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Für mehr Offensiv-Power: Wie stellt Gisdol um?


Seit über 300 Minuten wartet der 1. FC Köln nun schon auf einen eigenen Treffer in der Bundesliga. Zuletzt traf Elvis Rexhbecaj in der 55. Minute beim 1:0-Erfolg über den 1. FSV Mainz 05. Gegen den SC Freiburg wollen die Geißböcke nun zwar an ihrer defensiven Stabilität festhalten, gleichzeitig aber auch vor dem dem gegnerischen Tor wieder gefährlicher in Erscheinung treten. Dafür dürfte Markus Gisdol aber personelle Veränderungen vornehmen müssen.

Köln – Nur zwei mehr oder weniger durch lange Bälle selbst herausgespielte Chancen konnte sich der 1. FC Köln in der vergangenen Woche gegen den FC Augsburg herausspielen. Zwei weitere Möglichkeiten resultierten aus Standardsituation, wobei die Kölner am Ende keine der vier Gelegenheiten in einen Torerfolg ummünzen konnten. Nach dem 0:4 im Derby gegen Leverkusen und dem 0:0 bei RB Leipzig war die Partie zum Jahresauftakt bereits das dritte Spiel in Folge ohne eigenen Treffer.

Markus Gisdol gab dabei am Donnerstag zu, den Fokus zuletzt vermehrt auf die defensive Stabilität seiner Mannschaft gelegt zu haben, wobei dadurch die Schwächen in der Offensive bewusst in Kauf genommen werden mussten. Gegen den SC Freiburg soll am Samstag nun allerdings der erste Sieg im neuen Jahr gelingen. Dafür, das weiß man auch am Geißbockheim, bedarf es jedoch zwangsläufig eines eigenen Treffers. So ist es wahrscheinlich, dass Markus Gisdol im Breisgau mehr offensiv denkende Spieler auf das Feld schickt, als es noch in der vergangenen Woche der Fall gewesen war. So könnte Anthony Modeste, gegen Augsburg in seiner halben Stunde Einsatzzeit zwar unauffällig, als echter Strafraumstürmer seine erste Chance in dieser Bundesliga-Saison von Beginn an bekommen. Festlegen wollte sich Gisdol auf diese Variante zwar nicht, fand jedoch auch lobende Worte für den Franzosen, der sich nach seiner Verletzung körperlich inzwischen dahingehend entwickelt haben soll, auch vernünftig gegen den Ball arbeiten zu können.

Gegen Freiburg zurück zur Viererkette?

Für die Zuspiele dürfte dann auch Ismail Jakobs wieder in Frage kommen. Der Linksaußen hat seinen grippalen Infekt überwunden und konnte die Reise nach Freiburg mit antreten. Jakobs gehört derweil fraglos zu den gesetzten Spielern unter Markus Gisdol, hat der 21-jährige doch bislang in jedem Spiel in der Startelf gestanden, in dem er einsatzfähig war. Auf der rechten Seite könnte der Trainer derweil geneigt sein, Marius Wolf eine Position nach vorne zu ziehen. Als Rechtsverteidiger beraubt man dem 25-jährigen wissentlich seiner Stärken, die der FC eigentlich in der Offensive so dringend benötigt. Dafür könnte Benno Schmitz nach bislang nur 15 Bundesliga-Minuten in dieser Saison für Wolf hinten rechts beginnen. Dies hätte jedoch wohl gleichzeitig eine Systemumstellung zur Folge. Der FC würde dann wie gegen RB Leipzig zur Viererkette zurückkehren. Leidtragender wäre in diesem Fall wohl Rafael Czichos, der neben Sebastiaan Bornauw und dem wiedererstarkten Jorge Meré gegen Augsburg doch leistungstechnisch abfiel. Ein Hinweis auf die System-Umstellung ist dabei auch der 20-Mann-Kader, den Markus Gisdol am Freitag nominierte. Dabei ließ der Trainer Innenverteidiger-Talent Sava Cestic zuhause und nahm dafür mit Kingsley Ehizibue einen weiteren Außenverteidiger mit.

So könnte der FC spielen: Horn – Schmitz, Meré, Bornauw, J. Horn – Skhiri – Wolf, Duda, Özcan, Jakobs – Modeste

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