Aktuell sind wir überzeugt…

„Drei Punkte in acht Spielen, das ist einfach viel zu wenig“, sagte der FC-Präsident am Mittwoch in der Bild. „Wir haben einen Kader, der die Liga halten kann. Die Stimmung und Leistungsbereitschaft der Mannschaft sind vorhanden. Das müssen wir jetzt endlich auch auf den Platz bringen.“ Jetzt bedeutet wohl: gegen Dortmund und Wolfsburg. Der Grund ist einfach: Dem FC läuft die Zeit davon. Mit jedem Spieltag wächst die Sorge, dass der FC den Anschluss an das Mittelfeld der Bundesliga verliert. Acht Punkte sind es bereits auf Rang elf, nur noch bis Rang 14 befindet man sich in Schlagdistanz.

Wolf stärkte Gisdol zwar den Rücken und bekräftigte seine Haltung, die er vor zwei Wochen im Express erläutert hatte. Horst Heldt beobachte fast jedes Training und tausche sich mit Mannschaft, Trainerteam und Vorstand aus. Man sei weiterhin einer Meinung, dass Markus Gisdol der richtige Trainer für den 1. FC Köln sei. „Wir sehen, dass im Training intensiv gearbeitet wird. Deshalb halten wir an dieser Strategie fest. Aktuell sind wir überzeugt, dass die Mannschaft und der Trainer die Probleme richtig angehen.“ Doch Wolf fügte auch hier eine zeitliche Komponente hinzu, betonte, dass man aktuell noch von Gisdol überzeugt sei.

Es gibt keine Job-Garantien

Diese Überzeugung scheint inzwischen aber ins Wanken geraten. Denn Wolf sagte zudem: „Auch wenn aktuell im Spiel noch keine Verbesserungen zu sehen waren, so ist Horst Heldt dennoch fest davon überzeugt, dass das Trainerteam die Probleme auf die richtige Weise angeht – mit Nachdruck und konsequent. Heldt tauscht sich hierüber eng mit Vorstand und Geschäftsführung aus und wir stimmen überein.“ Wolfs Aussage, dass keine Verbesserungen zu sehen seien, darf als deutliche Kritik an Gisdol verstanden werden. Entsprechend verwundert es nicht, dass der FC-Präsident auch erklärte: „In der Bundesliga gibt’s ein Grundprinzip: Es gibt keine Job-Garantien – für niemanden.“ Das Vertrauen in Markus Gisdol ist also nur noch ein Vertrauen auf Zeit. Und diese Zeit ist mittlerweile deutlich beschränkt.

0 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar