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Cunha beleidigt FC-Bank: Gisdol sieht es gelassen


Matheus Cunha leistete sich am Samstagnachmittag im Spiel gegen den 1. FC Köln eine verbale Entgleisung. Nachdem der Spieler nach einem harmlosen Zweikampf liegen geblieben war, holte er sich ein paar warme Worte der FC-Bank ab. Daraufhin ließ sich Cunha zu einer auch auf der Tribüne deutlich hörbaren Beleidigung hinreißen. Für den Spieler jedoch ohne Folgen. 

Aus Müngersdorf berichtet Sonja Eich 

Wenn die Spieler und Trainer eines aus den Geisterspielen gelernt haben dürften, dann, dass man jedes gesprochene Wort auf dem Platz gut hören kann. Matheus Cunha von Hertha BSC schien dies gegen den 1. FC Köln jedoch zeitweise vergessen zu haben. Nach einem Zweikampf mit Ellyes Skhiri ging der Berliner Torjäger zu Boden und blieb kurzzeitig liegen. Als die Gäste dann jedoch zum Kontern ansetzen, stand Cunha auf und schmetterte ein auch auf der Tribüne deutlich hörbares „Fuck You“ in Richtung der FC-Bank. Was den Spieler so außer sich brachte, dass er sich zu dieser Beleidigung hinreißen ließ, wurde allerdings nicht mehr bekannt.

In jedem Fall konnte Cunha von Glück reden, dass Schiedsrichter Frank Willenborg diesen Ausruf wohl nicht mitbekam. Ansonsten hätte es für den Angreifer, der in der 60. Minute eingewechselt wurde, durchaus die Rote Karte geben können. Markus Gisdol blieb derweil ruhig, sprach lediglich nach Abschluss des Berliner Konters mit dem Vierten Offiziellen. Dass auch dieser die Beleidigung wohl nicht gehört hatte, obwohl sie selbst bis auf die Tribüne deutlich zu verstehen war, verwunderte allerdings.

Das sind keine Lämmer auf dem Spielfeld

Nach dem Spiel schienen sich die Wogen allerdings schnell geglättet zu haben. Auch, weil sich Cunha noch während der Partie in einer Unterbrechung bei der Kölner Bank entschuldigte. Auch Bruno Labaddia wollte die Situation nach dem Spiel nicht zu hoch hängen. „Wenn wir alles auf die Goldwaage legen würden, was Spieler oder Trainer sagen, machen wir das Spiel kaputt“, erklärte der Hertha-Coach. „Das gehört zwar natürlich nicht dahin, aber wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Sie wissen ja auch nicht, was ihm entgegengebracht wurde. Das war von beiden Seiten hinterher sehr sauber.“ Markus Gisdol pflichtete seinem Trainerkollegen später bei. „Dieses Thema ist zur Zeit sehr sensibel, weil man jedes Wort mitbekommt. Das sind keine Lämmer auf dem Spielfeld. Wenn es der Schiedsrichter hört, kann es mal eine Karte geben. Aber ich bin niemand, der sowas fordert.“

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