Anthony Modeste und Ex-Präsident Werner Spinner am Abend der Rückkehr des Stürmers zum FC. (Foto: Bopp)

Vorstand verspricht: Modeste-Verträge wird es nicht wieder geben

Die Rückholaktion von Anthony Modeste zum 1. FC Köln hat sich zu einem teuren Missverständnis entwickelt. Den damals 30-jährigen mit einem Fünf-Jahres-Vertrag auszustatten sieht man am Geißbockheim rückblickend inzwischen als einen Fehler an, den man nicht wiederholen möchte. 

Köln – Als der 1. FC Köln im November 2018 die Rückkehr von Anthony Modeste verkündet hatte, ließen die sich Verantwortlichen dafür von ihren Anhängern feiern. Der einstige Europa-Held, der in der Saison 2016/17 25 Tore für die Geißböcke geschossen hatte, war zurückgekehrt. Doch spätestens bei einem Blick auf die Zahlen machte sich eine erste Skepsis breit. Der damals bereits 30-jährige erhielt beim FC einen Kontrakt über fünf Jahre – mit weiteren fünf Jahren Anschlussvertrag in anderer Funktion. Insgesamt ein Paket mit einem Volumen in zweistelliger Millionenhöhe, welches sich sportlich bis heute nicht ausgezahlt hat.

Länge von Spielerverträgen kein Finanzierungselement

So ist man sich inzwischen auch beim FC bewusst, dass die Rückkehr von Modeste bislang einzig emotionalen Wert gehabt hat. An die Erfolge früherer Tage konnte der Franzose nicht mehr anknüpfen. Auch bei seinem aktuellen Leihverein AS Saint-Étienne in Frankreich hat sich der Knoten bisher nicht lösen können. Im November 2018 hätte man Modeste mit einer kürzeren Vertragslaufzeit womöglich aber nicht von einer Rückkehr nach Köln überzeugen können. Schließlich hat sich der Franzose durch die Länge des Vertrages nun bis zu seinem Karriereende und sogar darüber hinaus finanziell abgesichert.

Solche Vertragsmodelle wird es in Zukunft beim 1. FC Köln aber nicht mehr geben, wie Vize-Präsident Eckhard Sauren am Mittwochabend beim virtuellen Mitgliederstammtisch verkündete: “Wir wollen keine Fünf-Jahres-Verträge für ältere Spieler mehr, nur damit man sie jetzt bekommt und vielleicht zwei Jahre sportlich helfen. Die Länge von Spielerverträgen soll kein Finanzierungselement eines Transfers mehr sein.” Ähnlich hatte es der FC bereits 2017 praktiziert, als die Geißböcke ohne Not den Vertrag von Marcel Risse zwei Jahre vor Ende der Laufzeit vorzeitig um drei weitere Spielzeiten verlängert hatten – und das, obwohl sich der damals 28-jährige wenige Wochen zuvor erst das Kreuzband gerissen hatte. Seit 2019, dem ursprünglichen Vertragende von Risse vor der Verlängerung, stand der Flügelspieler jedoch keine 200 Minuten mehr für den FC auf dem Platz.

Bei jungen Spielern sind langfristige Verträge sinnvoll

Grundsätzlich ablehnen will man lange Vertragslaufzeiten beim FC nicht. Gerade bei jüngeren und hochveranlagten Spielern mache ein Fünf-Jahres-Vertrag durchaus Sinn. Auch Youngster Marvin Obuz soll einen Vertag Unterzeichen, der länger als nur zwei Jahre gültig ist. “Es gibt Spieler wie Sebastiaan Bornauw, bei denen wir sehr froh sind, dass wir einen Fünf-Jahres-Vertrag haben. Bei jungen Spielern wie ihm ist der Marktwert höher, je länger der Vertrag ist”, erklärte Sauren die Hintergründe von Vertragslaufzeiten. Neben Sebastiaan Bornauw verfügen noch Noah Katterbach, Ismail Jakobs, Sava-Arangel Cestic, Dimitris Limnios und Ondrej Duda über Verträge bis 2024.

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