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Nach Haaland: Jetzt muss der FC Weghorst ausschalten


Der VfL Wolfsburg ist auch nach neun Bundesliga-Spieltagen noch immer ungeschlagen. War der Saisonstart mit fünf Unentschieden in sechs Spielen noch etwas holprig, sorgten die drei Siege in Serie zuletzt für einen Sprung in der Tabelle. Hauptverantwortlich für den Erfolg der Wölfe: Stürmerstar Wout Weghorst, der zuletzt vier Tore in drei Spielen erzielte. Diesen muss der 1. FC Köln am Samstag ausschalten.

Köln – Als der FC vor einer Woche nach Dortmund reiste, erwartete die Geißböcke ein Super-Stürmer, der gerade sieben Tore in drei Spielen erzielt hatte. Erling Haaland schien nicht zu stoppen, und doch gelang es den Geißböcken. Nun kommt ein ähnliches Kaliber nach Köln ins RheinEnergieStadion: Wout Weghorst ist zwar acht Jahre älter als sein norwegischer Konkurrent in Schwarz-Gelb, dafür aber noch einmal drei Zentimeter größer und fraglos einer der gefährlichsten Angreifer der Liga.

Sechs Tore hat der lauf- und kopfballstarke Niederländer auf seinem Konto. Doch die Abwehr des 1. FC Köln hat erst jüngst beste Erfahrungen gemacht, wie man einen solchen Angreifer ausschalten kann. Erling Haaland, so erzählt man sich mit einem Schmunzeln am Geißbockheim, war in der vergangenen Woche nach 90 Minuten derart entnervt, dass er seine einzige Großchance in der fünften Minute der Nachspielzeit aus drei Metern kläglich vergab. Der FC hatte dem 20-jährigen den Zahn gezogen. Mit Härte, mit guter Abstimmung zwischen den Reihen, sodass weder die Dortmunder Spielmacher noch der Stürmer selbst allzu viel Platz bekamen.

Skhiri doch im Kader – System bleibt offen

Diese Marschroute wird Markus Gisdol seiner Mannschaft am Samstag erneut vorgeben. Wolfsburg ist wie Dortmund vor allem dann gefährlich, wenn der Gegner den Ball verliert und sich unerwartet Räume auftun. Der BVB nutzte einen der wenigen Kölner Fehler genau auf diese Art zum Anschlusstreffer. Den Wölfen will man am Samstag keine solche Chancen aus Gegenbewegungen eröffnen. Absicherung auch bei eigenem Ballbesitz heißt das Stichwort. Dafür ist es wichtig, dass Ellyes Skhiri gegen den VfL dabei sein wird. Am Freitag war der Tunesier nach dem Training vorsichtshalber wieder nach Hause gefahren. Er hatte noch kein negatives Covid-19-Testergebnis vorweisen können. Doch am Abend kam das Okay, Skhiri darf spielen, der Test war negativ.

Und so bleibt nur die Frage, ob Gisdol erneut ein 3-4-3 aufbietet wie in Dortmund, um Weghorst und Co. zu stoppen, oder ob der FC-Coach wieder auf eine Viererkette umstellt. Einige Unwägbarkeiten muss Gisdol abfedern, so auch der Umgang mit seinen Stürmern Sebastian Andersson und Anthony Modeste, die beide im Kader stehen, aber beide nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Die naheliegende Variante wäre daher die gleiche Startelf wie in Dortmund, einzig mit Jannes Horn oder Frederik Sörensen als Ersatz für Rafael Czichos. Am besten mit dem gleichen Ergebnis.

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