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Bittere Bayer-Packung: FC kassiert Lehrstunde im Derby


Der 1. FC Köln hat seine guten Leistungen aus den vergangenen Wochen nicht bestätigen können. Im Derby gegen Bayer Leverkusen waren die Geißböcke von der ersten Minute an chancenlos und verloren verdient mit 0:4 (0:2). Der Tabellenführer brauchte keine zehn Minuten, um mit zwei frühen Toren die Kräfteverhältnisse klar zu stellen. Dann traf auch noch Florian Wirtz und machte die Derby-Schmach für den FC perfekt.

Aus Müngersdorf berichtet Marc L. Merten

Das Themen-Bouquet vor dem Derby war reichhaltig bestückt: Jonas Hector kehrte nach über zwei Monaten in den FC-Kader zurück und wurde in der zweiten Hälfte eingewechselt. Sebastian Andersson übernahm die Rolle von Ondrej Duda im Angriff. Derweil lief Florian Wirtz erstmals im RheinEnergieStadion auf, nur im falschen Trikot. Bayer 04 Leverkusen kam als Tabellenführer und Mannschaft der Stunde nach Müngersdorf. Und dann gab der FC auch noch vor dem Spiel bekannt, dass Athletiktrainer Max Weuthen positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Unter dem Strich der 90 Minuten stand jedoch eine Lehrstunde für den 1. FC Köln gegen den Rivalen vom Bayer-Kreuz.

Moment des Spiels

Bayer Leverkusen machte von der ersten Sekunde an Druck und erspielte sich schon nach zehn Sekunden die erste Ecke. Der FC zunächst praktisch gar nicht im Ballbesitz und nach sieben Minuten Druck pur fiel das folgerichtige 0:1. Einen Freistoß in den Strafraum wehrte Bornauw komplett falsch ab und köpfte ihn mittig an die Strafraumgrenze. Dort nahm Mitchell Weiser das Geschenk Volley und jagte den Ball aus 14 Metern in die Maschen. Dass das 0:1 direkt ein Wirkungstreffer war, zeigte sich nur zwei Minuten später, als Moussa Diaby einen Ball aus der eigenen Hälfte bis an den Kölner Strafraum führen und ohne FC-Gegenwehr ins lange Eck schlenzen konnte. 0:2 nach zehn Minuten – da war das Spiel gegen diese furiose Werkself praktisch schon entschieden.

Fazit

Der 1. FC Köln hat am Mittwoch in vielerlei Hinsicht eine Lehrstunde bekommen von der aktuell spielstärksten Mannschaft der Bundesliga. Die Werkself machte mit Ballsicherheit und Höchsttempo kurzen Prozess mit dem rheinischen Rivalen. Als Bayer das Tempo nach dem 0:2 etwas rausnahm und Gisdol auf Viererkette umstellte, kam der FC zwar etwas besser ins Spiel. Doch in den wenigen Momenten, in denen das Anschlusstor möglich war, zeigte sich Köln nicht konsequent genug. Das machte Bayer in Hälfte zwei wieder besser, und dass Florian Wirtz das 0:4 markierte, war der moralische Tiefpunkt eines schwachen Auftritts des 1. FC Köln in einem Derby, das die Welten aufzeigte, die die beiden Klubs derzeit trennt.

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